Cider-Brauset-Test

09/2019

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2
Produkte getestet
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23
Arbeitsstunden
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3
Amazon-Rezensionen analysiert
Winner IconUnser Testsieger:
Braubox Braubox Apfelcider
Cider-Brauset

Unser Testsieger ist die Braubox Apfelcider von Besserbrauer: Das Set ermöglichst eine einfache Zubereitung und sorgt für ein gutes Brauergebnis. Unser Favorit mit der Testnote 1,5!

Wir haben 2 Cider-Brausets getestet und dabei besonders auf die Zubereitung und den Geschmack geachtet.

Wer hat noch nicht davon geträumt, sein eigenes fruchtig, spritziges Sommergetränk selbst herzustellen? Der Traum lässt sich mittlerweile ganz unkompliziert in deiner Küche umsetzen. Mit den Cider-Brausets wird das Ciderbrauen zum Kinderspiel. Wir haben unser Büro für euch in eine kleine Brauerei verwandelt und getestet, ob es wirklich so einfach ist seinen eigenen Cider herzustellen.

Wir testen unabhängig. Askgeorge.com verwendet Affiliate-Links. Bei einem Kauf über einen mit markierten Link oder unseren Preisvergleich, erhalten wir ggf. eine kleine Provision.

zuletzt aktualisiert: 18.11.2019, 9:15
Testsieger Preis-Leistungssieger
Unser Testsieger: Braubox Braubox Apfelcider Braufässchen Cider Brau-Set Testbericht

Braubox
Braubox Apfelcider

Braufässchen
Cider Brau-Set

Vorteile
  • Qualitativ gut verarbeitete Materialien
  • Anleitung einfach zu befolgen
  • Die wesentlichen Prozesse werden selbst gemacht
  • Überzeugender Geschmack
  • Nettes Geschenk
  • Einfache Zubereitung
Nachteile
  • Keine Kohlensäure
Zusammenfassung

Der erste Eindruck spiegelt sich im Endergebnis wieder. Klare Weiterempfehlung!

Einfach in der Zubereitung. Das Endergebnis ähnelt mehr einem Apfelwein, als einem Cider.

Geschmack
Lieferumfang
Verarbeitung
Zubereitung
Lieferumfang Gärflasche mit Gärspund und Stopfen, Brauanleitung, Thermometer, Abfüllschlauch mit Klemme, Dosierhilfe, Pumpe, Hefe, Birkenzucker, Apfelsaft, Reinigungsmittel 1x 5L Fass als Gärbehälter, 1 Beutel mit Fruchtsaftkonzentrat, 1 Packung Hefe, 1 Flasche Aroma, 1 Druckventil
Qualitätseindruck Sehr gut Befriedigend
Breite 17,5 cm 15,7 cm
Höhe 36,0 cm 24,2 cm
Tiefe 17,5 cm 15,7 cm
Gewicht 7795 g 1308 g
Fassungsvermögen Liter 4 5
Material Gärbehälter Glas Metall
Alkoholgehalt 4,5 % 5,2 - 5,5 %
Zapfhahn -
Farbe Naturtrüber Apfelsaft Hellgold/ hellgelb
Zutaten Apfelsaft, Hefe, Zucker Fruchtsaftkonzentrat, Hefe, Aroma
Zusätzlich benötigst du 1 großer Kochtopf, Behälter mit 2 Liter Fasssungsvermögen, 1 Trichter, Leitungswasser Messbecher
Zutaten reichen aus für 4 Liter 5 Liter
Zubereitungsdauer 2 Stunden 45 min
Zusatzgarantie - -
Verpackung Ansprechend Schlicht, ansprechend
Anleitungsqualität Sehr gut Sehr Gut
Anleitungssprache DE DE, EN, FR, ES, IT, NL, SV, DA, FI
Testsiegel: Braubox Braubox Apfelcider, Testnote 1.5
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Testsiegel: Braufässchen Cider Brau-Set, Testnote 2.65
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Getestete Produkte

Platz 1: Braubox Braubox Apfelcider

Testsiegel: Braubox Braubox Apfelcider, Testnote gut

Die im Lieferumfang enthaltenen Materialien der Braubox - Apfelcider von Besserbrauer wurden qualitativ hochwertig verarbeitet. Die wesentlichen Prozesse der Cider-Herstellung, wie die Pasteurisierung und die Nachreifung, werden in der Bedienungsanleitung gut erklärt und von dir selber aktiv ausgeführt.

