Espressokocher Test

11/2019

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6
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69
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1200
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Espressokocher

Unser Testsieger ist der Giannini Espressokocher 3006010: Das Gerät ist hochwertig in der Verarbeitung, leicht zu reinigen, und sorgt für das beste Geschmackserlebnis im Test. Unser Favorit mit der Testnote 1,3!

Wir haben 6 Espressokocher getestet und dabei besonders auf die Handhabung, Reinigung und den Geschmack geachtet.

Beginnst Du deinen Morgen gerne mit einem heißen und kräftigen Espresso, aber möchtest diesen lieber traditionell zubereiten statt mit der sperrigen Espressomaschine? Dann ist ein nicht elektrischer Espressokocher genau das Richtige für dich. In nur wenigen Minuten bereitet er den starken Kleinen auf klassische Weise zu.

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zuletzt aktualisiert: 22.11.2019, 15:39
Testsieger Preis-Leistungssieger
Unser Testsieger: Giannini Espressokocher 3006010 WMF Kult Espressokocher Testbericht Bialetti Venus 6 Tassen Testbericht Relags Espresso Maker Edelstahl Testbericht Groenenberg Espressokocher Testbericht Cilio Aida Espressokocher Testbericht

Giannini
Espressokocher 3006010

WMF
Kult Espressokocher

Bialetti
Venus 6 Tassen

Relags
Espresso Maker Edelstahl

Groenenberg
Espressokocher

Cilio
Aida Espressokocher

Vorteile
  • Toller Schließmechanismus
  • Einfache Handhabung
  • Kaffee nicht verbrannt
  • Design
  • Einfache Handhabung
  • Samtiger Kaffee
  • Einfache Handhabung
  • Kaffee nicht verbrannt
  • Viel Kaffee ist schnell gekocht
  • Kaffee ist nicht rauchig
  • Schlichtes Design
  • Samtiger Kaffee
Nachteile
  • Kaffee säuerlich und unaromatisch
  • Leicht rauchiger Kaffee
  • Dünner Kaffee
  • Nicht robust
  • Kaffee ist dünnflüssig
  • Kaffee ist säuerlich und bitter
  • Leichte Verbrennungsgefahr
  • Der heiße Deckel kann auf deine Hand fallen
  • Kaffee schmeckt verbrannt
  • Kaffee schmeckt rauchig
  • Verbrennungsgefahr
Zusammenfassung

Espressokocher mit tollem Schließmechanismus, der sauren aber nicht rauchigen Kaffee produziert.

Extravagantes Design und einfache Handhabung.

Die Handbung ist tückenlos und der Kaffee nicht verbrannt. Er könnte jedoch etwas dickflüssiger sein.

Kann schnell große Mengen an Kaffee kochen, der jedoch säuerlich und etwas schwach schmeckt.

Kocher mit schlichtem Design, dessen Kaffee leider verbrannt schmeckt.

Leider kann man sich an diesem Kocher sehr leicht die Hand verbrennen.

