Campingkocher Test - 03/2019

Unser Testsieger ist der Relags Primus Kocher 'Gravity': Das kompakte Gerät ist hochwertig in der Verarbeitung, leistungsstark und sorgt für ein optimales Ergebnis. Unser Favorit mit der Testnote 1,1!

Wir haben 5 verschiedene Campingkocher getestet und dabei besonders auf die Leistung und die Handhabung geachtet.

Wanderurlaub, Festival oder plötzlicher Stromausfall? Ein Campingkocher lässt sich in vielen Lebenslagen einsetzen und ist somit eine Bereicherung für sämtliche Outdoor Aktivitäten. Besonders beim Zelten sollte er neben Schlafsack und Isomatte nicht fehlen.

zuletzt aktualisiert: 12.09.2019, 10:21
Testsieger Preis-Leistungssieger
Unser Testsieger: Relags Primus Kocher 'Gravity' Kochmann Gaskocher Esbit Trockenbrennstoff Kochset, Aluminium Campingaz Camp'Bistro DXL Campingaz Camping 206 S Kocher

Relags
Primus Kocher 'Gravity'

Kochmann
Gaskocher

Esbit
Trockenbrennstoff Kochset, Aluminium

Campingaz
Camp'Bistro DXL

Campingaz
Camping 206 S Kocher

Vorteile
  • Leistungsstark
  • Windschutz enthalten
  • Hochqualitativ
  • Kompakt
  • Große Auflagefläche
  • Einfache Handhabung
  • Kompakt
  • Sehr leicht
  • Einfache Handhabung
  • Einfache Handhabung
  • Stopgaz System
  • Große Topfauflage
  • Kompakt
  • Einfache Handhabung
  • Unteres Gehäuse erhitzt sich nicht
Nachteile
  • Windschutz etwas instabil
  • Groß
  • Kein Windschutz
  • Geringe Füllmenge
  • Tablettenfach muss nach jedem Gebrauch gereinigt werden
  • Trockenbrennstoff muss immer ausbrennen
  • Kann Wind nicht standhalten
  • Zündung funktioniert nicht immer
  • Groß
  • Kein Windschutz
  • Mangelnde Qualität (Plastik)
  • Drehregler wird bei längerem Gebrauch heiß
Zusammenfassung

Hochwertig und leistungsstark. Kompakt und trotzdem für mehrere Personen geeignet!

Gut geeignet für mehrere Personen und leicht in seiner Handhabung in windstiller Umgebung.

Ein kompakter und leichter Begleiter, um eine Mahlzeit oder ein Getränk zu erwärmen.

Großer Campingkocher, welcher einfach zu handhaben ist, jedoch in seiner Funktion stark nachlässt.

Kompakter, einfach zu handhabender Campingkocher, jedoch nicht sehr hochwertig verarbeitet.

Kompaktheit
Brennstoff Gas Gas Trockenbrennstoff Gas Gas
Handhabung
Durchmesser Aufsatz 15 cm 27,5 cm 9 cm 28 cm 12,5 cm
Sicherheit
Leistung
Material Edelstahl Brennerkopf aus Aluminium Hart andosiertes Aluminium Edelstahl Kunststoff, Edelstahl
Lieferumfang Kocheraufsatz, Windschutz, Bodenschutz, Tasche, Bedienungsanleitung Gaskocher, 4 Gaskartuschen, Tragekoffer, Bedienungsanleitung Kocher, Topf, Netztasche, Bedienungsanleitung Campingkocher, Tragekoffer, Bedienungsanleitung Campingkocher, 1 Gaskartusche, Bedienungsanleitung
Verpackung Gut Gut, in Tragekoffer geliefert Gut Gut, in Tragekoffer geliefert Gut
Qualitätseindruck Sehr gut Gut Sehr gut Gut Befriedigend
Amazon Bewertung
☆☆☆☆☆
★★★★★
6 Bewertungen
☆☆☆☆☆
★★★★★
21 Bewertungen
☆☆☆☆☆
★★★★★
398 Bewertungen
☆☆☆☆☆
★★★★★
60 Bewertungen
☆☆☆☆☆
★★★★★
183 Bewertungen
Anleitungsqualität Gut Gut Gut Gut Gut
Anleitungssprache EN, FR, DE, SE, FI, NO, NL, IT, ES, PT, DK DE DE, EN, FR, PL FR, GB, DE, NL, SE, NO, DK, FI FR, GB, DE, IT, ES, PT, NL, CZ, PL, HU
Breite 17 cm 34 cm 10,5 cm 37 cm 13,5 cm
Höhe 5 cm 8 cm 10,5 cm 13 cm 19 cm
Tiefe 15 cm 28 cm 10,5 cm 25,5 cm 13,5 cm
Gewicht 0,285 kg 1,407 kg 0,225 kg 1,89 kg 0,296 kg
Leistung 3000 W 2200 W / 2200 W 1230 W
Tasche Nein
Windschutz Nein Nein Nein
Kartuschenart Ventilkartusche Ventilkartusche / Ventilkartusche Stechkartusche
Brennstellen 1 1 1 1 1
Flamme regelbar Nein
Verbrauch (mit Wind) 15 g 53 g 1 Trockenbrennstoff Tablette (15 Minuten) 21 g 21 g
Verbrauch (ohne Wind) 15 g 16 g 1 Trockenbrennstoff Tablette (20 Minuten) 16 g 10 g
Testsiegel: Relags Primus Kocher 'Gravity' , Testnote 1.15
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Testsiegel: Kochmann Gaskocher, Testnote 1.85
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Testsiegel: Esbit Trockenbrennstoff Kochset, Aluminium, Testnote 2.15
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Testsiegel: Campingaz Camp'Bistro DXL, Testnote 2.5
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Testsiegel: Campingaz Camping 206 S Kocher, Testnote 2.55
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Relags

Primus Kocher 'Gravity'

Testsiegel: Relags Primus Kocher 'Gravity' , Testnote sehr gut

Der Relags Primus Kocher ist hochqualitativ verarbeitet und leistungsstark. Er lässt sich sehr kompakt zusammenklappen und ist trotzdem groß genug, um für mehrere Personen zu kochen.

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Relags - Primus Kocher 'Gravity'

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  • Die meisten Campingkocher kommen gegen starke Luftstöße nicht an. Deshalb empfiehlt es sich einen zusätzlichen Schutz zu kaufen oder für die Platzierung einen windstillen Ort auszuwählen.
  • Nimm am besten zwei Töpfe mit, sodass du einen für die Zubereitung und einen weiteren für die Erwärmung nutzen kannst.
  • Kartuschen sollten nicht kopfüber gestellt werden, da eine größere Menge an Gas zum Brenner gelangt, was zu Stichflammen führen kann.
  • Diese Kocher sollten ausschließlich im Freien verwendet werden. Unabhängig von Wetterbedingungen ist von der Verwendung im Zelt abzuraten, da eine Lebensgefährdung besteht.
 