Das Endergebnis konnte die Erwartungen erfüllen. Die Kohlensäure sorgt für ein angenehm, erfrischendes Prickeln auf der Zunge und im Gaumen. Optisch, wie geschmacklich erinnert das Getränk an eine etwas herbere naturtrübe Apfelschorle, mit einer leicht säuerlichen Weinnote im Nachgeschmack. Unsere Tester waren allesamt positiv angetan von dem Endprodukt.

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Braufässchen Cider Brau-Set - thumbnail Testsiegel: Braufässchen Cider Brau-Set, Testnote befriedigend

Platz 2: Braufässchen Cider Brau-Set

Das Cider Brau-Set von Braufässchen eignet sich als lustiges Geschenk, für alle, die schon immer ihren eigenen Cider herstellen wollten. Die einzelnen Schritte werden in der Anleitung gut erklärt und sind einfach zu befolgen.

Mit einem geringen Zeitaufwand in der Anwendung und einer Woche warten, dauert es nicht lange, bis der selbsthergestellte Cider bereit zur Verkostung ist. Bei der ersten Geschmacksprobe merkt man schnell, da fehlt etwas. Das Getränk ist komplett ohne Kohlensäure und ähnelt dementsprechend mehr einem Apfelwein als einem Cider.

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Braubox - Braubox Apfelcider

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  • Je mehr Zucker du hinzufügst, desto süßer und desto höher ist der Kohlensäuregehalt.
  • Die optimale Trinktemperatur beträgt 6 - 10 °C.
  • Den Gärbehälter nicht übermäßig schütteln oder bewegen.
  • Der Cider muss lichtgeschützt bei Zimmertemperatur reifen.
 

Testablauf
Im Vorfeld des Tests haben wir praxisnahe Anforderungen definiert und folgende Testkriterien festgelegt:

  • Zubereitung
  • Geschmack
  • Verarbeitung
  • Lieferumfang

Um diese Kriterien bewerten zu können, haben wir mehrere Tests für die Cider-Brausets definiert. Zunächst wird der Lieferumfang aller Sets kontrolliert. Bei der Pasteurisierung, dem Gären und dem Aufsüßen wird sich an die Anleitung der jeweiligen Sets gehalten und die entsprechenden Zutaten verwendet. Beurteilt wird währenddessen, wie leicht die Anweisungen zu befolgen sind. Nachdem die Cider vollständig gereift sind, werden die Ergebnisse verkostet. Dabei wird vor allem auf Geschmack geachtet und ob die selbst gebrauten Getränke geschmacklich herkömmlichem Cider ähneln.

Ein Cider-Brauset mit jeglichem Zubehör
Der Apfelcider eines getesteten Brausets wird von mehreren Testern verkostet


Um Fehler auszuschließen, und die Belastung durch den Alltagsgebrauch zu gewährleisten, findet jeder Test in mehreren Durchgängen statt.

Die Testkriterien erhalten je nach Wichtigkeit prozentuale Anteile. Die Endnote wird abschließend objektiv mittels eines Algorithmus aus den Testkriterien errechnet.

Produktauswahl
Unsere Produktauswahl erfolgt durch die Beobachtung des aktuellen Marktes. Neben beliebten Markenprodukten nehmen wir auch Geheimtipps in unsere Auswahl auf. Kriterien wie Preis und Funktionsumfang stellen einen wichtigen Faktor für uns da. Auch durch Analyse und Auswertung von Kundenrezensionen und externen Tests (z.B. Stiftung Warentest), wird das Testfeld bestimmt.

Die Geräte werden anonym eingekauft oder uns vom Hersteller geliehen. Händler und Hersteller üben keinen Einfluss auf die Tests und unsere Wertung aus.

Sobald neue relevante Produkte auf den Markt kommen, wird unser Testfeld um diese erweitert. Die neuen Produkte durchlaufen denselben Test wie die bereits geprüften Geräte.