Handhabung
Verarbeitung
Reinigung
Ergebnis
Lieferumfang Espressokocher, Ersatzdichtungsring, Bedienungsanleitung, Sicherheitshinweise Espressokocher, Ersatzdichtungsring, Reduzierungssieb, Bedienungsanleitung, Sicherheitshinweise Espressokocher, Bedienungsanleitung, Sicherheitshinweise Espressokanne Espressokocher, Ersatzdichtungsring, Bedienungsanleitung Espressokocher, Bedienungsanleitung, Sicherheitshinweise
Qualitätseindruck Sehr gut Gut Gut Befriedigend Gut Gut
Material Edelstahl Edelstahl Edelstahl Edelstahl Edelstahl Edelstahl
Breite 10 cm 12 cm 10,5 cm 20 cm 10 cm 10,5 cm
Höhe 18,5 cm 16 cm 20 cm 22 cm 19 cm 20,5 cm
Tiefe 16 cm 18,5 cm 13 cm 12,5 cm 14 cm 15 cm
Gewicht 971 970 g 670 g 833 g 653 g 837 g
Fassungsvermögen 6 Tassen 6 Tassen 6 Tassen 9 Tassen 6 Tassen 6 Tassen
Fassungsvermögen Liter 0,3 0,3 0,3 0,45 0,3 0,3
Geeignet für Induktion Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Zusatzgarantie - - - - - 5 Jahre
Verpackung Pappe, bebildert Pappe, bebildert Pappe, bebildert Schlicht, Pappe Pappe, schlicht Pappe, bebildert
Anleitungsqualität Gut Gut Gut - Sehr gut Sehr gut
Anleitungssprache IT, EN, ES, DE, ZH, RU DE, NL, FR, ES, IT, EN IT, EN, FR, DE, ES, PT, NO, SE, RU, NL, FI, RO, DK, SL, PL, JA, KO, TV, ZH - DE, EN DE, GB, F, I, ES, NL
Amazon Bewertung
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★★★★★
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55 Bewertungen
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126 Bewertungen
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150 Bewertungen
Testsiegel: Giannini Espressokocher 3006010, Testnote 1.3
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Testsiegel: WMF Kult Espressokocher, Testnote 1.9
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Testsiegel: Bialetti Venus 6 Tassen, Testnote 2.15
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Testsiegel: Relags Espresso Maker Edelstahl, Testnote 2.55
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Testsiegel: Groenenberg Espressokocher, Testnote 2.75
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Testsiegel: Cilio Aida Espressokocher, Testnote 3
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Getestete Produkte

Platz 1: Giannini Espressokocher 3006010

Testsiegel: Giannini Espressokocher 3006010, Testnote sehr gut

Der Espressokocher 3006010 ist sehr robust und gut verarbeitet. Dank seines praktischen Schließmechanismus ist er der Kocher mit der einfachsten Handhabung. Der hiermit hergestellte Kaffee schmeckt ein wenig sauer, aber dafür kaum verbrannt.

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WMF Kult Espressokocher - thumbnail Testsiegel: WMF Kult Espressokocher, Testnote gut

Platz 2: WMF Kult Espressokocher

Der Kult Espressokocher hat ein sehr schickes Design. Der Umgang mit ihm ist problemlos und sein Kaffee schmeckt auch gut.

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Bialetti Venus 6 Tassen - thumbnail Testsiegel: Bialetti Venus 6 Tassen, Testnote gut

Platz 3: Bialetti Venus 6 Tassen

Die Handhabung des Bialetti Venus 6 Tassen ist unkompliziert. Der hiermit hergestellte Kaffee ist zwar etwas dünn, schmeckt dafür jedoch auch nicht verbrannt oder bitter.

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Relags Espresso Maker Edelstahl - thumbnail Testsiegel: Relags Espresso Maker Edelstahl, Testnote befriedigend

Platz 4: Relags Espresso Maker Edelstahl

Der Espresso Maker Edelstahl ist ein großer Espressokocher, mit dem man in kurzer Zeit größere Mengen Kaffee kochen kann. Leider ist er nicht sonderlich gut verarbeitet, sodass man aufpassen muss, dass man sich bei der Benutzung nicht verbrennt. Der mit ihm gekochte Kaffee war etwas dünnflüssig.

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Groenenberg Espressokocher - thumbnail Testsiegel: Groenenberg Espressokocher, Testnote befriedigend

Platz 5: Groenenberg Espressokocher

Der Espressokocher von Groenenberg verbrüht den Kaffee, sodass er rauchig und bitter schmeckt. Die Handhabung ist in Ordnung. Du solltest aber aufpassen, dass dir der heiße Deckel nicht auf die Hand fällt.

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Cilio Aida Espressokocher - thumbnail Testsiegel: Cilio Aida Espressokocher, Testnote befriedigend

Platz 6: Cilio Aida Espressokocher

Der Aida Espressokocher macht einen guten Kaffee. Jedoch ist die Verbrennungsgefahr bei der Benutzung sehr hoch.

