Fernglas Test

01/2020

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3
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Fernglas

Testsieger sind das Fernglas 8-16x40 Zoom DPS I von Olympus und das Zavarius Marine-Fernglas 7x50. Beide schließen mit einer Note von 1,4 ab. Olympus überzeugt mit Kompaktheit, Gewicht und Bildqualität. Zavarius sticht mit Funktionalität, Bedienung und Robustheit besonders heraus.

Wir haben 3 Universal-Ferngläser für verschiedene Anlässe getestet und dabei besonderen auf Sehqualität und die Bedienung, sowie den Komfort geachtet.

Ein Fernglas ist ein toller Begleiter für Ausflüge in die Natur: Um Vögel zu erkunden oder am Horizont nach Schiffen Ausschau zu halten, gibt dir ein Fernglas selbst aus weiter Entfernung das Gefühl, ganz nah am Geschehen dabei zu sein.

Wir testen unabhängig. Askgeorge.com verwendet Affiliate-Links. Bei einem Kauf über einen Link, erhalten wir ggf. eine kleine Provision.

zuletzt aktualisiert: 23.01.2020, 12:00
Testsieger Testsieger
Preis-Leistungssieger
Unser Testsieger: Olympus 8-16 x 40 Zoom DPS-I Fernglas Unser Testsieger: Zavarius Wasserdichtes Marine-Fernglas 7x50 mit OLED-Display Relags Origin Outdoors Fernglas Mountain View Testbericht

Olympus
8-16 x 40 Zoom DPS-I Fernglas

Zavarius
Wasserdichtes Marine-Fernglas 7x50 mit OLED-Display

Relags
Origin Outdoors Fernglas Mountain View

Vorteile
  • Griffsichere Gummierung
  • UV-Schutz
  • Zoom
  • Große Bedienknöpfe
  • Helles Bild
  • Viele Funktionen
  • Gute Bedienungsanleitung
  • Gute Qualität
  • Sehr robust
  • Gute Optik
  • Keine Schatten
  • Liegt gut in der Hand
  • Einfach zu bedienen
  • Für Brillenträger geeignet
Nachteile
  • Stellrad teilweise etwas schwergängig
  • Nach längerem Schauen durch das Fernglas wird es sehr anstregend
  • Liegt nach längerer Benutzung recht schwer in der Hand
  • Kein Zoom
  • In der Dämmerung weniger geeignet
Zusammenfassung

Sehr hochwertig und robust. Eignet sich sehr gut für verschiedene Anlässe, insbesondere in der Natur.

Ein vielseitiges Fernglas, welches sowohl für den Hobby-Beobachter, als auch für professionelle Zwecke gut geeignet ist.

Ein solides Fernglas: Eine gute Wahl für Reisende, Wanderer, Sportereignisse oder Tierbeobachtungen.

Gewicht 789 g 1400 g 531 g
Tiefe 15,2 cm 18 cm 12,8 cm
Höhe 5,8 cm 15 cm 4,7 cm
Breite 18,2 cm 5,5 cm 12,8 cm
Wasserfest Keine Angabe
Tragetasche Ja
Für Brillenträger geeignet ✔ (langer Augenabstand)
Dämmerungszahl/Lichtstärke 25 - 6.3 18,7 16/0,0625
Objektivdurchmesser 40 mm 50 mm 50 mm
Vergrößerungsfaktor 8-fach 7-fach 8-fach
Integrierte Dioptrie-Korrektur Nein
Sehfeld auf 1000m 87-59 131 m 129 m
Fast-Close-Focus Nein
Ergonomische Augenmuschel Nein Nein
Amazon Bewertung - - -
Verpackung Gut Gut Gut
Anleitungsqualität Sehr gut Gut Okay
Anleitungssprache EN, BG, DE, AR, LT, NL, SK Gut DE, GB, N
Qualitätseindruck Sehr gut Sehr gut Gut
Lieferumfang Fernglas, Bedienungsanleitung, Tragetasche Fernglas, Schutztasche, 4x Linsenabdeckung, Fernglas-Tragegurt, Reinigungstuch, CR2-Batterie, Bedienungsanleitung Fernglas, Bedienungsanleitung, Gläserschutz, Umhängeband, Putztuch, Ferngklas-Schutzhülle
Zusatzgarantie 2 Jahre Keine Angaben Keine Angaben
Bedienung
Ergonomie
Komfort
Sehqualität
Testsiegel: Olympus 8-16 x 40 Zoom DPS-I Fernglas, Testnote 1.5
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Testsiegel: Zavarius Wasserdichtes Marine-Fernglas 7x50 mit OLED-Display, Testnote 1.5
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Testsiegel: Relags Origin Outdoors Fernglas Mountain View, Testnote 1.9
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Getestete Produkte