Cider ist ein beliebtes alkoholisches Erfrischungsgetränk, das auch als Cidre oder Sidra bekannt ist. Als Grundzutat für Apfelschaumwein dient der Fruchtsaft des Apfels, der sich durch Fermentation in alkohol- und kohlensäurehaltigen Cider verwandelt. Mit einem Cider-Set kannst du Apfel-Cider leicht selbst herstellen und deinen Gästen das erfrischende Apfelgetränk servieren.

Cider wird aus dem Fass in Gläser gefüllt.
Der lang ersehnte Moment der Verkostung steht kurz bevor.

Die Geschichte des aromatischen Erfrischungsgetränks beginnt bereits vor unserer Zeitrechnung. Durch die Griechen, die den ursprünglich aus Kleinasien stammenden Apfelbaum nach Europa brachten, wurden Äpfel im Mittelmeergebiet heimisch.

Den Römern gelang es erstmals, die Apfelbäume zu veredeln. Später waren es ebenfalls die Römer, die den Briten die Kultivierung des Apfelanbaus näherbrachten. Römische Eroberer besaßen die notwendige Technologie, um Apfelsaft zu pressen und daraus Cider herzustellen. Es wird vermutet, dass der Begriff Cider aus der hebräischen Sprache stammt und sich vom Begriff Sekar oder Shekar (starker Trunk) ableitet.

Kaufleute aus Spanien und der Bretagne legten den Grundstein für die europäische Ciderkultur, indem sie das Shekar-Getränk auf ihren Reisen mitführten und den Briten den köstlichen Trunk schmackhaft machten.

Das aus Äpfeln hergestellte alkoholische Getränk schmeckt erfrischend und natürlich. Der Apfelanbau, der während der angelsächsischen Herrschaft in Vergessenheit geriet, wurde in Großbritannien nach der normannischen Eroberung wieder aufgenommen. Der Siegeszug des Ciders begann im Jahr 1066. Die Bedingungen für den Anbau von Apfelbäumen in Großbritannien ähnelten denen in Nordfrankreich.

Milde Temperaturen und häufige Niederschläge begünstigen die Apfelernte. Die Normannen brachten schließlich die neue Ciderkultur nach Großbritannien. Dort wurde der Cider rasch zu einem populären Volksgetränk.

Gemeinsames anstoßen.
Die erste Geschmacksprobe des selbstgebrauten Cider.

Aufgrund der großen Beliebtheit des köstlichen Apfelgetränks wurden neue Apfelsorten eingeführt, sodass die Apfelproduktion erhöht und weitere Keltereien eröffnet werden konnten. Bei der Herstellung von Cider leisteten vor allem die Klöster wahre Pionierarbeiten. In den königlichen Steuerurkunden wurde der schmackhafte Cider schon bald als herrschaftlicher Trunk aufgeführt.

Könige und Prominente, darunter König Johann Ohneland, gehörten zu den bekanntesten Cider-Trinkern des Mittelalters. Überlieferungen zufolge starb der Adelige an der Ruhr, die er sich durch den exorbitanten Genuss von britischem Apfelwein zugezogen hatte. In vielen Grafschaften Großbritanniens wie Buckinghamshire, Worcestershire, Devonshire und Essex wurde bereits um das Jahr 1300 mit der Produktion von Cider begonnen.

Auch in den Provinzen Gloucestershire, Herefordshire, Suffolk, Surrey, Sussex, Kent, Norfolk und Somerset wurde das traditionelle Getränk hergestellt. Der Cider wurde selbst in Yorkshire produziert. Auf den meisten Bauernhöfen war es zur damaligen Zeit üblich, Cider für den Eigenbedarf herzustellen.

Einen Teil ihres Lohns erhielten die Landarbeiter im 18. Jahrhundert sogar in Form von Cider ausgezahlt, sodass jeder Arbeiter 3 bis 4 Pints Cider (1 Pint = 0,568 Liter) pro Arbeitstag erhielt. Bei den Landarbeitern galt die Cidermenge als Statussymbol. Als Spitzenkräfte galten diejenigen, die als Tageslohn 8 oder 9 Pints Cider erhielten. Am Ende des 19. Jahrhunderts war es auch in der Kirche üblich, die Löhne der Beschäftigten in Form von Cider zu bezahlen.