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Giannini - Espressokocher 3006010

Testsieger: jetzt Testbericht lesen
  • Gieße heisses Wasser in den Wassertank, dann schmeckt der Kaffee besser.
  • Pass, gerade beim Öffnen des Deckels, darauf auf, dass du dich nicht verbrennst!
 

Testablauf

Im Vorfeld des Tests haben wir praxisnahe Anforderungen definiert und folgende Testkriterien festgelegt:

  • Handhabung
  • Verarbeitung
  • Ergebnis
  • Reinigung

Um diese Kriterien bewerten zu können, haben wir mehrere Tests für die Espressokocher definiert. Zunächst werden der Liefer- und Funktionsumfang aller Sets kontrolliert. Bevor die ersten mit den Geräten Espresso gekocht wird, wird die Robustheit, Stabilität und Füllmenge gecheckt.

Im weiteren Verlauf wird mit jedem Kocher Espresso wie folgt zubereitet: Zunächst wird Wasser aufgekocht und der Kaffee vorbereitet (im Test wird frisch gemahlter verwendet). Beides wird in entsprechend in den Kocher gefüllt. Bei mittlerer bis starker Hitze wird der Espresso auf dem Herd wenige Minuten erwärmt. Danach ist er servierfertig.

Aufpassen, dass dir der Deckel nicht auf die Hand fällt.
Aufpassen, dass dir der Deckel nicht auf die Hand fällt.

Während der Zubereitung wird die Handhabung geprüft und ob an den Kochern Verbrennungsgefahr besteht. Die fertigen Espressi werden von mehreren Personen getestet, um die Objektivität zu wahren. Diese achten auf Geruch, Geschmack, Körper und Créma. Abschließend wird die Reinigung der Kocher beurteilt.

Testbericht im Vergleichsvideo:

Um Fehler auszuschließen, und die Belastung durch den Alltagsgebrauch zu gewährleisten, findet jeder Test in mehreren Durchgängen statt.

Die Testkriterien erhalten je nach Wichtigkeit prozentuale Anteile. Die Endnote wird abschließend objektiv mittels eines Algorithmus aus den Testkriterien errechnet.

Produktauswahl

Unsere Produktauswahl erfolgt durch die Beobachtung des aktuellen Marktes. Neben beliebten Markenprodukten nehmen wir auch Geheimtipps in unsere Auswahl auf. Kriterien wie Preis und Funktionsumfang stellen einen wichtigen Faktor für uns da. Auch durch Analyse und Auswertung von Kundenrezensionen und externen Tests (z.B. Stiftung Warentest), wird das Testfeld bestimmt.

Die Geräte werden anonym eingekauft oder uns vom Hersteller geliehen. Händler und Hersteller üben keinen Einfluss auf die Tests und unsere Wertung aus.

Sobald neue relevante Produkte auf den Markt kommen, wird unser Testfeld um diese erweitert. Die neuen Produkte durchlaufen denselben Test wie die bereits geprüften Geräte.

Der Aufbau eines Espressokochers ist denkbar einfach, denn er besteht nur aus drei (bzw. mit Dichtungsring vier) Teilen: einem Unterteil, dem Kessel, einem Siebträger mit Trichter und einem Sieb. Henkel und Deckel befinden sich am oberen Teil der Kanne. Im Unterteil der Espressokanne befindet sich ein Sicherheitsventil, das einer etwaigen Explosionsgefahr vorbeugt.

In das Unterteil kommt Wasser und in das obere Teil eingesetzte Sieb das Espressopulver. Die Kanne wird zusammengeschraubt und auf eine heiße Herdplatte gesetzt.

Die einzelnen Arbeitsschritte sind einfach und dennoch ist Sorgfalt beim Befüllen und Kochen geboten, soll das Ergebnis überzeugen. Zuerst wird die Espressokanne auseinandergeschraubt und der untere Teil, der Kessel maximal bis zum Sicherheitsventil mit Wasser befüllt.