Platz 1: Olympus 8-16 x 40 Zoom DPS-I Fernglas

Testsiegel: Olympus 8-16 x 40 Zoom DPS-I Fernglas, Testnote gut

Das Fernglas 8-16x40 Zoom DPS I überzeugt nicht nur mit dem stabilen Gehäuse und den sehr sicheren Gummi-Griffen, sondern vor allem durch die vielen Funktionen und dem hellen Bild mit ausgezeichneter Qualität.

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Zavarius Wasserdichtes Marine-Fernglas 7x50 mit OLED-Display - thumbnail Testsiegel: Zavarius Wasserdichtes Marine-Fernglas 7x50 mit OLED-Display, Testnote gut

Platz 2: Zavarius Wasserdichtes Marine-Fernglas 7x50 mit OLED-Display

Das wasserdichte Marine-Fernglas 7 x 50 von Zavarius überzeugt mit der klaren Sicht, der einfachen Bedienung und der zusätzlichen Funktionen wie z.B. die Anzeige von Luftdruck, Höhe und Temperatur. Einziges Manko: keine Zoom-Funktion.

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Relags Origin Outdoors Fernglas Mountain View - thumbnail Testsiegel: Relags Origin Outdoors Fernglas Mountain View, Testnote gut

Platz 3: Relags Origin Outdoors Fernglas Mountain View

Das Origin Outdoors Fernglas "Mountain View" ist leistungsstark, mit einem breiten Sichtfeld und guten Kompaktgläsern. Aufgrund der kleinen Größe lässt sich das Fernglas überall gut mitnehmen. Allerdings lässt die Sehqualität in der Dämmerung etwas nach.

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Olympus - 8-16 x 40 Zoom DPS-I Fernglas

Testsieger: jetzt Testbericht lesen

Ferngläser lassen sich in unterschiedliche Preisklassen einteilen und wie immer gilt, dass der Preis nach oben offen ist. Brauchbare Kompaktferngläser sind ab circa 80 EUR erhältlich, während Universalgläser bei etwa 100 EUR beginnen. Wenn ein Fachhändler in der Nähe vorhanden ist, so sollten Ferngläser am besten vor Ort gekauft werden, da diese dort ausprobiert und getestet werden können. Natürlich ist ein Kauf auch online möglich. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die eigenen Anforderungen an das Fernglas definiert sind und anhand dieser Anforderung das gewünschte Fernglas gekauft werden.
Dann steht einer produktiven Nutzung des neuen Fernglases nichts im Weg.

Beim Kauf eines Fernglases sollte man auch Folgendes achten:

  • Vergrößerung und Linsen-Durchmesser
  • Sehfeld, Lichtstärke und Dämmerungszahl
  • Vor dem Kauf beim Händler ausprobieren
 

Testablauf

Im Vorfeld des Tests haben wir praxisnahe Anforderungen definiert und folgende Testkriterien festgelegt:

  • Bedienung
  • Ergonomie
  • Komfort
  • Sehqualität


Um diese Kriterien bewerten zu können, haben wir mehrere Tests für die Ferngläser definiert. Mit den Ferngläsern werden verschiedene Objekte gesichtet, darunter Natur und Tiere. Dabei wird geprüft, wie gut sich die Produkte in der Anwendung bedienen lassen und wie sie in der Hand liegen. Verfügen die Ferngläser über verschiedene Funktionen, werden auch diese beurteilt. Zudem wird die Wasserfestigkeit der Produkte getestet. Abschließend wird die Reinigung bewertet.

Fernglaeser
Fernglaeser im Test

Um Fehler auszuschließen, und die Belastung durch den Alltagsgebrauch zu gewährleisten, findet jeder Test in mehreren Durchgängen statt.