Diese Bezahlung wurde allerdings im Jahr 1887 abgeschafft, sodass Getränkeliebhaber ihren Cider seitdem anders erwerben mussten.

Mit alten Bräuchen wie dem Wassailing schützten die Briten ihre Apfelbäume vor bösen Geistern. Außerdem soll die Tradition, die heute noch in manchen Gegenden im Westen Englands gepflegt wird, eine reiche Ernte bescheren. Das Ritual aus dem 17. Jahrhundert besteht aus fünf Kernelementen, die abhängig von der Region variieren können. Zunächst versammeln sich die Teilnehmer um den Apfelbaum.

Gemeinsam wird der 'Wassailing-Song' angestimmt, während gleichzeitig der Cider über die Baumwurzeln gegossen wird. Beim Wassailing-Singen wird ein Riesenlärm veranstaltet, um die bösen Geister zu vertreiben. Bei der Zeremonie wird auf das Wohl der Apfelbäume getrunken und um eine reiche Apfelernte gebeten. Traditionell findet der Wassailing-Brauch in Großbritannien immer im Januar statt, sodass aufgrund der niedrigen Temperaturen sehr viel Cider konsumiert wird.

Verkostung und Bewertung des Endprodukts.
Das Getränk wird genau unter die Lupe genommen.

Cider ist ein Getränk, das viele Namen hat. Dennoch bestehen gewisse Unterschiede zwischen Apfelwein und Apfelschaumwein. Hier erfährst du, worin der Unterschied besteht. Im Grunde handelt es sich beim französischen Cidre und dem englischen Cider um das gleiche Getränk. Beide Mixturen gehören zur Kategorie Apfelschaumwein oder Apfelsekt.

Die Äpfel werden für die Cider-Herstellung zunächst gepresst und anschließend in einer Flasche oder einem geschlossenen Tank unter Druck vergärt. Zur Kategorie der Apfelschaumweine zählt neben dem Cider auch der Apfelwein. Für den perligen, mit Kohlensäure versetzten Cider werden frisch vom Baum geerntete Äpfel als Grundzutat verwendet.

In Großbritannien wird Cider ebenso wie Bier traditionell aus dem Hahn gezapft. Die in Supermärkten erhältlichen Cider-Flaschen ähneln optisch den Bierflaschen. Der klassische Apfelwein unterscheidet sich vom Cider dadurch, dass dieser keine Kohlensäure enthält und eine dunklere Farbe aufweist als der perlige Cidre.

Bulmers, ein renommierter britischer Cider-Hersteller, verwendet zur Herstellung seiner Cider-Marken neben den klassischen Äpfeln auch Beeren oder Birnen als Geschmacksrichtung.

Der bekannte "Wiener Cidre" wird vom österreichischen Unternehmen Gegenbauer, das eigentlich Bier und Essig produziert, hergestellt. In Österreich ist der Cider inzwischen ebenso beliebt wie saurer Most oder Mostheuriger. Da Cider im Gegensatz zum Apfelwein bei der Herstellung seine Gärkohlensäure behält oder bei industrieller Produktion Kohlensäure hinzugefügt wird, sprudelt das Getränk.

Bewertung des Ciders.
Wir haben versucht den Geschmack bis ins kleinste Detail zu analysieren.

In vielen Ländern zählt der Cider zu den beliebtesten Getränken. Zur Herstellung des prickelnden Cidres wird frisch gepresster Apfelsaft verwendet, dem bestimmte Hefen zur Gärung hinzugefügt werden. Häufig wird bei pasteurisiertem Apfelsaft eine spezielle Ciderhefe zugegeben, bevor der Cider in Fässer abgefüllt wird.

Bei der Cider-Produktion kommt es entscheidend auf den Zuckergehalt an. Deshalb wird der Zucker während des gesamten Herstellungsprozesses regelmäßig gemessen. Um die natürliche Kohlensäure zu erhalten, wird die Mischung ab einem bestimmten Zuckergehalt in die Drucktanklagerung abgefüllt.