Der Kaffee kommt langsam und dickflüssig aus dem Rohr heraus.
Der Kaffee kommt langsam und dickflüssig aus dem Rohr heraus.

Das ist wichtig, da der Wasserdampf bei Verstopfung durch das Ventil austreten kann. Anschließend wird der Siebeinsatz auf den Kessel gesetzt und mit Kaffeepulver gefüllt. Falls du nur einen kleinen Espresso kochen möchtest, kannst du ganz einfach durch das Einsetzen eines Reduktionsiebes die Kaffeemenge verringern. Die Kanne wird fest zugeschraubt, damit kein Wasser austreten kann und auf den Herd gesetzt.

Durch die Hitze verdampft das Wasser im Kessel des Espressokochers und Dampf steigt mit Druck durch den Trichter nach oben. Sobald du ein Fauchen oder Gurgeln des Kochers hörst, ist der Kaffee fertig. Es ist sinnvoll, den Espresso nicht länger auf der Herdplatte zu lassen, damit er nicht zu kochen beginnt. Verbrennt er, wird er rasch bitter.

Dichte und Art des Kaffeepulvers sowie das Ventil sind für den Druck innerhalb des Espressokochers verantwortlich. Da der Druck in einer Schraubkanne nicht sehr hoch ist, besteht die Gefahr, dass zu fein gemahlener Espresso zu hohen Druck entstehen lässt, der durch das Sicherheitsventil entweicht. Wenn es nicht entweicht, kann es passieren, dass die Kanne explodiert!

Ein abgenutzter Dichtungsring lässt dagegen Wasser an der Verschraubung zwischen Ober- und Unterteil austreten. Wichtig ist deshalb, ab und zu die Dichtung auszuwechseln sowie genau zu prüfen, ob die Espressokanne richtig zugeschraubt wurde, bevor sie auf den Herd gestellt wird. Mit einer mittleren Herdtemperatur kannst du nicht viel falsch machen.

Bei zu hoher Temperatur wird das Wasser zu schnell nach oben gedrückt. Das Espressopulver löst sich eventuell nicht optimal, mit der Folge, dass der Kaffee eventuell zu wenig Aroma entwickelt. Dasselbe gilt auch für zu eine zu grobe Mahlung. Der Stampfer findet bei dem Espressokocher keine Verwendung, sondern ist der Siebträgermaschine wegen des wesentlich höheren Drucks vorbehalten.

Der perfekte Kaffee ist selbstverständlich Geschmacksache. Nur durch das Ausprobieren des richtigen Verhältnisses von Espresso und Wasser, der Dauer auf dem Herd sowie dem optimalen Mahlgrad der Bohnen findest du heraus, wie er dir persönlich am besten schmeckt. Es gibt dennoch ein paar Tipps, um zu verhindern, dass dein Kaffee bitter und verbrannt oder flach und unaromatisch schmeckt.

Füllst du schon warmes anstatt kaltes Wasser in den Kessel ein, hat das Vorteile. Das Metall des Kochers erhitzt nicht so stark. Denn zu schnell erhitztes Wasser macht den Espresso bitterer und zerstört einen Teil des Eigenaromas. Den vollsten Kaffeegeschmack erhältst du mit frisch gemahlenen Bohnen. Als Mahlgrad, zu empfehlen ist die Mitte zwischen feinem Espresso und der Mahlung für Handaufguss im Filter.

Außerdem sollte der Mahlgrad der Siebgröße des Espressofilters entsprechen, damit nicht zu feines Kaffeemehl in den Espresso gerät. Den gemahlenen Espresso gibst du ohne Druck in das Sieb. Der Filter sollte locker gefüllt sein und die Menge des Kaffees der Menge des eingefüllten Wassers entsprechen. Sonst wird der Kaffee zu wässrig.

Ein frisch aufgebrühter Espresso
Frisch aufgebrühter Kaffee.