Testablauf

Im Vorfeld des Tests haben wir praxisnahe Anforderungen definiert und folgende Testkriterien festgelegt:

  • Handhabung
  • Leistung
  • Sicherheit
  • Kompaktheit

Um diese Kriterien bewerten zu können, haben wir mehrere Tests für die Campingkocher definiert. Zunächst werden Liefer- sowie Funktionsumfang kontrolliert. Die Geräte werden nach Herstellerangaben aufgebaut und an die passenden Gaskartuschen angeschlossen bzw. der Trockenbrennstoff vorbereitet.

In den ersten Testdurchläufen wird 500 ml Wasser mit den Geräten zum Kochen gebracht. Dabei wird die Zeit gemessen, bis das Wasser siedet und anschließend der Brennstoffverbrauch geprüft. Das Prozedere wird bei simuliertem Wind, durch einen Ventilator, wiederholt. Es wird ebenfalls die benötigte Zeit zum Kochen gestoppt und der Brennstoffverbrauch geprüft. Außerdem wird bei beiden Szenarien die Temperatur mit einer Wärmebildkamera gemessen. Sowohl während der Testdurchläufe als auch zum Abschluss wird die Sicherheit beurteilt.

Auch der Tragekomfort wird bewertet. Um Fehler auszuschließen, und die Belastung durch den Alltagsgebrauch zu gewährleisten, findet jeder Test in mehreren Durchgängen statt.

Die Testkriterien erhalten je nach Wichtigkeit prozentuale Anteile. Die Endnote wird abschließend objektiv mittels eines Algorithmus aus den Testkriterien errechnet.

Produktauswahl

Unsere Produktauswahl erfolgt durch die Beobachtung des aktuellen Marktes. Neben beliebten Markenprodukten nehmen wir auch Geheimtipps in unsere Auswahl auf. Kriterien wie Preis und Funktionsumfang stellen einen wichtigen Faktor für uns da. Auch durch Analyse und Auswertung von Kundenrezensionen und externen Tests (z.B. Stiftung Warentest), wird das Testfeld bestimmt.

Die Geräte werden anonym eingekauft oder uns vom Hersteller geliehen. Händler und Hersteller üben keinen Einfluss auf die Tests und unsere Wertung aus.

Sobald neue relevante Produkte auf den Markt kommen, wird unser Testfeld um diese erweitert. Die neuen Produkte durchlaufen denselben Test wie die bereits geprüften Geräte.

Ein Campingkocher ist ein mobiler Kocher, der dazu dient, dass man mit seiner Hilfe Essen oder Getränke erwärmen beziehungsweise zubereiten kann. Benutzt werden solche Teile beim Camping – wie der Name bereits verrät -, aber auch beim Picknick im Freien, bei längeren Wanderungen, auf Expeditionen und Trekkingtouren, sowie bei speziellen Outdoor-Events wie Musikfestivals etc.

Campingkocher gibt es in reichhaltigem Angebot, von verschiedenen Firmen und Herstellern sowie in unterschiedlicher Art. Sie sind sowohl in Sportgeschäften als auch in Outdoor-Läden, in Kaufhäusern oder aber online zu kaufen. Die gängigsten werden mit gasförmigen, flüssigen oder festen Brennstoffen betrieben.

Fest installierte Kochstellen in Wohnmobilen und Wohnwagen nennt man nicht „Campingkocher“ sondern „Herde“.

Campingkocher
Die Campingkocher aus unserem Test

Manche Quellen behaupten, der heutige Campingkocher sei ein Nachfahre des Bunsenbrenners, der von Michael Faraday erfunden und von Eberhard Bunsen weiterentwickelt wurde. Ein weiterer Vorgänger könnte aber auch die Erfindung des Apothekers Charles Hugueny gewesen sein, der sich 1848 einen Gaskocher patentieren ließ, welcher jedoch für Fabriken und Labore gedacht war.

Bekannt ist, dass bis dato Gas lediglich für die Beleuchtung zum Einsatz kam. Erst allmählich fand es auch fürs Kochen und Heizen seinen Verwendungszweck, was in Deutschland unter anderem dem Österreicher R. W. Elsner zu verdanken ist, der im Jahre 1849 den ersten Gaskocher für den Hausgebrauch kreierte.

Als direkter Vorläufer des heutigen Campingkochers jedoch gilt allgemein die Erfindung der beiden Schweden Frans W. Lindqvist und Johan V. Svenson. Sie erfanden und vertrieben - ab 1892 sogar in ihrer eigenen Firma „Primus“ - den ersten rußfreien Kerosinkocher. „Camping“ und „Outdoor“ waren aber damals noch kein Begriff, vielmehr kamen die Kocher auf den Märkten zum Einsatz, wo sich die Marktfrauen nun darüber freuen konnten, dass sie sich ihre Getränke und ihr Essen ohne Ruß erwärmen durften.

Rund 60 Jahre später wurden im gleichen Unternehmen die ersten Kocher mit Flüssiggas entwickelt. Noch im gleichen Jahr, also 1953, bestieg der bekannte Bergsteiger Edmund Hillary erstmalig den Mount Everest: Mit im Gepäck besagten Kocher mit Flüssiggas als Brennstoff. Der gegenwärtige Campingkocher war geboren, hatte sich bewährt und wird bis in die heutige Zeit stets weiterentwickelt und perfektioniert.

Heute existieren auf dem Markt unzählige Typen von Campingkocher verschiedenster Firmen, Größen und Gewichte sowie unterschiedlichster Effektivität. Und das nicht nur in Deutschland. Camping und Outdoor sind in, da darf der passende Campingkocher nicht fehlen.
Man kann Campingkocher in solche, die mit Flüssigbrennstoff, mit Festbrennstoff, mit (Flüssig)Gas oder mit Solar betrieben werden, katalogisieren. Hier eine kleine Auswahl der gängigsten Arten inklusive Handhabung sowie Vor- und Nachteile:

1. Der Gaskocher

Gaskocher sind die meist gebrauchten Campingkocher für Camping und andere Outdoor-Aktivitäten. Man unterscheidet zwischen einem Aufsatzkocher, also solchem, bei dem der Kocher direkt auf einer Gaskartusche sitzt, und dem Kocher mit externer Gaszufuhr, wo mittels eines Spezialschlauches das Gas von einer externen Gasflasche dem Kocher zugeführt wird. Je nach Modell werden beide Kocher entweder mit einem Feuerzeug beziehungsweise Streichholz oder aber mit einer modernen, praktischen Piezozündung, eine Art Selbstzünder, entfacht.
Während bei dem Aufsatzkocher in der Regel die Gaskartusche als Standfläche des Kochers dient und je nach Untergrund nicht besonders standfest ist, hat der Gaskocher mit externer Brennstoffzufuhr eine stabilere Standsicherheit.