Die Cider-Herstellung nimmt circa vier bis fünf Wochen in Anspruch. In England bekommst du Cider aus dem Zapfhahn. Das Getränk wird ähnlich wie Bier gezapft. Der Cider hat einen Alkoholgehalt zwischen vier und elf Prozent. Ob das Getränk eher trocken oder süßlich schmeckt, hängt vom Restzuckergehalt während der Gärung ab.

Aus verschiedenen Apfelarten werden unterschiedliche Cider-Sorten hergestellt. Verglichen mit klassischen Cider aus Äpfeln schmeckt Birnen-Cider ein wenig süßer. In England trinkst du deinen Cider klassisch aus einem Pintglas.

Gleich kann das Abfüllen beginnen.
Wir haben uns für Bügelverschlussflaschen mit einer Größe von 0,5 Liter entschieden.


Edler Cidre aus Wien wird vom Unternehmen Gegenbauer hergestellt. Das Hauptmetier des Österreichers Erwin Gegenbauer besteht eigentlich im Brauen von Bier und Essig. Der Unternehmer entschloss sich jedoch vor einiger Zeit dazu, dass inzwischen als "Wiener Cidre" bekannte spritzige Getränk herzustellen.

Einen Wiener Cidre trinkst du am besten aus einem Weißweinglas. Damit du deinen Cider richtig genießen kannst, solltest du darauf achten, dass dieser die gleiche Trinktemperatur wie Weißwein hat. Der Wiener Cidre wird bei der Herstellung in seiner eigenen Hefe unmittelbar in Flaschen abgefüllt.

Vor der Abfüllung wird das Getränk weder gefiltert oder anderweitig behandelt. Im Vergleich mit anderen Apfelschaumweinen ist der österreichische Cidre eher feinperlig wie ein Champagner. Die Äpfel für den Wiener Cidre werden in der Region Wagram in Niederösterreich angebaut.

Da die Apfelsorten saisonal wechseln, schmeckt der daraus hergestellte Cidre jedes Mal ein wenig anders. In der Bretagne, einer nordfranzösischen Provinz am Atlantik, wird der Cidre hingegen aus der Tasse getrunken. Überall auf der Welt gibt es unterschiedliche Bezeichnungen für einen Apfelschaumwein.

Deshalb findest du das alkoholische Erfrischungsgetränk in manchen Ländern auch als Cidre oder Sidra. Das Getränk aus Äpfeln ist im Baskenland als Sydre bekannt und wird in vielen Regionen als Alternative zum Bier angesehen.

Die unterschiedlichen Bezeichnungen für den Cider sorgen auf Reisen manchmal für Verwirrung, in der Regel ist es jedoch einfach, sich die ähnlich klingenden Namen zu merken.

In Großbritannien und Irland bekommst du einen Apfel-Cider, der mit einem Alkoholgehalt von maximal 12 Prozent wesentlich stärker ist als Cidresorten in anderen Ländern. Britischer Cider beinhaltet meist weniger Kohlensäure. Das prickelnde Getränk bekommst du in den geschmacklichen Klassifizierungen als dry, medium oder fruity Cider.

Wenn das Apfelgetränk als medium dry klassifiziert ist, trinkst du einen halbtrockenen Cider. Cidre aus Frankreich wird vor allem in der Bretagne und der Normandie hergestellt. Der sogenannte Cidre Bouché wird in der Flasche gegoren. Diese spezielle Form des Cidre dient als Grundlage für den Calvados, einen Apfelbranntwein aus Frankreich.

Französischer Cidre wird während der Gärung öfter von der Hefe genommen, um eine besondere Geschmacksnote zu erhalten. Diese Unterbrechungen verleihen dem französischen Cidre eine unverwechselbare feine und schmackhafte Note.

Ein Apfel-Cidre aus Frankreich bekommt häufig mehr Zeit für die Gärung als die Apfelschaumweine anderer Regionen. Französische Cidres befinden sich oft während mehrerer Monate in einem Gärbehälter. Besonders edle Tropfen benötigen zur Reifung sogar mehrere Jahre.

In Spanien ist der Sidra ein populäres Getränk, das vor allem in Asturien und im Baskenland hergestellt und getrunken wird. Das in Spanien produzierte alkoholische Apfelgetränk ähnelt geschmacklich dem französischen Cidre. Wenn du in einer asturischen Sidreria einen Sidra bestellst, wird das Getränk meist frisch aus dem Fass gezapft.