Ganz wichtig ist, das Espressopulver nicht festzustampfen. Wegen des zu geringen Drucks wäre der Kaffee andernfalls nicht mehr durchlässig genug. Sobald der Espresso auf dem Herd steht, dauert es nicht lange bis der Kaffee aufsteigt und der Kocher zu gurgeln beginnt. Stell den Herd ab. Die Resthitze sorgt dafür, dass im unteren Teil verbliebene Wasser nach oben zu drücken. Wenn du auch deine Tasse mit heißem Wasser anwärmst, kühlt dein Espresso nicht so schnell ab.

Besitzt du keine Kaffeemühle, ist es kein Problem, bereits gemahlenen, gut versiegelten Espresso zu benutzen. Wichtig ist nur, dass er sein Aroma behält und deshalb immer luftdicht verpackt wird. Kaufst du deinen Kaffee im Fachhandel, lass ihn dir dort frisch mahlen und die Verpackung versiegeln.

Dir schmeckt dein Espresso, aber dir fehlt die Crema, wie sie eine Espressomaschine herstellt? Es gibt seit einiger Zeit einen modernen Espressokocher, bei dem das Ventil am oberen Ende des Trichters sitzt. Damit gelingt es dir, richtige Crema zu erzeugen. Das funktioniert, weil das Ventil Wasser im Kessel zurückhält, bis mehr Druck aufgebaut ist, als das mit einem gewöhnlichen Espressokocher möglich ist.

Aus diesem Grund wird das Ventil als Cremator oder Cremaventil bezeichnet. Der Espresso wird in der Kanne mit Cremaventil auf kleiner bis maximal mittlerer Hitze gekocht, damit der Druck sich langsam aufbauen kann. Im Übrigen ändert sich nichts an der Zubereitung des in diesem Fall echten Espressos.

Nicht nur in Deutschland ist die Espressokanne zur unkomplizierten Zubereitung von Espresso sehr beliebt. Kaffeepuristen allerdings stören sich an der Bezeichnung Espressokocher für die italienische Herdkanne, die in Italien "Caffettiera" genannt wird.

Aus gutem Grund, auch wenn sich der Ausdruck Espressokocher oder -kanne seit Langem etabliert hat. Kaffeekenner argumentieren zu Recht mit dem zu geringen Druck für die Herstellung eines korrekt aufgebrühten italienischen Espressos. Echter Espresso wird mit extrem hohen Druck und nur wenig Wasser zubereitet. Professionelle Espressomaschinen brühen bei der Zubereitung den Espressokaffee mit ca. 9 bar auf. Eine Herdkanne kann dagegen nur maximal 1,5 bar Druck aufbauen. Das Resultat erkennst du sowohl am Geschmack als auch am Fehlen der für einen klassischen Espresso typischen Crema. Bei der richtigen Zubereitung bekommst du einen wohlschmeckenden konzentrierten Kaffee, nicht aber einen original Espresso.

Doch unterscheidet außer der Zubereitungsart noch etwas Espresso von herkömmlichem Kaffee? Was du als Espresso zu kaufen bekommst, sind vor allem Robusta Bohnen, die für den typisch erdigen Geschmack dieses Kaffees sorgen. Durch eine verlängerte Röstung erhalten die Bohnen die für sie charakteristische dunklere Farbe. Zudem verlieren sie an Säure und sind deshalb in der Regel magenverträglicher als "normal" gerösteter Kaffee. Das ändert auch die Zubereitung im Espressokocher nicht. Deshalb wird der "kurze Schwarze" vor allem in Südeuropa gern getrunken, wo die Herdkanne in kaum einem Haushalt fehlt.

