Lebensmittelverschwendung - Nicht bei uns!

18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden laut WWF jährlich in Deutschland verschwendet - das entspricht 571 kg Lebensmitteln, die pro Sekunde verloren gehen.

Jeder von uns hat sicherlich schon solche Schlagzeilen zum Thema Lebensmittelverschwendung zu Gesicht bekommen. Insbesondere in den Industrieländern (auch Deutschland) wird häufig ein verantwortungsloses Verhalten an den Tag gelegt.

Doch was bedeutet Lebensmittelverschwendung überhaupt genau?

Es wird zwischen zwei Bereichen unterschieden: Lebensmittelverluste und Lebensmittelverschwendung. Die Welternährungsorganisation FAO erklärt Lebensmittelverluste als Anteil, der verdirbt oder verloren geht. Gemüse, das bei der Ernte vom Hänger fällt, oder Lebensmittel die beim Verpacken oder während des Transports verderben, oder verloren gehen.

Lebensmittelverschwendung wird es genannt, wenn zum Verzehr geeignete Lebensmittel weggeschmissen werden. Dazu gehören Produkte, die aufgrund ihres Mindesthaltbarkeitsdatums weggeschmissen werden und eigentlich noch genießbar sind, oder Obst und Gemüse, welches wegen seines Aussehens nicht gekauft wird und verdirbt.

Was kannst Du dagegen tun?

Kaufe möglichst regional, saisonal und unverpackt ein. So kannst Du zum Beispiel die Plastiktüten für das Obst und Gemüse im Supermarkt weg lassen und bei Bedarf durch mitgebrachte Mehrweg-Netze ersetzen. Wenn es nicht ohne Verpackung geht, solltest Du auf Mehrweg-Verpackungen achten.

Außerdem spielt die Lagerung eine große Rolle. Wenn Produkte ideal gelagert werden, kann das die Haltbarkeit immens verlängern. So kann man Kartoffeln, wenn man sie kühl und dunkel aufbewahrt, sehr lange aufbewahren, wohingegen sie im warmen sehr schnell keimen und dadurch nicht mehr genießbar sind.

Planung ist das A und O. Viele Menschen kaufen ein, ohne zu Planen wofür sie die Produkte nutzen möchten. Dadurch verderben viele Produkte im Kühlschrank, da entweder zu viel gekauft wird, oder da sie im Kühlschrank in Vergessenheit geraten. Dazu gehört ebenfalls die Planung der Mengen. Beim Kochen solltest Du ungefähr einschätzen, wer von dem Essen isst und wie viel. Reste des Mittagessens werden sehr häufig weggeschmissen, was du durch Planung definitiv verringern, oder ganz vermeiden kannst.

Resteverwertung ist das Stichwort, wenn doch etwas übrig geblieben ist. So kannst Du Reste entweder einfrieren, oder aus dem Rest Kartoffeln ein Bauernfrühstück, oder Bratkartoffeln und aus dem Rest Nudeln einen Nudelauflauf, oder Bratnudeln mit Ei machen. Außerdem gibt es zum Beispiel https://www.stadtreinigung.hamburg/export/sites/default/download/PDF/Kochbuch.pdf , wo man Rezeptvorschläge in Verbindung mit Rezepten, die der Resteverwertung des Gerichts dienen. Falls du noch mehr Inspiration brauchst, gibt es passend dazu https://www.zugutfuerdietonne.de/praktische-helfer/rezepte-fuer-reste/ oder ähnliche Seiten, wo dir nach Eingabe deiner vorhandenen Reste, Rezepte vorgeschlagen werden.

Foodsharing https://foodsharing.de/ und Mundraub https://www.mundraub.org/index.php/map#z=7&lat=50.91&lng=11.56 sind neue Bewegungen, die gegen Lebensmittelverschwendung helfen können. Foodsharing ist eine Möglichkeit Essen zu verschenken, oder zu tauschen, damit es verwertet werden kann. Mundraub ist eine Möglichkeit Obstbäume, Nussbäume, Beerensträucher und vieles mehr in der Umgebung zu finden, die geerntet werden können. So kann man Geld sparen, regionales Obst und Gemüse verwenden und das Vergammeln der Früchte verhindern.

Was wir tun

Bei AskGeorge legen wir viel Wert darauf keine Lebensmittel zu verschwenden. Da wir viele Küchengeräte testen ist es nicht immer einfach das umzusetzen, aber der wohl wichtigste Tipp: Bevor ein Produkttest begonnen wird, überlegen wir uns also vorab, was wir mit den Lebensmitteln anschließend anstellen können. Für eine Pizza aus dem Pizzaofen oder mit einem Sandwich aus dem Sandwichmaker sind noch die meisten zu begeistern. Bei anderen Geräten muss jedoch besser geplant werden. So erfragen unsere Tester beispielsweise bei einem Test für Einkochtöpfe, welche Suppen gerne gegessen werden. Dabei wird eine extra Portion für die Vegetarier gemacht, damit alle etwas davon essen können und nach dem öffnen eines Glases Suppe nichts weggeworfen werden muss. Außerdem versehen wir Lebensmittel, die in den Kühlschrank kommen, mit einem Datum, damit andere Tester diese noch verwenden können. Falls doch zu viel gekauft, oder gekocht wurde, nehmen wir die Reste mit nach Hause. Zudem testen wir oft nicht alle Produkte an einem Tag, sondern verteilen das auf verschiedene Tage, damit man zum Beispiel bei den Toastern keine Unmengen toastet, welche am Ende nicht verwertet werden können.