Die Kartuschen – und natürlich auch die entsprechenden Kocher - werden in drei Verbindungsversionen angeboten:

a) mit Stechverschluss: Am Kocher befindet sich eine Art Dorn, der beim Aufsetzen des Kochers auf die Kartusche letztere aufsticht. Hier wird also ohne Ventil gearbeitet, und die Kartusche verbleibt bis zum Ende unter dem Kocher.

b) mit Schraubverschluss: Die Schraubkartusche wird mittels eines Gewindes an den Kocher angeschraubt, besitzt ein Ventil und kann nach Belieben wieder abgenommen werden, da das Gas nur bei geöffnetem Ventil herausströmt.

c) mit Bajonettverschluss: Auch hier existiert ein Ventil, was erlaubt, die Kartusche immer wieder abzunehmen. Die Bajonettkartusche wird aufgesteckt und mit einem Hebel gesichert. Diese Modelle gibt es hierzulande eher seltener.

Gaskocher werden mit Flüssiggas – meist Butan oder Propan – gespeist, das sich entweder in Gaskartuschen oder Gasflaschen befindet. Das Gas erzeugt durch seine Verbrennung Wärme, was wiederum zum Kochen und Erwärmen der Speisen und Getränke benötigt wird. Die Bedienung der Gaskocher ist einfach und sicher. Die Verwendung von Gas ist sauber, da keine Rückstände entstehen, vollkommen geräusch- und nahezu geruchlos. Zudem sind das Befüllen der Gasflaschen wie auch der Kauf der Kartuschen verhältnismäßig kostengünstig.

Ein Gaskocher ist rasch einsatzbereit, man kann die Wärme gut regulieren, und die Kocher an sich sind leicht zu reinigen sowie beinahe wartungsfrei. Bei allen positiven Eigenschaften dürfen jedoch auch die Nachteile nicht verschwiegen werden: Butangas kann bereits bei Temperaturen von -1°C, spätestens jedoch bei -5°C abwärts, nicht mehr eingesetzt werden.

Der Siedepunkt von Propangas hingegen wird dem Campingkocher keine Probleme bereiten. Ideal ist ein Gemisch aus Propan, Butan und Isobutan. Das bedeutet, dass man beispielsweise bei einer Wanderung in kälteren Klimazonen die Kartuschen in jedem Fall warm halten muss.

Auch größere Höhen wirken sich negativ auf das Entzünden der Gaskocher aus, was an der dünnen Luft begründet liegt. Ferner sollte man sich vor Reiseantritt erkundigen, welche Kartuschen es vor Ort gibt oder welche Gasflaschen nachgefüllt, vielleicht sogar auch getauscht werden können.

Sollte es Probleme geben, ist es ratsam, Kartuschen in ausreichender Zahl mitzuführen beziehungsweise entsprechend mit den Gasflaschen zu kalkulieren. Kleiner Tipp: Stechkartuschen sind die weitverbreitetsten in den gängigen europäischen Urlaubsländern. Schraubkartuschen findet man häufig in Skandinavien und Bajonettkartuschen vorzugsweise im Süden Europas sowie in einigen Regionen Frankreichs. Einen weiteren Minuspunkt macht natürlich die Entsorgung der leeren Kartuschen her: Nicht gerade umweltfreundlich.

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Transport. Gaskocher sind in der Regel so kompakt und leicht, dass sie sich gut transportieren lassen. Wer zu seinem Urlaubsort fliegen möchte, muss jedoch auf die dazugehörigen Kartuschen verzichten und diese vor Ort besorgen, denn leicht entflammbare Stoffe dürfen aus Sicherheitsgründen nicht an Bord eines Flugzeuges genommen werden.

Mehr Information über den richtigen Gebrauch beziehungsweise die richtige Lagerung und den Transport von Gaskartuschen findet sich ganz am Schluss dieses Artikels.

Zusammenfassung: Gaskocher sind leicht zu besorgen sowie relativ sicher und einfach zu handhaben. Speisen und Getränke werden vergleichsweise schnell unter recht geringem Gasverbrauch erwärmt oder gekocht. Einige wenige Nachteile gibt es bezüglich des Reiseziels.

Der Relags Primus Gaskocher
Der Relags Primus Gaskocher

2. Der Spirituskocher

Der Spirituskocher besteht aus einem kleinen Brenner, in den man Ethanol, also Brennspiritus, einfüllt, welches bei Gebrauch entzündet wird, sowie einer Art Gestell, auf das das zu erwärmende Gefäß platziert wird. Eine extrem einfache Form eines Spirituskochers ist das kleine Rechaud, das vom Fondue her bekannt ist.

Spirituskocher sind ideal, wenn man lediglich etwas erwärmen möchte, vom Versuch, kochen oder braten zu wollen, ist abzuraten, da Spiritus einen geringen Heizwert besitzt.

Ferner hat der eher einfach konzipierte Spirituskocher ein geringes Gewicht und ist schnell sowie einfach in Betrieb zu nehmen, was gerade bei Neulingen oder auf anstrengenden Touren von großem Vorteil ist. Hinzu kommt, dass Spiritus beinahe überall auf der Welt kostengünstig zu bekommen ist. Besonders in Skandinavien ist diese Form des Campingkochers sehr beliebt. Ähnlich wie der Gaskocher, verbrennt auch dieser ohne Rückstände.

Leider gibt es auch hier einige Nachteile: Die Heizleistung des Spirituskochers – vor allem die eines kleinen Rechauds – ist sehr gering. Allein das Aufkochen von Tee- oder Kaffeewasser dauert lange und nimmt beinahe die Hälfte einer Füllung in Anspruch. Auch das Regulieren der Temperatur ist beim Spirituskocher kaum möglich. Auf Extremtouren, die in große Höhen führen, sollte man auf diese Campingkocher verzichten, denn zum einen ist die eh schon geringe Leistung bei dünner Luft noch geringer, und zum anderen hat das Brennmaterial bei Temperaturen unter 10°C sowie vor allem bei Minusgraden, bei denen der Spiritus sogar vorgewärmt werden muss, Probleme, sich zu entzünden.

Zu beachten ist ferner, dass man den Spirituskocher in einer passenden Tasche oder einer anderen Art von Transportmöglichkeit verwahrt, da nicht selten Rußrückstände zu Verschmutzungen der Kleidung etc. führen könnten.

Und auch hier gilt: Wer eine Flugreise plant, muss darauf achten, dass keine Restbestände des Brennmaterials oder gar neue Behälter mit Spiritus im Gepäck sind, da die Mitnahme brennbarer Flüssigkeiten untersagt ist.