Die Italiener machen die Unterscheidung zwischen Caffettiera und der automatischen Espresso-Maschine schon länger. Sie genießen zu Hause aus der Bialetti oder Moka-Kanne ihren Caffè, während sie in einer Bar einen Espresso, ebenfalls Caffè oder Moka genannt, trinken gehen. Aber auch die Bezeichnung Moka hat ihre Tücken. Moka ist ein Markenname, der zur Bezeichnung der Kanne benutzt wird und darf nicht mit dem Mokka (Kaffee) verwechselt werden, der in der arabischen Welt, der Türkei und Griechenland gern getrunken wird. Dessen Zubereitung ist eine völlig andere.

Zusammengefasst heißt das: Der wahre und perfekt hergestellte Espresso hat eine feinporige und goldbraune Crema, die nur unter hohem Druck aus der Maschine entstehen kann. Mit der sogenannten Espressokanne kann nur Kaffee gekocht werden in Espresso-Art, mit wenig Wasser und aus Kaffeebohnen in typischer Röstung.

Das Original aus Aluminium hat ebenso seine Anhänger, wie die inzwischen ebenso gebräuchlichen Espressokocher aus rostfreiem Edelstahl. Aluminium ist als Material umstritten, aber es ist leicht und der ideale Wärmeleiter. Edelstahl ist schwerer und wesentlich teurer, aber auch haltbarer. Immer noch werden alle möglichen Varianten des beliebten Espressokochers aus Aluminium von den verschiedensten Herstellern auf dem Markt angeboten. Unter Toxikologen wie anderen Kritikern gibt es Bedenken, dass Rückstände des Aluminiums gesundheitsschädigend sein könnten. Vor allem bei unsachgemäßer Behandlung der Kannen gibt es Bedenken, denn Aluminium zerkratzt leicht und Kratzer sowie Salz und Laugen können die Beschichtung schädigen.

Deshalb gibt es die Empfehlung, vor der ersten Inbetriebnahme mehrmals damit Kaffee zu kochen und den wieder wegzuschütten. Das hat zwei Gründe. Zum einen wegen des Metallgeschmacks, der sich durch den Vorgang verliert und zum anderen, weil sich dadurch Aluminium löst, dass sonst mitgetrunken würde. Ob Aluminium generell schädlich ist, wird dennoch nach wie vor kontrovers diskutiert. Bei Bialetti hat diese Diskussion als Auswirkung zu Umsatzrückgängen geführt.

Für die Aluminium Espressokanne spricht neben ihrem geringen Gewicht die Preisgünstigkeit. Moderne Kannen sind gut zu versiegeln und zu pflegen, solange sie sachgemäß behandelt werden, was bei dem weichen Material schwerer ist als bei dem robusten Edelstahl. Ebenso ungeklärt ist der Einfluss auf den Geschmack. Auch darin besteht Uneinigkeit und die Anhänger der Alukanne sind der Meinung, der angeblich metallische Geschmack führte von der falschen Reinigung her. Neben dem hochwertigen Material spricht für den Edelstahlkocher die Möglichkeit, ihn bei entsprechendem Doppelboden auch auf Induktionskochfelder zu benutzen. Der rostfreie Stahl bleibt im Gegensatz zu Aluminium lange ansehnlich und ist leicht zu pflegen. Edelstahlkannen sind Spülmaschinen geeignet und langlebig, da sie nicht rosten. Ein weiterer Vorteil ist ihre Standfestigkeit, da sie wesentlich schwerer, als die Aluminiumkannen sind.

Aluminium ist ein empfindliches Material, bei dessen Reinigung du einiges beachten musst. Scharfe Reinigungsmittel oder zu harte Putzschwämme können es beschädigen und dadurch erst ermöglichen, dass sich Rückstände und Keime festsetzen. Am besten reinigst du die Kanne sofort mit klarem Wasser und entkalkst sie regelmäßig.

Ein Espressokocher aus Aluminium gehört nicht in die Geschirrspülmaschine. Die Seifenlauge lässt das Material schwarz anlaufen und beeinträchtigt zusätzlich die Spülleistung bei anderen Geschirr- und Besteckteilen. Die sachgemäße Reinigung ist Handarbeit und schont das Material.