Du kannst dem Kellner dabei zuschauen, wie er den Sidra auf traditionelle Weise ausschenkt. Dabei hält er die Flasche so hoch wie möglich, während das Glas oder der Becher weit nach unten gehalten wird, um den schmackhaften Sidra einzuschenken.

Bei einem geübten Kellner geht dabei selten etwas daneben. In einer traditionellen Sidreria ist der Fußboden mit Sägespänen bedeckt. Die Späne dienen dazu, verschütteten Apfelschaumwein aufzusaugen. In der Sprache der Basken wird der Sidra auch als Sagardo bezeichnet. Eine Gaststätte, in der Sagardo ausgeschenkt wird, nennt sich im Baskenland Sagardotegi.

Der baskische Sagardo ist ein traditionelles Getränk mit langer Tradition und erfreut sich unter Einheimischen großer Beliebtheit. In einer Sagardotegi hörst du oft den Ausruf "TXOTX!". Dann kannst du dich zusammen mit den anderen trinkwilligen Gästen an die Theke begeben, wo die Gläser direkt am Fass mit dem goldenen Sagardo gefüllt werden.

Traditionell bedient der Gast, der zuerst das Fass erreicht, die anderen Gäste oder der Wirt schenkt allen Gästen ein. Das deutsche Pendant zum französischen Cidre oder englischen Apfel-Cider ist der aus Hessen stammende Apfelwein. Das Getränk wird in der hessischen Mundart auch als Ebbelwoi oder Äbbelwoi bezeichnet.

Der Äbbelwoi unterscheidet sich vom Cider dadurch, dass die während der Fermentation gebildete Kohlensäure entweicht. Das herb und sauer schmeckende Getränk wird aus säurehaltigen, für den Verzehr eher ungeeigneten Äpfeln vergoren.

Mit nur 5 bis 7 Prozent weist der Apfelwein im Gegensatz zu anderen Weinen einen relativ niedrigen Alkoholgehalt auf. Der hessische Apfelwein ist im Saarland und in Rheinland-Pfalz unter dem Namen Viez bekannt. Zur Herstellung des erfrischenden Getränks werden die sogenannten Viezäpfel oder Holzäpfel verwendet.

Die kleinen, aromatischen und sauren Äpfel eignen sich zwar nicht so gut zum Verzehr, ergeben aber viel Most. Bereits vor der Vergärung wird der Viez deshalb als Most bezeichnet. Im Süden Deutschlands, in Österreich und der Schweiz ist der Name Most für fertigen Apfelwein üblich. Hier wird der unvergorene Saft als Süßmost bezeichnet.

Zur Mostherstellung werden in diesen Regionen nicht nur Äpfel, sondern auch Birnen verwendet. Unterwegs auf Reisen kannst du feststellen, dass in jedem Land andere Trinkgefäße für den Cider genutzt werden. In einem britischen Pub wird dir dein Apfel-Cider in einem Pint-Glas serviert.

Diese Gläser haben ein Fassungsvermögen von mehr als einem halben Liter. Das Pint-Glas wird in Großbritannien bis knapp unter den Rand mit Cider gefüllt. In Frankreich trinkt man Cidre traditionell aus einer Schale oder einer kleinen Tasse, die auf französisch als "Bol" bezeichnet wird.

Das Aroma soll sich in den kleinen Keramik-Gefäßen am besten entfalten. Französische Cidre-Trinker sind davon überzeugt, dass die Bolées für einen vollmundigeren Cidre-Geschmack sorgen.

Geruchsprobe
Eine kleine Geruchsprobe darf nicht ausbleiben.

Weltweit werden unterschiedliche Cider-Sorten hergestellt. Als Grundzutat für den klassischen Cider dienen Äpfel oder Apfelsaft. Durch die Fermentation verwandelt sich der Saft aus Äpfeln in ein prickelndes erfrischendes Getränk.