Zum Schluss noch eine Bemerkung zur Sicherheit. Wie bei allen anderen Campingkochern auch, gehört natürlich auch dieser nicht in die Hände von Kindern. Aber auch für Erwachsene sollten wissen, dass das Wiederauffüllen eines noch heißen Kochers mit Spiritus höchst gefährlich ist: Es kann zu Verpuffungen oder Stichflammen kommen. Zudem sollte der Brennstoff stets gut verschlossen sowie in ausreichendem Sicherheitsabstand gelagert werden, da Spiritus leicht entzündbar ist.

Zusammenfassung: Der Spirituskocher ist kostengünstig, umweltfreundlich, leicht sowie einfach zu handhaben. Außerdem ist der erforderliche Brennstoff nahezu weltweit zu haben. Allerdings eignet sich der Spirituskocher lediglich zum Warmhalten oder Aufwärmen von Speisen und Getränken, die Temperatur ist schwer zu regulieren, und bei Minusgraden sowie in großer Höhe ist die Inbetriebnahme problematisch bis unmöglich. Die leichte Entzündbarkeit sollte nicht unterschätzt werden.

3. Der Benzin- oder Mehrstoffkocher

Benzinkocher werden mit reinem Tankstellenbenzin, Mehrstoffkocher mit Diesel, Heizöl, Petroleum, Kerosin oder Flüssiggas betrieben. Je nach Modell gibt es auch Mehrstoffkocher, die mittels einer Gaskartusche zum Einsatz kommen.

Gerade Weltenbummler oder Menschen, die viel selbstversorgend in der Natur unterwegs sind, schwören auf Benzin- oder Mehrstoffkocher, da der Brennstoff ganz unkompliziert überall zu kaufen ist. Reisende, die sich auf einer Motorradtour befinden, haben ihren Brennstoff sogar direkt dabei. Selbst in großer Höhe aber auch bei Minustemperaturen versieht dieser Kocher zuverlässig seine Dienste. Ein weiterer großer Vorteil ist der, dass man mit dieser Art von Campingkocher nicht nur warmhalten sondern auch aufgrund des hohen Brennwertes richtig kochen kann.

Zu bedenken ist jedoch, dass die Benzinkocher vorgeheizt werden müssen, wobei sich Ruß entwickelt. Für Anfänger ist er nicht ganz so geeignet, da er in der Bedienung nicht sehr leicht und auch wegen der nicht selten verstopften Brenndüsen wartungsintensiv ist. Wer empfindlich ist, der stört sich an dem Benzingeruch sowie an dem nicht vermeidbaren Zischgeräusch während der Inbetriebnahme.

Fernreisende, die ihre Tour mit dem Flugzeug beginnen, müssen auch hier wieder wissen, dass Benzin nicht mit ins Flugzeug darf, was jedoch aufgrund der stetigen Verfügbarkeit kein Problem darstellen dürfte. Der Kocher selber darf jedoch auch nicht nach dem Brennstoff riechen und gehört in der Regel auch nicht ins Handgepäck.

Zusammenfassung: Benzin- oder Mehrstoffkocher sind eher etwas für „Profis“. Der benötigte Brennstoff ist beinahe überall erhältlich, bei Inbetriebnahme ist jedoch mit Ruß, Zischgeräusch sowie Geruch zu rechnen. Benzinkocher werden ihrem Namen gerecht: Mit ihnen kann man wirklich kochen. Zudem versieht dieser Campingkocher seinen Dienst selbst in großer Höhe sowie bei Minusgraden; er ist jedoch nicht ganz wartungsfrei.

4. Der Petroleumkocher

Der Petroleumkocher, auch Kerosinkocher genannt, arbeitet mit Petroleum, also Kerosin. Dieser Brennstoff läuft landläufig auch unter der Bezeichnung „Erdöl“. Vom Prinzip her sind Petroleum- bzw. Kerosinkocher bezüglich ihrer Handhabung sowie den Vor- und Nachteilen mit Benzinkochern, also den Mehrstoffkochern, vergleichbar. Siehe dazu Punkt 3.

5. Der Esbitkocher

Ein Esbitkocher ist ein Feststoffkocher, der mit einem würfelförmigen Trockenspiritus bestückt wird. Bei richtigen Outdoor-Fans kommt er eher selten zum Einsatz, weil die Heizleistung fürs Kochen viel zu gering ist. Zum Erwärmen von Wasser für Kaffee, Tee oder Suppe sowie zum Warmhalten von Speisen ist diese Form des Campingkochers geeignet. Auch eine Dose Erbsensuppe lässt sich erwärmen, schließlich muss der Inhalt ja nicht kochen.

Der Esbitkocher ist billig, kompakt und sehr leicht zu handhaben. Katastrophenhilfe sowie Bundeswehr verwenden diese Kocher.

Ihren Dienst tun die Esbitkocher am besten auf längeren Wanderungen, wenn man mal eben zwischendurch etwas erhitzen möchte oder nicht sicher ist, dass unterwegs eine Einkehrmöglichkeit besteht.

Vor Reiseantritt sollte man sich vergewissern, ob es am Urlaubsort Trockenspirituswürfel zu kaufen gibt oder ob man sich ausreichend bevorraten muss. Dem Transport im Flugzeug steht nichts im Wege.

Zusammenfassung: Esbitkocher sind eher eine Art „Notfall-Campingkocher“, da der Brennstoff einen extrem geringen Brennwert besitzt. Sie sind jedoch kostengünstig, kompakt, einfach und ungefährlich in der Handhabung.

Der Esbitkocher
Der Esbitkocher

6. Der Elektrokocher

Elektrokocher gibt es mit zwei oder einer Kochplatte. Sie werden – wie es der Name bereits verrät – mit Strom versorgt. Dieser Campingkocher ist leicht zu benützen. Man kann auf ihm - wie von daheim gewohnt - Speisen zubereiten, und es bedarf keinerlei Vorkenntnisse. Elektrokocher erlauben sauberes Kochen und Braten. Selbst die geliebten Spaghetti können schnell und einfach inklusive dazugehöriger Soße auf einem Elektrokocher zubereitet werden. Die Reinigung des Gerätes ist denkbar einfach.

Je mehr Kochplatten, umso sperriger und ungeeigneter ist der Elektrokocher für Rucksacktouristen.

Größter Nachteil: Der Benutzer ist stets auf einen 220-Volt-Anschluss angewiesen und muss ein entsprechendes Kabel mit sich führen. Das impliziert, dass das „echte Outdoor-Leben“ nicht wirklich in der Wildnis stattfinden kann, sondern dass man auf einen Campingplatz oder ähnliches angewiesen ist. Im Ausland müssen zudem die Anschlüsse stimmen, was selbst innerhalb Europas nicht immer der Fall ist. Bei Nässe – also bei Regen – kann der Elektrokocher nur mit einem ausreichenden Nässe- und Feuchtigkeitsschutz betrieben werden.

Übrigens: So richtig echte „Campingstimmung“ kommt mit einem Elektrokocher meist nicht wirklich auf.

