So machen Sie Ihre Küche kindersicher

Die Küche ist eines der gefährlichsten Räume für Kinder. Sie können sich hier verbrennen, verbrühen oder giftige Substanzen verschlucken. Auch Messer, Gabeln, Gläser und scharfe oder spitze Gegenstände können ihnen schnell zum Verhängnis werden. Kinder sind von Natur aus sehr neugierig und möchten alles erkunden und entdecken. Doch dies kann sehr gefährlich werden. Daher ist es unerlässlich, die Küche kindersicher zu machen. Nachfolgend kommen die 10 besten Tipps, woran hierbei gedacht werden sollte.

So wird die Küche kindersicherer
Die Küche ist oftmals Mittelpunkt der Familie. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Küche kindersicher ist - Foto: @ Studio Romantic adobestock

1. Herd sichern

Besondere Vorsicht ist rund um den Herd geboten, da hier durch das Anfassen der Herdplatte Verbrennungen und durch umkippende Töpfe Verbrühungen drohen. Die Griffe und Stiele der Töpfe und Pfannen sollten stets nach hinten gedreht werden, damit sie für die Kleinen nicht greifbar sind. Nach Möglichkeit empfiehlt es sich, die hinteren Kochfelder zu nutzen. Induktionskochfelder sind eine gute Wahl, denn hier wird der Topf und nicht die Platte erwärmt. Wenn der Topf vom Kochfeld genommen wird, erkaltet die Stelle sofort. Sicherheit bietet außerdem ein Schutzgitter für den Herd und Backofen. Es sind auch für die Bedienelemente Abdeckungen erhältlich.

2. Backofen sichern

Viele moderne Backöfen sind, genau wie der Herd, mit einer Kindersicherung ausgestattet, sodass das unbeabsichtigte Bedienen verhindert wird. Außerdem verfügen moderne Geräte über eine isolierte Tür, die weniger heiß wird.

3. Verbrühschutz in der Armatur einbauen

Bei der Gefahr von Verbrühungen geht es in der Küche nicht nur um Kochtöpfe oder den Wasserkocher mit heißen Flüssigkeiten. Auch am Wasserhahn können sich die Kleinen verbrühen. Daher empfiehlt es sich, eine Armatur mit einem thermischen Verbrühschutz einzubauen. Der Hebel kann dadurch nur bis zum bestimmten, also ungefährlichen Temperaturbereich bewegt werden. Kinder haben eine viel dünnere Haut als Erwachsene. Bereits ab 55 Grad Celsius Wassertemperatur können sie schwerwiegende Verbrühungen erleiden.

4. Schränke und Schubladen sichern

In der Küche gibt es viele Gegenstände, die für Kinder eine Gefahr darstellen. Dazu gehören Messer und Gabeln, Putzmittel und Alkohol. Eine Schrank- und Schubladensicherung hält sie davon fern. Gute Sicherungssysteme verfügen zudem über einen Fingerklemmschutz. Auch der Mülleimer sollte gesichert werden. Schnell gelangen die Kleinen an verdorbene Lebensmittel oder Scherben.

5. Elektrogeräte ausschalten und wegräumen

Elektrische Geräte wie Wasserkocher, Toaster oder Mixer sind sehr gefährlich für Kinder. Damit sie nicht zu Schaden kommen, sollten sie nach der Verwendung immer ausgeschaltet und nach Möglichkeit weggeräumt werden. Letzteres gilt vor allem für Geräte, an denen sich die Kleinen auch ohne eine Inbetriebnahme verletzen können. Bei größeren Geräten wie Mikrowelle und Kaffeemaschine sollten die Kabel nicht herunterhängen.

6. Schutz vor Ecken und Kanten

Gefährliche Ecken und Kanten, beispielsweise am Schrank, Tisch, Stuhl oder an einer Bank, sollten mit einem Schutz ausgestattet sein. Er besteht aus Gummi, sodass sich Kinder keine Verletzungen zuziehen, wenn sie sich daran stoßen. Bei vielen Ecken und Kanten können sich Kinder schwer verletzen. Schubladen und Türen können mit einer Stopperfunktion ausgestattet sein, um zu verhindern, dass sich das Kind die Finger einklemmt.

7. Steckdosen sichern

Steckdosen stellen für Kinder aufgrund möglicher Stromschläge eine sehr große Gefahr dar. Daher befinden sie sich im Idealfall nicht am Boden, sondern im Bereich der Arbeitsplatte. Doch auch hier lauert Gefahr. Steckdosen sollten daher mit Kindersicherungen ausgestattet werden: Das Angebot reicht von Drehverschlüssen, die in die Steckdosen geklebt werden bis hin zu Plastikdeckeln, die aufgesteckt werden. Auf der Arbeitsplatte kann eine versenkbare Steckdosenleiste eingebaut werden.

8. Keine Tischdecken verwenden

Auf Tischdecken, die am Tisch hinunterhängen, sollte in einem Haushalt mit Kindern verzichtet werden. Sie könnten daran ziehen und die Decke auf den Boden reißen. Doch nicht nur die Tischdecke, sondern auch alles, was sich auf dem Tisch befindet. Dies kann sehr gefährlich werden.

9. Tisch bewusst decken

Beim Decken des Tisches sollte darauf geachtet werden, dass die Töpfe mit heißem Inhalt in der Mitte des Tisches platziert werden. Auch Geschirr sollte außer Reichweite gelagert werden. Falls etwas zu Bruch geht, dürfen Scherben natürlich nicht liegen bleiben. Am besten wird nach der Verwendung von Geschirr, Besteck usw. alles direkt weggeräumt. Das Gleiche gilt für Plastiktüten. Sie rascheln und sind bunt. Doch sie lassen sich über den Kopf stülpen. Hier droht Erstickungsgefahr. Daher sollten sie nach dem Auspacken des Einkaufs nicht in der Reichweite der Kinder bleiben.

10. Wenn es sein muss, das Kind in das Laufgitter stellen

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte ein kleines Kind während des Kochens oder einer anderen Tätigkeit, in der der Nachwuchs nicht genügend beobachtet werden kann, in das Laufgitter stellen. So kann in Ruhe am Herd hantiert werden, während das Kind aus sicherer Entfernung zuschaut. Alles ist besser, als eine Verletzung oder einen Unfall zu riskieren. Nach vollendeter Arbeit kann dem Kind wieder genügend Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Fazit

Kleine Kinder sind neugierig und stets in Bewegung. Damit bringen sie sich gern einmal in Gefahren, an die wir Eltern oftmals gar nicht denken. Vor allem in der Küche gibt es vieles zu erkunden und zu entdecken. Wenn die genannten Tipps beachtet werden, stellt der Raum für das eigene Kind kaum noch eine Gefahr dar. Trotz der Sicherheitsvorkehrungen sollte es natürlich immer im Auge behalten werden.