Die Testkriterien erhalten je nach Wichtigkeit prozentuale Anteile. Die Endnote wird abschließend objektiv mittels eines Algorithmus aus den Testkriterien errechnet.

Produktauswahl
Unsere Produktauswahl erfolgt durch die Beobachtung des aktuellen Marktes. Neben beliebten Markenprodukten nehmen wir auch Geheimtipps in unsere Auswahl auf. Kriterien wie Preis und Funktionsumfang stellen einen wichtigen Faktor für uns da. Auch durch Analyse und Auswertung von Kundenrezensionen und externen Tests (z.B. Stiftung Warentest), wird das Testfeld bestimmt.

Die Geräte werden anonym eingekauft oder uns vom Hersteller geliehen. Händler und Hersteller üben keinen Einfluss auf die Tests und unsere Wertung aus.

Sobald neue relevante Produkte auf den Markt kommen, wird unser Testfeld um diese erweitert. Die neuen Produkte durchlaufen denselben Test wie die bereits geprüften Geräte.

Ferngläser sind jedem bekannt und ihre Funktion ist klar umrissen. Etwas was in der Ferne zu sehen ist, kann mit einem Fernglas näher betrachtet werden. Doch Fernglas ist nicht Fernglas und zu diesem hilfreichen Gegenstand gibt es eine Menge an wissenswerten Fakten.

Ein Fernglas ist ein tragbares Fernrohr und der Begriff bezieht sich in der Alltagssprache meist auf binokulare Prismenferngläser. Das sind Gläser, welche für eine Nutzung mit beiden Augen gedacht sind und im inneren das Licht mit speziellen Prismen zum Betrachter umleiten.

Ein Fernglas dient der Vergrößerung des zu Betrachtenden. Erreicht wird diese Vergrößerung durch die verbauten Linsen und ihre Anordnung.

Die erste Angabe, welche du auf einem Fernglas feststellen wirst, ist eine Angabe nach dem Schema 10 x 40. Die erste Zahl gibt den Vergrößerungsfaktor an. Im Beispiel würde dieses Fernglas eine Vergrößerung um das 10-fache bieten. Der zweite Wert gibt den Durchmesser der vorderen Linse, der sogenannten Frontlinse, in Millimetern an.

Befindet sich ein zu beobachtendes Objekt in eintausend Metern Entfernung, so scheint das Objekt nur hundert Meter entfernt, wenn es durch dieses Fernglas betrachtet wird.

Die Frontlinse des Fernglases, welcher immer die größte Linse in einem solchem darstellt, ist entscheidend für die Bildqualität. Je größer die Linse umso mehr Licht fängt sie ein und je qualitativ hochwertiger die Linse umso besser ist am Ende das Ergebnis. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Je größer die Linse ist, in umso widrigeren Bedingungen kann sie eingesetzt werden. Bei normalem Tageslicht ist ein Linsendurchmesser von 20 bis 32 Millimetern völlig ausreichend; anders sich es bei Dämmerung oder gar bei Nacht aus. Hier empfehlen sich Durchmesser ab 40 Millimeter bis 80 Millimeter oder mehr.

Zwei Arten des Aufbaus

Neben der Bauform, welche sich durch die Größe und die beabsichtigte Nutzung ergibt, wird bei Ferngläsern zwischen Dachkant- und Porroprismenferngläsern unterschieden. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf den internen Aufbau der Prismen im Fernglas. Aufgabe der Prismen ist es unter anderem das erzeugte Bild, welches auf dem Kopf steht, wieder korrekt anzuzeigen.

Die klassische Bauform stellen Porroprismenferngläser dar. Porroprismenferngläsern führen zu größeren Ferngläsern, während mit Dachkantferngläser kleinere Ferngläser realisiert werden können. Bei Dachkantferngläser ist es allerdings schwieriger gute Ferngläser zu produzieren, sodass, vor allem im günstigen Einsteigerbereich, solche Modelle mit Bedacht gekauft werden sollten.

