Grillsaison im Wandel – So grillt Deutschland

31.07.2019

Sobald die Temperaturen steigen, ist es in ganz Deutschland wieder an der Zeit die Grillsaison zu starten. Egal ob auf dem Balkon, der Terrasse oder im Park – ein Sommer ohne Grill ist für die Mehrzahl der Deutschen undenkbar. 75% aller deutschen Haushalte Grillen regelmäßig in der heißen Jahreszeit. Doch es zeigt sich, dass die Grillgewohnheiten sich langsam wandeln. Sie es in Bezug auf das Grillgut oder die Häufigkeit des Grillens.

Dabei hat sich der Event-Charakter des Grillens erhalten. Feiern und Treffen mit Freunden, Familie oder Nachbarn sind die häufigsten Gründe den Grill anzuwerfen. Besonders oft zum Barbecue wird während Ereignissen wie der Fußball WM und EM geladen. Auf Spontaneität wird dabei laut einer Statistik nicht gesetzt. Grillabende sind für 73% der Haushalte eine gut geplante Angelegenheit. Der Tag mit dem besten Wetter wird sich ausgeguckt und bis zu einer Woche im Voraus wird alles eingekauft und zubereitet. Kein Wunder, denn zu den Events gehören neben Fleisch natürlich noch zahlreiche Beilagen wie Dips, Salate, Baguettes, Gemüse Meeresfrüchte und Käse - an Variation darf es nicht mangeln.

Dennoch ist Fleisch weiterhin für 96% aller Haushalte das Grillgut Nummer eins. Am besten bereits mariniert – Kräuter-, Pfeffer- und Chilimarinaden sind hoch im Kurs. Die Qualität des Fleischs spielt für viele selbst ernannte Grillexperten eine entscheidende Rolle. Das Fleisch sollte hochwertig sein und vom Händler des Vertrauens kommen.

Das zweitbeliebteste Grillgut (67%) bleiben nach wie vor die Würstchen. Allerdings erfreut sich auch Gemüse auf dem Grill zunehmender Beliebtheit. 59% der Deutschen greifen auch gern auf vegetarisches Grillgut zurück. Nur ein äußerst geringer Anteil verzichtet komplett auf Fleisch beim Grillen.

Doch für 20 Millionen Haushalte ist Grillen nicht nur ein Gemeinschaftsereignis, sondern dient im Sommer auch einfach als Ersatz zum Kochen. Die Variation ist vielen dann nicht mehr so wichtig, was unter anderem daran liegt, dass der Grill spontan mal angeworfen wird. Auch das Wetter spielt eine nebensächlichere Rolle – solange es warm genug ist, kann draußen gegrillt werden. Und sollte unerwarteter Regen einem dazwischenkommen, greift man einfach auf den kompakten Elektrogrill in der Küche zurück.

Inzwischen entwickelt sich Grillen aber längst nicht mehr zu einem reinen Sommervergnügen. 5,6 Millionen deutsche Haushalte verzichten auch im Winter nicht auf Fleisch und Würstchen. Da es dann aber zu kalt ist, um sich draußen vor den Grill zu stellen, wird auch dann gerne auf den Elektrogrill zurückgegriffen. Das kompakte Gerät kann einfach in der Küche verstaut werden und zu jeder Jahreszeit mit dem liebsten Grillgut beladen werden. Einen relevanten Unterschied zum gewohnten Grillerlebnis gibt es dabei nicht. Auch die anschließende Reinigung ist denkbar einfach.

Alternative Elektrogrill
Dank Elektrogrill kann man Grillgut bei jedem Wetter genießen - Foto: @ Miguel Gracia Saaved adobestock

Trotz der deutlichen Vorzüge des Elektrogrills und der steigenden Beliebtheit des Gasgrills, ist der Holzkohlegrill noch immer der Favorit der meisten Barbecue Fans. Gut für das Klima ist das allerdings nicht. Circa 95 Prozent, der Klima relevanten Emissionen beim Grillen werden durch das Grillgut verursacht.

Zudem handelt es sich bei Grillkohle aus Übersee oft um ein Nebenprodukt aus der Rodung großer Wälder. Für einen Laien ist es in der Regel schwer zu erkennen, ob sich unter der Grillkohle Tropenholz befindet. Besonders aus Nigeria wird viel Grillkohle nach Deutschland geliefert. Um dem entgegenzuwirken, ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass keine Grillkohle aus Tropenholz, sondern eher solche, aus heimischen Hölzern auf deinem Grill landet. Gute Grillkohle wird aus Laubhölzern hergestellt. Buchenholz eignet sich besonders gut zum Grillen, denn es hat einen hohen Heizwert und brennt zudem noch recht lang.

Alternativen zur herkömmlichen Grillkohle sind beispielsweise Briketts aus Olivenkernen oder eventuell Kokos-Briketts die aus Kokosnussschalen hergestellt werden. Die sauberste Alternative bleibt aber weiterhin der Elektro- und Gasgrill. Nähere Informationen und ausführliche Testberichte zu Elektrogrills erfährst Du hier.