Zusammenfassung: Mit dem Elektrokocher kocht und brät man wie daheim und kann sogar zwei Töpfe gleichzeitig verwenden. Die Handhabung ist leicht und sicher. Allerdings ist dieser Campingkocher – vor allem mit zwei Kochplatten – sperrig und schwer. Autarker Gebrauch ist unmöglich, da immer eine 220-Volt-Steckdose vorhanden sein muss.

7. Der Solarkocher

Noch relativ neu auf dem Outdoor-Markt ist der Solarkocher. Das Prinzip an sich jedoch wird bereits schon seit längerem - etwa in Ländern Afrikas - genutzt. Solarkocher arbeiten mit erneuerbarer Energie, also mit Sonnenlicht, und sind entsprechend umweltfreundlich. Hier wird Sonnenenergie in Wärme umgewandelt.

Je nach Modell kann man mit einem Solarkocher nicht nur Getränke und Speisen erwärmen sondern auch kochen, braten und sogar backen oder grillen. Optisch und funktional betrachtet kann man diesen Kocher als großen Parabolspiegel beschreiben, der die Sonnenstrahlen einfängt, sie bündelt und auf die in der Mitte befindliche Halterung für Topf oder Pfanne dirigiert. Der Spiegel selber ist entweder aus Aluminium, einer verspiegelten Folie oder aus metallüberzogenem Karton. Als besonders ideal gilt, dass ein Anbrennen nahezu ausgeschlossen zu sein scheint.

Leider ist die heutige Form des Solarkochers noch mit relativ vielen Nachteilen behaftet: Der Anschaffungspreis ist sehr hoch und der Kocher vergleichsweise recht sperrig. Ferner funktioniert der Solarkocher natürlich nur dort, wo ausreichend Sonne vorhanden ist. Ein gemütliches, gemeinsames abendliches Kochen, was bei Outdoorfreunden und Campingliebhabern so gerne zelebriert wird, ist aufgrund des fehlenden Sonnenlichts nicht möglich.

Zusammenfassung: Die Anschaffungskosten für einen Solarkocher sind noch recht hoch, die Verbrauchkosten hingegen extrem niedrig, da kein Brennstoff benötigt wird. Diese Form des Campingkochers ist umweltfreundlich und sorgt vor Ort sicherlich für Aufsehen. Allgemein überwiegen die Nachteile, die da heißen, dass eine Inbetriebnahme lediglich bei Sonnenschein und somit auch nur tagsüber möglich und das Kochen selbst eher zeitintensiv ist. Der Kocher muss im Freien entsprechend ausgerichtet werden. Außerdem ist er vergleichsweise groß und schwer, also nichts für Rucksacktouren.

8. Sonstige

Es gibt noch weitere bekannte und weniger bekannte Arten, sich sein Essen aufzuwärmen beziehungsweise zuzubereiten, wobei die Bezeichnung „Campingkocher“ als fragwürdig angesehen werden kann. Hier ein paar Beispiele:

a) Der Zeltofen

Zeltöfen sind ursprünglich dazu gedacht, während kalter Jahreszeiten ein Zelt oder eine Holzhütte zu erwärmen. Sie sind aus Metall, haben in der Regel „Standbeine“ oder ähnliches sowie ein Abzugsrohr. Beheizt werden sie, indem man durch eine Klappe Festbrennstoffe zuführt, was beim Camping normalerweise Holz ist. Einige Modelle verfügen neben der Funktion, das Zelt zu beheizen, noch über eine Kochplatte.

Bezüglich der Mobilität ist zu erwähnen, dass sich die Zeltöfen leicht und schnell zusammenpacken lassen, jedoch auch dann eher sperrig sind.

Erwähnenswert ist, dass das Zelt eine für den Ofen entsprechende Größe hat. Natürlich kann man den Zeltofen auch anderweitig, außerhalb eines Zeltes sowie während aller Jahreszeiten zum Einsatz bringen.

Wichtig ist, folgende Regeln einzuhalten:

  • Die Position des Ofenrohres ist zu beachten.
  • Nur unbehandeltes, trockenes Holz verwenden!
  • Mensch wie auch Ofen benötigen Sauerstoff. Also stets für gute Belüftung innerhalb eines Zeltes sorgen.
  • Ideal ist, wenn man einen Feuerlöscher oder einen Eimer Wasser nebenan stehen hat.

Zusammenfassung: Der Zeltofen ist vergleichsweise groß, die Bedienung – speziell die Anfeuerung – bedarf einiger Übung, und die Temperatur beim Kochen ist so gut wie nicht regulierbar.


b) Der Holz- oder Hobokocher

Diese Form des Campingkochers bedient sich der Funktion eines Kamins. Es handelt sich dabei um einen hohen Metallbehälter, der nach unten offen ist. Er dient gleichzeitig als Träger für den Kochtopf, den Kessel oder die Dose, sowie als Brennraum. Die Löcher im unteren Bereich saugen wie bei einem Kamin die Luft an. Die simpelste und selbst zu bauende Form ist eine Blechdose, auf die man einen Topf stellen kann. Im Handel befinden sich jedoch verschiedene, mehr oder weniger aufwändige Modelle, die sogar faltbar sind. Ideal ist, dass der Holzkocher mit Laub, Reisig oder Holz betrieben werden kann.

Zusammenfassung: Das Brennmaterial für den Hobokocher ist kostenlos, da es in der Natur gesammelt werden kann. Es verbleibt lediglich leicht entsorgbare Asche als Rückstand. Einfache Holzkocher kann man sich leicht selber bauen. Der Heizwert ist nicht besonders hoch, und die Temperatur kann nicht reguliert werden. Spontanes Kochen oder Erwärmen ist nicht drin. Der größte Nachteil jedoch ist der, dass offenes Feuer an den meisten Orten verboten ist.

c) Tischkocher

Unter einem Tischkocher versteht man einen kleinen Kocher, der auf einem Campingtisch steht und in der Regel zum Warmhalten oder Erwärmen gedacht ist. Er kann mit Petrolium oder Brennspiritus aber auch mit Teelichtern – was jedoch die Wärmezufuhr extrem niedrig hält – betrieben werden. Tischkocher, die elektrisch betrieben werden, bedürfen einer Stromquelle.

Zusammenfassung: Kleine, meist kostengünstige und leichte Variante, um gemütlich am Tisch um einen Kocher zu sitzen und sich etwas warm zu halten. Richtiges Kochen ist in den seltensten Fällen möglich.

d) Der Wasserkocher

Der Wasserkocher, auch als Tauchsieder bekannt, dient lediglich dem Aufkochen von Wasser. Eine sehr sparsame, leichte Variante, um Tee, Kaffee oder Fertigsuppen zuzubereiten. Nachteil ist, dass man Strom benötigt.