Neben Äpfeln eignen sich auch Birnen ideal zum Fermentieren, sodass auch Birnen-Cider zu den am meisten verbreiteten Cider-Sorten gehört. Wenn du deinen Cider selbst herstellen möchtest, verwendest du ein Cider-Set. Damit kannst du auch andere Früchte fermentieren und Getränke mit außergewöhnlichen Geschmacksnoten erzeugen.

Besonders fruchtig schmecken Cider aus Beerenfrüchten, die mit Äpfeln gemischt werden. Beeren-Cider zeichnen sich durch ihren süßlichen Geschmack und ihre rötliche Farbe aus. Es gibt auch Cider mit Brombeeren, Erdbeeren oder Waldfrüchten. Viele Hersteller bieten inzwischen auch Cider Sorten aus Holunderblüten zusätzlich zu den klassischen Apfel-Cider-Sorten an.

Abfüllen des Ciders in Bügelverschlussflaschen.
Wir haben uns für den klassischen Apfel-Cider entschieden.

Die Herstellung des Ciders erfolgt seit Jahrhunderten nach einem bewährten und nahezu unveränderten Verfahren. Obwohl in manchen Gegenden regionale Besonderheiten bei der Cider-Produktion beachtet werden, ist das Herstellungsprinzip immer gleich.

Mit einem Cider-Set kannst du das beliebte alkoholische Apfelgetränk auch zu Hause selbst herstellen. Als Grundzutat benötigst du Äpfel. Für die meisten Cider-Hersteller beginnt die Cider-Produktion im Herbst nach der Apfelernte.

Die Auswahl an aromatischen, geschmackvollen Äpfeln ist dann am größten. Tafeläpfel aus dem Supermarkt sind nur bedingt zur Cider-Herstellung geeignet. Ideal sind Apfelsorten mit einem hohen Tannin-Gehalt, denn die pflanzlichen Gerbstoffe sorgen für die natürliche Bitterkeit.

Säurearme, faserige Früchte garantieren, dass der daraus hergestellte Cider ein wohlschmeckendes Getränk wird. Für die Produktion werden ausschließlich Äpfel mit diesen Eigenschaften ausgewählt. Darüber hinaus kommt es auch auf die richtige Zusammenstellung der Grundzutat an.

Die richtige Balance aus süßen, sauren und bitteren Äpfeln sorgt dafür, dass nicht nur eine einzige Geschmacksnote hervortritt. Unterschiedliche Arten von Äpfeln zeichnen sich durch bestimmte Geschmacksmerkmale aus.

Süße Äpfel haben einen geringen Säure- und Tanningehalt, während bitter schmeckende Äpfel wenig Säure, aber einen hohen Tanningehalt aufweisen und saure Äpfel durch einen hohen Säuregehalt und wenig Tannin gekennzeichnet werden.

Die fertigen Endprodukte im Vergleich.
Die fertigen Endprodukte im Vergleich.

Welche Apfelsorten zur Cider-Herstellung verwendet werden, hängt vom Winzer ab und ist regional unterschiedlich. Hessischer Äbbelwoi wird traditionell aus Äpfeln von Streuobstwiesen hergestellt, beim saarländischen Viez kommen Holzäpfel zur Verwendung und der südafrikanische Cider-Produzent Savanna verwendet Äpfel der Sorte Granny Smith für die Herstellung von Cider.

Nachdem geeignete süße, bittere und saure Äpfel ausgewählt wurden, beginnt die Cider-Herstellung. Zunächst werden die Äpfel gewaschen und anschließend gepresst. Der beim Pressvorgang gewonnene natürliche Apfelsaft wird in Gärbehälter - spezielle Glasballons oder Fässer - abgefüllt.

Nun beginnt die Phase der Fermentation. Bei der industriellen Cider-Herstellung werden große Keltermaschinen eingesetzt, um die Äpfel zu verarbeiten. Dabei werden die Äpfel gestampft, bis eine Masse entsteht, die ebenso wie bei der Bier-Herstellung als Maische bezeichnet wird.

Obwohl Äpfel natürliche, fruchteigene Hefen besitzen, werden den Früchten während der industriellen Cider-Produktion zusätzlich weitere obergärige Hefen hinzugefügt, um den Gärprozess des Apfelsaftes zu optimieren.