Ferngläser werden in unterschiedlichsten Typen und Größen angeboten. Am bekanntesten sind dem Laien wahrscheinlich sogenannte Kompaktferngläser. Daneben existieren unter anderem Universalferngläser, Vogelferngläser, Dämmerungsferngläser, Großferngläser und spezielle Ferngläser für maritime Zwecke.


Kompaktferngläser

Am häufigsten anzutreffen sind Kompaktferngläser. Diese sind relativ leicht und günstig im Preis. Die Optik der Gläser ist meist oberhalb der von Operngläsern angesiedelt. Sie werden in Normalfall in bis zu 10-facher Vergrößerung genutzt und verfügen über eine Größe der Frontlinse von bis zu 30 Millimetern.

Für die gelegentliche Nutzung am Tag sind diese Ferngläser gut geeignet. Auch längeres Tragen dieser Gläser ist, bedingt durch ihr geringes Gewicht, kein Problem. Nachteilig wirkt sich die Größe des Fernglases und der Optik auf die Nutzbarkeit in der Dämmerung oder bei Nacht aus.

Daneben sind Ferngläser dieser Klasse meist nicht für Brillenträger geeignet, sodass Brillen bei der Benutzung von Kompaktferngläser abgesetzt werden müssen.

Universalferngläser

Während Kompaktferngläser unter Umständen belächelt werden, handelt es sich bei Universalferngläser um "echte" Ferngläser was den Formfaktor und die Größe angeht. Wie der Name es andeutet, versuchen Universalferngläser unterschiedlichste Anforderungen unter einen Hut zu bekommen.

Universalferngläser bieten meist Vergrößerungen von 8- bis 12-facher Vergrößerung, bei Größen der Frontlinsen von 40 bis 50 Millimetern, an. Neben der Beobachtung bei Tageslicht können Universalferngläser auch für die Beobachtung in der Dämmerung genutzt werden.

Viele Universalferngläser können zusammen mit einer Brille genutzt werden, sodass diese nicht abgesetzt werden muss. Bei der Nutzung mit einer Brille ist das Sehfeld des Fernglases ein wenig kleiner als bei einer Nutzung ohne Brille.

Bedingt durch ihre Größe und die verbaute Optik bringen Universalferngläser mehr Gewicht auf die Waage. Im Durchschnitt bewegen sich solche Gläser zwischen 600 und 800 Gramm. Für längere Wanderungen könnten sie dem einen oder anderen Nutzer damit zu schwer sein.

Großferngläser

Die größte Klasse von Ferngläsern sind Großferngläser. Dies fängt bereits bei dem Durchmesser der Frontlinse an. Sie beginnt bei Großferngläser bei knapp 70 Millimetern und endet meist bei 100 Millimetern. Diese Art von Gläsern bieten eine hohe Vergrößerung, ein großes Sichtfeld, eine gute Lichtstärke und eignen sich für astronomische Beobachtungen.

Dabei können diese Gläser teilweise sogar Teleskope ersetzen. Allerdings können diese Ferngläser, aufgrund ihres Gewichtes, meist nur in Verbindung mit einem Stativ genutzt werden. Dafür verfügen diese Gläser über ein entsprechendes Anschlussgewinde, mit welchem Fernglas und Stativ miteinander verbunden werden.

Operngläser

Operngläser gehören zu den kleinsten Ferngläsern und werden, wie es der Name der Gläser nahelegt, im Theater oder in der Oper genutzt. Sie vergrößern meist um den Faktor 3 und sehen im Gegensatz zu gewöhnlichen Ferngläsern recht edel aus.

Spezielle Gläser

Neben den bereits vorgestellten Gläsern, welche sich durch ihre Bauweise bzw. Größe definieren existieren eine Reihe von Gläsern für Spezialanwendungen.

So existieren spezielle Ferngläser für die Beobachtung von Vögeln. Diese sind besonders farbtreu in ihrer Abbildung. Preislich sind diese Gläser meist um einiges teurer als Universalgläser, in deren Größenklasse die meisten Gläser für die Vogelbeobachtung fallen.