Wenn du sie sofort nach der Benutzung reinigst, verhindert eine Beschichtung auf der Alukanne das Anhaften von Rückständen. Sowohl am gründlichsten als auch am einfachsten geschieht die Säuberung, indem du die Kanne auseinanderschraubst, das Sieb leerst und alle Teile mit klarem Wasser spülst. Anschließend trocknest du sorgfältig das Äußere mit einem weichen Tuch ab. Der einzige Schwachpunkt der Espressokanne ist die Gummidichtung, die durch das ständige Ein- und Ausbauen beim Säubern schneller porös und undicht wird. Sie ist zum Glück ein billiges Verschleißteil, das sich leicht ersetzen lässt.

Den Espressokocher in gewissen Abständen zu entkalken verlängert nicht nur seine Lebensdauer, sondern hält ihn auch länger ansehnlich. Auch hier bitte auf keinen Fall einen chemischen Kalklöser, sondern besser einen Spezialentkalker für Espressokannen oder Zitronensäurelösung verwenden. Die entkalkte Kanne solltest du anschließend gut ausspülen und vor dem nächsten Espresso mindestens einmal nur Wasser darin aufkochen. Das dient dem Genuss deines nächsten Espressos, denn sowohl Rückstände wie auch Entkalker hinterlassen einen unangenehmen Geschmack und verderben den Kaffee.

Espressokocher nach dem aufbrühen.
Espressokocher nach dem aufbrühen.

Was wie Schmutz in der Kanne aussieht, ist dies jedoch nicht im eigentlichen Sinn. Dunkle Rückstände, die besonders schwer aus den Ecken zu wischen sind, sind nichts anderes als Kaffeeöle, die sich absetzen. Sie sind kein hygienisches Problem, sondern verbessern sogar den Geschmack durch intensiveres Aroma.

In das Aluminium einbrennen sollten sie dennoch nicht. Auch bei sorgsamer Reinigung sind diese Ablagerungen normale Gebrauchsspuren, die sich nur schwer völlig entfernen lassen. Natürlich bedeutet das nicht, den Espressokocher nicht mehr zu reinigen, wenn sie entstanden sind. Sollte sich die dunkle Schicht nicht mehr nur mit warmem Wasser lösen, kannst du ein paar Tropfen Essig in das Wasser zugeben und es kurz einwirken lassen. Wichtig ist, die Espressokanne anschließend gut auszuspülen und nur außen abzutrocknen, denn auch Essigreste beeinflussen den Geschmack. Eine schonende Pflege des Espressokochers lohnt sich auf jeden Fall, denn sie erhöht die Lebensdauer und erhält ein konstant gutes Espressoaroma.

Wie testen wir bei askgeorge.com?

Live und authentisch: Wir holen uns die Geräte in unser Hamburger Testlabor. Hier nehmen wir alles genau unter die Lupe.

Jedem Test geht eine umfangreiche Recherche voraus:

  • Welche Anbieter sind am Markt?
  • Welche aktuellen Produkte gibt es?
  • Was sind die Vergleichskriterien?
  • Welche Tests werden wir durchführen?
  • Wie ist der Testablauf?

Wenn Alles feststeht, holen wir die Geräte zu uns. Für jedes Produkt wird der Testverlauf, die Messwerte und Produkteigenschaften ausführlich dokumentiert. Dabei erstellen wir Fotos und Videos. Wir werten die Ergebnisse für Dich aus, fassen alles in einem Testbericht zusammen und errechnen die Testnote.

Viel Spaß beim Stöbern! 

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Wir haben 6 Espressokocher getestet und dabei besonders auf die Handhabung, Reinigung und den Geschmack geachtet.

Beginnst Du deinen Morgen gerne mit einem heißen und kräftigen Espresso, aber möchtest diesen lieber traditionell zubereiten statt mit der sperrigen Espressomaschine? Dann ist ein nicht elektrischer Espressokocher genau das Richtige für dich. In nur wenigen Minuten bereitet er den starken Kleinen auf klassische Weise zu.

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