Will man an seinem Campingkocher – egal um welche Art es sich handelt – Freude haben, so sind ein paar wichtige Regeln zu beachten:

  • Niemals den Kocher unbeobachtet lassen, denn schnell kann ein Brand entstehen!
  • Stets den Kocher auf einen stabilen, möglichst nicht entflammbaren Untergrund stellen!
  • Von Kindern fern halten!
  • Außer Reichweite von leicht entzündlichem Material halten!
  • Dafür sorgen, dass Stromkabel und Gasleitung sowie Gaskartuschen unversehrt sind und bleiben!

Der Einsatz von Campingkochern ist vielfältiger Art. Beim Kauf eines solchen sollte man sich vorher überlegen, wann und wo er benutzt werden soll, um die richtige Wahl zu treffen. Hier einige Einsatzmöglichkeiten sowie die dazu passenden Campingkocher:

1. Outdoorfans & Weltenbummler

Wer sich hauptsächlich inmitten teils unberührter Natur aufhält, dort schlafen und sich selbst versorgen möchte, reist in der Regel mit leichtem Gepäck. Mit in den Rucksack gehört da natürlich auch ein Campingkocher, einer, der robust, schnell einsetzbar sowie leicht zu transportieren ist. Natürlich ist es auch wichtig, dass man vor Ort die entsprechenden Brennstoffe kaufen kann, zumal, wenn die Anreise per Flugzeug geschah und keine flüssigen Brennstoffe mitgenommen werden durften.

All diese Voraussetzungen vereint der Benzinkocher. Außerdem funktioniert er unabhängig von Klima und Höhe.

Alternativ dazu kämen der Festbrennstoffkocher oder der Spirituskocher infrage, wobei Spiritus ebenso wie Holz weltweit an vielen Orten zu erwerben ist. Beide Campingkochertypen sind zudem lange haltbar und wartungsfreundlich.

Die meisten Campingkocher kommen gegen starke Luftstöße nicht an. Deshalb empfiehlt es sich einen zusätzlichen Schutz zu kaufen oder für die Platzierung einen windstillen Ort auszuwählen.

2. Hobby-Camper

Zahlreiche Menschen wollen vom Alltag abschalten und verdingen sich in ihrer Freizeit als so genannte Hobby-Camper, indem sie mit dem eigenen Fahrzeug herumreisen, sich möglichst viel in freier Natur aufhalten und Quartier auf einem Campingplatz suchen. Eine große professionelle und teure Campingausrüstung lohnt sich da nicht für die paar Wochen Urlaub, dennoch möchte man auf viele Sachen, wie den Campingkocher, nicht verzichten. Aber welcher ist hier der richtige?

Die Beantwortung dieser Frage ist ganz einfach: Ein Gaskocher mit Kartusche, egal welcher Art, ist zu empfehlen. Man kann die Kartuschen aufgrund ihrer unendlichen Haltbarkeit leicht daheim lagern und bei Bedarf mitnehmen.

Außerdem sind sie in vielen Ländern Europas – und dorthin reist der „normale“ Hobby-Camper in der Regel - in zahlreichen Verkaufsstellen beziehen. Der Kocher selber wie auch die Kartuschen sind relativ kostengünstig, beide nehmen im Fahrzeug beziehungsweise im Gepäck wenig Platz weg, der Kocher zeigt sofort, nachdem die Kartusche aufgesetzt wurde, Einsatzbereitschaft, und man kann sich im Handumdrehen etwas aufwärmen oder auch eine Kleinigkeit kochen. Wer den Gaskocher häufiger verwendet, sollte zu einem greifen, der eine externe Gaskartusche/-flasche hat.

3. Dauercamper oder Wohnmobilfahrer

Wer meint, diese Camper benötigen keinen mobilen Campingkocher, da sie einen festen Herd in der Wohnwagen- oder Wohnmobilküche haben, der irrt. Die meisten Wohnmobilisten oder auch Dauercamper lieben es, bei schönem Wetter vor ihrem mobilen Heim, bei schlechtem unter der Markise oder im Vorzelt zu sitzen und sich etwas zu kochen oder zu braten. Viele bevorzugen dieses schon alleine deswegen, weil sie die Kochgerüche aus ihrem Schlafbereich verbannen möchten. Dazu braucht es einen Campingkocher, der ihren Ansprüchen gerecht wird.

Er sollte langlebig, schnell einsatzbereit und eventuell auch auf zwei Töpfe ausgerichtet sein. Offenes Feuer ist auf den meisten Camping- und Stellplätzen verboten. Also muss ein zweiflammiger Gaskocher – den Gasanschluss hat man ja schließlich schon am Wohnmobil oder am Wohnwagen – oder ein Elektrokocher mit zwei Platten her, denn Strom ist in der Regel auch vorhanden. Die Frage des Stauraumes bei Nichtgebrauch erübrigt sich bei dieser Form von Camping, da ausreichend vorhanden ist.

4. Wanderer und Radfahrer auf längeren Touren

Wer über mehrere Tage oder gar Wochen zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, der braucht vor allem eines: Leichtes Gepäck mit zuverlässigem, leicht zu gebrauchendem Zubehör, was sich natürlich auch auf den Campingkocher bezieht. Dabei ist es jedoch abhängig davon, ob man auf einem Campingplatz oder inmitten der Natur übernachtet und ob man sich in höheren Lagen bei kalten Temperaturen aufhält oder nicht.

Menschen, die diese Form des Urlaubs wählen, haben keine Muße, sich am Abend nach körperlicher Anstrengung noch in aufwändige Kochorgien zu stürzen. Gleiches gilt für das Frühstück am Morgen. Es soll lecker, einfach in der Herstellung und nahrhaft sein. Empfehlenswert hier sind Benzin-, Espit- oder Spiritus- sowie Festbrennstoffkocher, je nach Erwartungen ans Kochen.

Die meisten dieser Kocher sind klein, kompakt und leicht zu bedienen. Einige jedoch gereichen nicht über das Erwärmen bereits gekochter Speisen sowie das Aufkochen von Wasser hinaus. Auch die Kosten stimmen, denn sowohl Wanderer als auch Radfahrer mehrtägiger Touren gehen dieser Urlaubsform in der Regel einmalig im Jahr nach, was eine kostengünstige Variante der Utensilien gerechtfertigt. Und da die meisten dieser Touren auch innerhalb Deutschlands oder in den angrenzenden Ländern stattfinden, ist ein gesicherter Nachschub der Brennstoffe ziemlich wahrscheinlich.

5. Extrem-Outdoorer

Wer zu den Menschen gehört, die gerne Extremtouren unternehmen, also auf Expedition durch die Wüste, durchs Eis oder durch den Dschungel gehen oder Bergsteigen, Kanufahren sowie andere Outdoor-Aktivitäten unternehmen, bei denen lediglich der Rucksack als Gepäck dient und die körperliche Anstrengung viel Bewegungsfreiheit benötigt, der braucht auch unbedingt einen extrem leichten, extrem einfach zu handhabenden sowie extrem zuverlässigen Campingkocher. Dabei kommt es keineswegs auf die Zubereitung eines Mehr-Gänge-Menüs an, vielmehr ist es wichtig, Wasser für den morgendlichen Kaffee oder Tee oder eine Fertigsuppe sowie eine Büchse Erbseneintopf oder ähnliches zu erwärmen.