Die Gärung beginnt bei relativ niedrigen Temperaturen (circa 15 °C). Der im Apfelsaft enthaltene Zucker wird durch die zugesetzten Hefen in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Ein Großteil der Hefen sowie die Reststoffe der Früchte sinken nach einiger Zeit zu Boden.

Noch vor der Umwandlung aller Zuckermoleküle muss der vorgegorene Apfelsaft in andere Gärbehälter umgefüllt werden. Ein Großteil der zugesetzten Hefen verbleibt dabei im alten Gefäß. Damit die verbliebenen Hefen den restlichen Zucker im Apfelsaft vergären können, werden die Behälter luftdicht verschlossen.

Dadurch bildet sich Kohlensäure und der Apfel-Cider bleibt länger haltbar. Wenn ein Apfelwein ohne Kohlensäure hergestellt wird, lässt man das Gas über Gärröhrchen entweichen. Durch die Beimischung von Zucker wird ein höherer Alkoholgehalt erzielt.

Nach der Umwandlung eines Großteils des Zuckers schmeckt der Cider meist herb und säuerlich. Um ein aromatisches Getränk mit mehr Süße zu bekommen, wird dem Apfel-Cider nicht vergärbarer Zucker beigemischt.

In der industriellen Produktion wird der Cider häufig zusätzlich mit Kohlensäure versetzt, damit die typische Spritzigkeit des Getränks gewährleistet ist. Nach diesem Vorgang ist der Cider für die Abfüllung bereit.

Abfüllen des Ciders in Bügelverschlussflaschen.
Wir haben uns für den klassischen Apfel-Cider entschieden.

Die sogenannte Flaschengärung ist ein spezielles Verfahren zur Herstellung von Cider. Ein Teil der Fermentation findet dabei schon in der Flasche statt. Nachdem der erste Schritt der Gärung beendet ist, wird der Apfel-Cider in Flaschen abgefüllt.

Der restliche Zucker vergärt anschließend in der Flasche. Da bei diesem Produktionsschritt nicht mehr so viel Druck entsteht, können die Flaschen luftdicht verschlossen werden. Die verbliebenen Hefen werden einige Wochen später durch Abrütteln in den Flaschenhals gedrückt, wobei der Hefepfropfen entfernt wird.

Der fertige Cider wird anschließend nach Belieben mehrere Wochen, Monate oder in speziellen Fällen sogar für mehrere Jahre gelagert. Cider-Sorten, die durch Flaschengärung hergestellt werden, wie der aus Spanien stammende Sidra método tradicional und der französische Apfel-Cidre Bouché sind für ihre besonders hohe Qualität bekannt.

Wie testen wir bei askgeorge.com?

Live und authentisch: Wir holen uns die Geräte in unser Hamburger Testlabor. Hier nehmen wir alles genau unter die Lupe.

Jedem Test geht eine umfangreiche Recherche voraus:

  • Welche Anbieter sind am Markt?
  • Welche aktuellen Produkte gibt es?
  • Was sind die Vergleichskriterien?
  • Welche Tests werden wir durchführen?
  • Wie ist der Testablauf?

Wenn Alles feststeht, holen wir die Geräte zu uns. Für jedes Produkt wird der Testverlauf, die Messwerte und Produkteigenschaften ausführlich dokumentiert. Dabei erstellen wir Fotos und Videos. Wir werten die Ergebnisse für Dich aus, fassen alles in einem Testbericht zusammen und errechnen die Testnote.

Viel Spaß beim Stöbern! 

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02.09.2019
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Unser Testsieger ist die Braubox Apfelcider von Besserbrauer: Das Set ermöglichst eine einfache Zubereitung und sorgt für ein gutes Brauergebnis. Unser Favorit mit der Testnote 1,5!

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Wer hat noch nicht davon geträumt, sein eigenes fruchtig, spritziges Sommergetränk selbst herzustellen? Der Traum lässt sich mittlerweile ganz unkompliziert in deiner Küche umsetzen. Mit den Cider-Brausets wird das Ciderbrauen zum Kinderspiel. Wir haben unser Büro für euch in eine kleine Brauerei verwandelt und getestet, ob es wirklich so einfach ist seinen eigenen Cider herzustellen.

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