Bei der Nutzung von Ferngläsern auf Booten und Schiffen werden sogenannte Marine-Ferngläser genutzt. Diese zeichnen sich durch eine moderate Vergrößerung, meist 7-fach, aus. Größere Vergrößerungen sind nicht sinnvoll, da sie das Sehfeld verkleinern und bei Seegang in ihrer Anwendbarkeit sonst nur eingeschränkt nützlich wären. Im Gegensatz zu anderen Typen sind Marine-Ferngläser meist wasserdicht und verfügen über eine Bemaßung, welche die Einschätzung von Entfernungen ermöglicht. Daneben ist in vielen Fällen ein Kompass in diese Klasse von Gläsern eingebaut.

Für Jäger und andere Nutzer von Ferngläsern, welche diese in der Nacht benötigen, eignen sich Dämmerungsferngläser. Diese Gläser verfügen über eine hohe Lichtstärke und entsprechend große Frontlinsen zwischen 50 und 70 Millimetern. Im Vergleich zu Universalferngläser sind diese speziellen Gläser meist noch etwas größer und entsprechend schwer.

Ferngläser können für unterschiedlichste Dinge genutzt werden. Je nach Nutzung unterscheiden sich die dafür geeigneten Typen. So können Ferngläser unter anderem für astronomische Beobachtungen, die Beobachtung von Vögeln, die Jagd, beim Sport oder im Theater genutzt werden.

Je nach beabsichtigter Nutzung sollte ein entsprechendes Fernglas gewählt werden. So kommt es zum Beispiel bei der Beobachtung von Vögeln, zur Bestimmung derselben, auf sehr hohe Farbtreue des Glases an. Bei einer falschen Darstellung der Farbe kann bei einer solchen Beobachtung unter Umständen die Art nicht oder nicht korrekt bestimmt werden

Eng mit der Vergrößerung des Fernglases hängt das sogenannte Sehfeld zusammen. Zum Sehfeld gehören das tatsächliche Sehfeld und das scheinbare Sehfeld. Für die Praxis relevant ist das tatsächliche Sehfeld.

Dieses wird meist in zwei Varianten angegeben, einmal als Gradangabe und einmal als Angabe in Metern. Zum Vergleich: Der Mensch verfügt über ein Gesichtsfeld von 180 Grad. Ferngläser versuchen ein möglichst großes Sehfeld zu ermöglichen, allerdings müssen hierbei Kompromisse eingegangen werden.

Die Angabe in Metern bezieht sich auf die Breite des Feldes in Metern, wenn etwas in 1000 Meter Entfernung betrachtet wird. Für die meisten Menschen ist dieser Wert einfacher zu verstehen als die Angabe in Grad.

Grundsätzlich gilt, je stärker die Vergrößerung ist, desto kleiner ist das Sehfeld. Beim Sehfeld ist es wichtig, dass die Schärfe an den Rändern des Feldes nicht abfällt. Bei billigen Ferngläsern passiert es, dass diese zwar ein großes Sehfeld liefern, aber nur ein kleiner Bereich um die Mitte herum scharf abbildet.

Lichtstärke

Eine weitere wichtige Eigenschaft eines Fernglases ist die Lichtstärke desselben. Die Lichtstärke definiert die Helligkeit des betrachtenden Bildes. Errechnet wird der Wert aus der Größe der Frontlinse geteilt durch die Vergrößerung es Fernglases.

Bei einem Fernglas mit dem Aufdruck 10 x 40 würde dies bedeuten, dass 40 durch 10 geteilt wird und der Wert für Lichtstärke damit 4 beträgt. Je größer dieser Wert ist, umso mehr Licht wird vom Fernglas eingefangen und schlussendlich für die Abbildung genutzt.

Dämmerungszahl

Neben der Lichtstärke spielt bei Beobachtungen, in der Dämmerung oder bei Nacht, die Dämmerungszahl eine große Rolle bei der Auswahl eines geeigneten Fernglases. Auch dieser Wert wird anhand der Vergrößerung und der Größe der Frontlinse berechnet.

Dabei wird das Produkt aus der Vergrößerung und der Größe der Frontlinse berechnet und aus diesem die Quadratwurzel gezogen. Bei einem Fernglas mit dem Aufdruck 10 x 40 würde sich somit die Dämmerungszahl 20 ergeben.
Bei der Lichtstärke und der Dämmerungszahl sollte beachtet werden, dass es sich um Vereinfachungen handelt, welche für sich genommen nur eine unzureichende Aussage über die Qualität und Nutzbarkeit des Fernglases geben.