Ideal ist da im Prinzip ein Esbitkocher, der normalerweise nicht mal 100 g wiegt und recht zuverlässig funktioniert. Einziges Problem: Nicht überall auf der Welt gibt es die Brennstoffwürfel zu kaufen. Ein gewisser Vorrat muss also mit ins Gepäck. Jedoch haben die Würfel ebenfalls kaum Gewicht.
Auch der Hobokocher eignet sich für derartige Aktivitäten, findet man doch den kostenlosen Brennstoff beinahe überall. Empfehlenswert ist der Kauf eines zusammenklappbaren Mini-Hobokochers.

6. Festivalbesucher

Festivalbesucher sind mehrheitlich junge Leute, die gerne in Zelten oder eigenen Autos campieren. Sie haben wenig Geld, möchten sich vor Ort eine Kleinigkeit aufwärmen sowie eine warme Tasse Tee oder Kaffee zubereiten. Dabei soll es einfach und schnell gehen. Dafür eignen sich am besten Gaskocher mit der entsprechenden Kartusche.

Letztere gibt es an vielen Orten Europas, was sogar einen Festivalbesuch außerhalb unserer Grenzen möglich macht. Von Benzin- oder Spirituskochern ist wegen der Geruchs- und Geräuschbelästigung sowie eines gewissen Gefahrenpotentials – vor allem dann, wenn Alkohol mit im Spiel ist - abzuraten, da es bei derartigen Events häufig eng zugeht. Auch Campingkocher, die mit Holz gespeist werden, kommen nicht in Frage. Sie gelten als „offenes Feuer“ und sind in der Regel verboten.

7. Daheimgebliebene

Wer gerne im Garten oder auf der Terrasse kochen oder braten mag, der findet in einem Gaskocher – gerne auch mit externem Gasflaschenanschluss – oder einem Elektrokocher den idealen Partner.

8. In geschlossenen Räumen

Zeltöfen können, unter bestimmten Regeln auch zum Kochen in Zelten benutzt werden. Wie bereits zuvor erwähnt, sind dabei jedoch bestimmte Regeln, vor allem die der nötigen Sauerstoffzufuhr, zu beachten.

Es ergeben sich jedoch auch immer wieder Situationen, bei denen man auf die Idee kommt, selbst im Haus einen Campingkocher einsetzen zu wollen. Gedacht werden kann dabei an Hausneubau oder Renovierung, wenn die Küche noch nicht betriebsbereit ist, oder aber an Stromausfall.

Liest man die Gebrauchsanleitungen der Campingkocher sorgfältig durch, so wird man feststellen, dass keines der Geräte in „geschlossenen Räumen“ betrieben werden darf. Daher ist es ratsam, den Campingkocher auf der Terrasse oder auf dem Balkon zu benutzen. Das ist ungefährlich!

Wer es dennoch nicht lassen kann, sollte auf jeden Fall folgende Regeln beherzigen:

  • Als oberstes Gebot gilt: Der Raum muss ausreichend belüftet werden, denn der Betrieb eines Campingkochers in geschlossenen Räumen entzieht wertvollen Sauerstoff. Erstickungsgefahr droht!
  • Der Kocher muss auf einer geraden und feuerfesten Unterlage platziert werden.
  • Weder leicht brennbare noch leicht entzündliche Stoffe dürfen sich in direktem Umkreis befinden.
  • Der Campingkocher sollte eine Zündsicherung haben, die unvorhergesehenen Gasaustritt verhindert.
  • Feuerlöscher oder Löschdecke sollten in Griffnähe sein.

Zusammenfassung: Campingkocher eher nicht in geschlossenen Räumen nutzen.

Die Pflege des Campingkochers hängt natürlich vom jeweiligen Modell ab.

Je höher die Qualität ist, desto länger hält das Gerät, allerdings natürlich auch nur bei entsprechender Pflege.

Beim Kauf ist vor allem auf die Verarbeitung zu achten, denn gerade Campingkocher sind häufig Wind und Wetter sowie nicht immer sicherem, stoßfestem Transport ausgesetzt.

Wer den Campingkocher einmalig oder zumindest seltener benutzt, der kann durchaus auch zu einem billigeren Produkt greifen. Jedoch auch hier kann solide Verarbeitung vorhanden sein.

Egal wie, nach jedem Gebrauch – spätestens jedoch nach der Heimkehr – sollte der Campingkocher gesäubert werden. Dabei ist zudem darauf zu achten, eventuelle Roststellen zu bearbeiten. Bei einigen Modellen sind zudem Ventile und Düsen zu reinigen. Am besten liest man in der Gebrauchsanweisung nach.

Ansonsten muss natürlich auch der entsprechende Brennstoff pfleglich behandelt werden. Kartuschen beispielsweise sind im Trockenen aufzubewahren, um auch sie vor Rost zu schützen. Mehr dazu am Ende des Artikels.

Ein Lagerfeuer ist romantischer, das ist unumstritten. Damit aber erschöpft sich auch schon beinahe der Vorteil gegenüber dem Campingkocher, auch wenn man noch als – eher schwaches Argument – anführen könnte, dass Feuerholz für Lagerfeuer kostenlos und in unmittelbarer Umgebung herumliegt. Stimmt! Jedoch ist Lagerfeuer auch nur an speziellen Feuerstellen überhaupt erlaubt...

Kochen über offenem Lagerfeuer ist zudem ziemlich zeitraubend, denn schließlich muss erst einmal nach dem Sammeln des Brennmaterials ein entsprechendes Feuer entfacht werden, man muss warten, bis man auf dem heruntergebrannten Feuer oder gar erst in der Glut kochen kann oder einen Rost beziehungsweise entsprechende Holz- sowie Metallspieße dabei haben. Bis das alles passiert ist, geht schon ziemlich viel Cowboy-Idylle flöten.

Zuletzt überlege man mal, wie das ist, wenn Holz, Reisig und Blätter gar noch nass sind!?

Der Campingkocher hingegen birgt etliche Vorteile gegenüber dem Lagerfeuer in sich. Hier eine Aufzählung der wichtigsten Fakten:

  • Der Lagerplatz kann relativ frei gewählt werden. Selbst auf einem Campingplatz oder auf einem Festival kann der Campingkocher seine Anwendung finden.
  • Die Waldbrandgefahr ist wesentlich geringer.
  • Das Essen kann binnen kürzester Zeit zubereitet werden.
  • Das Brennmaterial befindet sich in der Regel mit dem Kocher zusammen im Rucksack.
  • (Leichter) Wind verhindert die Inbetriebnahme nicht.
  • Kochen mit dem Campingkocher ist gesünder. Es werden keine schädlichen Stoffe freigesetzt und es entwickelt sich auch kein giftiger Rauch.