Bei der Vergrößerung könnte der Laie auf die Idee kommen, dass hier gilt: Je mehr, desto besser. Allerdings bewähren sich im praktischen Einsatz Vergrößerungen zwischen sieben bis zehnfacher Vergrößerung. Es sind auch Ferngläser mit höheren Vergrößerungen erhältlich, wie zum Beispiel solche mit 15-facher Vergrößerung.

Bei diesen Ferngläsern ergeben sich bei der Handhabung allerdings Probleme. Da ein Fernglas niemals hundertprozentig ruhig gehalten werden kann, wackelt das abzubildende Bild. Bei zu hohen Vergrößerungswerten führt dies dazu, dass das Bild so stark wackelt, bzw. zittert und das Beobachtungsobjekt nicht gut beobachtet werden kann.

Bei den empfohlenen Vergrößerungen zwischen 7- und 10-facher Vergrößerung ist eine Beobachtung, trotz leicht unruhiger Hand, gut möglich. Im Markt wurde diesem Problem Rechnung getragen, indem Ferngläser entwickelt wurden, welche zwischen den unterschiedlichen Vergrößerungen umschalten können, so zum Beispiel von 15-facher Vergrößerung auf 10-fache Vergrößerung.

Daneben existieren Ferngläser mit Bildstabilisatoren, welche das natürliche Zittern der Hände ausgleichen. Werden diese Bildstabilisatoren genutzt, so kommt für den Nutzer das Gefühl eines unsichtbaren Stativs auf. Bei den Stabilisatoren wird zwischen elektronischen und mechanischen Systemen unterschieden. Die elektronischen Systeme benötigen eine Energiezufuhr, in Form von Batterien, welche im Endeffekt das Fernglas schwerer macht. Daneben existieren rein mechanische Systeme, welche mit einer speziellen Aufhängung und Dämpfung des optischen Systems im Fernglas arbeiten.

Der aufgedruckte Wert für die Vergrößerung sollte immer als Richtwert betrachtet werden, da die tatsächliche Vergrößerung in meisten Fällen ein wenig variiert.

Heutzutage verfügen die meisten Ferngläser über einen Dioptrienausgleich. Mit diesem ist es möglich, die Optik des Fernglases an die eigene Sicht bzw. Fehlsichtigkeit anzupassen.

Daneben lässt sich bei den meisten Gläsern die Naheinstellgrenze anpassen. Diese Grenze legt den Mindestabstand fest, ab welchem ein Objekt scharf abgebildet werden kann.

Wie testen wir bei askgeorge.com?

Live und authentisch: Wir holen uns die Geräte in unser Hamburger Testlabor. Hier nehmen wir alles genau unter die Lupe.

Jedem Test geht eine umfangreiche Recherche voraus:

  • Welche Anbieter sind am Markt?
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  • Wie ist der Testablauf?

Wenn Alles feststeht, holen wir die Geräte zu uns. Für jedes Produkt wird der Testverlauf, die Messwerte und Produkteigenschaften ausführlich dokumentiert. Dabei erstellen wir Fotos und Videos. Wir werten die Ergebnisse für Dich aus, fassen alles in einem Testbericht zusammen und errechnen die Testnote.

Viel Spaß beim Stöbern! 

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Testsieger sind das Fernglas 8-16x40 Zoom DPS I von Olympus und das Zavarius Marine-Fernglas 7x50. Beide schließen mit einer Note von 1,4 ab. Olympus überzeugt mit Kompaktheit, Gewicht und Bildqualität. Zavarius sticht mit Funktionalität, Bedienung und Robustheit besonders heraus.

Wir haben 3 Universal-Ferngläser für verschiedene Anlässe getestet und dabei besonderen auf Sehqualität und die Bedienung, sowie den Komfort geachtet.

Ein Fernglas ist ein toller Begleiter für Ausflüge in die Natur: Um Vögel zu erkunden oder am Horizont nach Schiffen Ausschau zu halten, gibt dir ein Fernglas selbst aus weiter Entfernung das Gefühl, ganz nah am Geschehen dabei zu sein.

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