Zusammenfassung: Das Essen mit dem Campingkocher zuzubereiten ist gesünder sowie wesentlich schneller und ungefährlicher als die Zubereitung über dem Lagerfeuer.

In erster Linie muss natürlich – je nach Art des Campingkochers – ausreichend Brennstoff mit dabei sein. Das können Esbitwürfel, Kartuschen, Gasflaschen, Petroleum, Spiritus & Co. sein. Wichtig sind auch die entsprechenden Verbindungsstücke wie Stromkabel oder Gasanschlussschlauch.
Empfehlenswert ist eine Art Windschutz, sofern der eigene Kocher diesen nicht hat. Dieser praktische Ausrüstungsgegenstand hält Wind ab, belässt aber auch die Hitze dort, wo sie hingehört. Zu kaufen gibt es ihn sogar als klappbare Variante in jedem Outdoor-Geschäft oder online.

Nimm am besten zwei Töpfe mit, sodass du einen für die Zubereitung und einen weiteren für die Erwärmung nutzen kannst.

Der beste Campingkocher nutzt jedoch nichts, wenn nicht das restliche Equipment vorhanden ist. Hier eine kurze Aufzählung dessen, was unbedingt mit an Bord sein muss:

  • Feuerzeug oder Streichhölzer, falls der Kocher keinen Selbstzünder haben sollte
  • Topf mit Deckel, idealerweise aus Aluminium
  • leichte, antihaftbeschichtete Pfanne
  • Campinggeschirr (Teller, Schälchen, Tassen)
  • Campingbesteck (kleinen und großen Löffel, Gabel sowie Messer); gibt es auch zusammenklappbar
  • Dosenöffner
  • Holzlöffel
  • Schwamm zum Reinigen

Optimal ist zudem die Mitnahme spezieller Outdoormesser, die unter anderem einen Schraubenzieher, Flaschenöffner etc. beherbergen. Selbstverständlich gehören Fertig- oder Dosengerichte ebenso dazu wie Kaffeepulver oder Teebeutel. Im Handel findet man zudem praktische Gewürzstreuer mit 5-6 verschiedenen Gewürzen.

Pessimisten nehmen – sofern sie Platz haben – noch einen Ersatz-Campingkocher mit. Eine eher unnötige Sache, denn gerade beim Camping soll es doch eher einfach und ohne Luxus zugehen…

Windschutz
Windschutz

Wer Freude an seinem Gaskocher und dementsprechend den Gaskartuschen haben möchte, wer kein Sicherheitsrisiko eingehen und vielleicht sogar einige Kartuschen sicher bevorraten möchte, der sollte folgende Regeln beherrschen:

Lagerung:

  • Gaskartuschen sollten in einem kühlen, trockenen, belüfteten Raum gelagert werden.
  • Kartuschen nicht direkter Sonneneinstrahlung aussetzen!
  • Nicht über 50°C lagern!
  • Keine anderen Brennmaterialien oder Feuerquellen in Lagernähe!

Übrigens kann man Gaskartuschen unbegrenzt lagern, sie haben kein Verfallsdatum.

Kartuschen sollten nicht kopfüber gestellt werden, da eine größere Menge an Gas zum Brenner gelangt, was zu Stichflammen führen kann.

Problemlösungen und Gebrauch:

  • Kartuschen nie gewaltsam auf den Kocher schrauben beziehungsweise stecken.
  • Bei extremen Niedrigtemperaturen die Kartusche vorwärmen – etwa, indem sie im Schlafsack verbleibt.
  • Beschädigte Gaskartuschen keinesfalls mehr verwenden.
  • Stoßen, Werfen etc. von Kartuschen vermeiden; sicherer, sanfter Transport verhindert Beschädigungen.
  • Kochaufsatz erst wechseln, wenn der bestehende kalt ist.
  • Keinen Hautkontakt mit eventuell ausströmendem Gas!
  • Nur wirklich vollkommen leere Kartuschen wegwerfen. Getestet werden kann das, indem man den Kocher so lange brennen lässt, bis die Flamme ganz von alleine ausgeht.
  • Gaskartuschen mit „Grünem Punkt“ werden wie andere Wertstoffteile entsprechend entsorgt. Die ohne „Grünen Punkt“ gehören an Sammelstellen.

Passend für Unterwegs haben wir für euch Trinkblasen getestet, die durchaus praktisch sein können. Sei es ein längerer Spaziergang, oder einfach als Ersatz der Trinkflasche. Außerdem haben wir uns verschiedene Campinggrills angesehen und ausführlich getestet.

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Wie testen wir bei askgeorge.com?

Live und authentisch: Wir holen uns die Geräte in unser Hamburger Testlabor. Hier nehmen wir alles genau unter die Lupe.

Jedem Test geht eine umfangreiche Recherche voraus:

  • Welche Anbieter sind am Markt?
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Wenn Alles feststeht, holen wir die Geräte zu uns. Für jedes Produkt wird der Testverlauf, die Messwerte und Produkteigenschaften ausführlich dokumentiert. Dabei erstellen wir Fotos und Videos. Wir werten die Ergebnisse für Dich aus, fassen alles in einem Testbericht zusammen und errechnen die Testnote.

Viel Spaß beim Stöbern! 

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Fragen

Sonja
23.08.2019
Muss ich aufpassen mit einem Campingkocher im heißen Auto? Wenn man in der Sonne steht sind es ja schnell mal 50 Grad im Wagen.
AskGeorge.com
Hallo Sonja, solange du ausreichend Sicherheitsvorkehrungen triffst, kannst du den Campingkocher ohne bedenken im Auto lassen. Du solltest auf jeden Fall darauf achten, dass die Gaskartusche nicht direkt in der Sonne liegt. Unter einem Sitz oder einem anderen schattigen Platz sollte nichts passieren. Um auf Nummer sicherzugehen, kannst du sie auch in einer Kühltasche aufbewahren.
28.03.2019
Was ist der beste Campingkocher?
AskGeorge.com

Unser Testsieger ist der Relags Primus Kocher 'Gravity': Das kompakte Gerät ist hochwertig in der Verarbeitung, leistungsstark und sorgt für ein optimales Ergebnis. Unser Favorit mit der Testnote 1,1!

Wir haben 5 verschiedene Campingkocher getestet und dabei besonders auf die Leistung und die Handhabung geachtet.

Wanderurlaub, Festival oder plötzlicher Stromausfall? Ein Campingkocher lässt sich in vielen Lebenslagen einsetzen und ist somit eine Bereicherung für sämtliche Outdoor Aktivitäten. Besonders beim Zelten sollte er neben Schlafsack und Isomatte nicht fehlen.

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