Die 9 besten Tricks zum Energiesparen in der Küche

Die 9 besten Tricks zum Energiesparen in der Küche

Preisfrage: Wo im Haushalt lauern die größten Stromfresser? Bestimmt im Wohnzimmer, wo der überdimensionale Flatscreen und die Spielekonsole den halben Tag laufen. Nein! Oder doch im Badezimmer? Immerhin sind Waschmaschine, Föhn, Wäschetrockner und Co in Sachen Stromverbrauch auch keine Kinder von Traurigkeit. Nah dran aber auch falsch. Die größten Energiefresser lauern in den meisten Haushalten in der Küche.

Und das hat auch einen Grund: Denn überall, wo primär Hitze oder Kälte erzeugt werden müssen, wird eine Menge Energie verbraucht. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: In der Küche herrscht damit auch das größte Einsparpotential. Dieses ist sogar so groß, dass der Flatscreen ohne schlechtes Gewissen auch die eine oder andere Stunde länger laufen kann. Und hier kommend die 9 besten Tipps.

Energiesparen in der Küche
Die besten Tipps, um in der Küche Energie zu sparen - Foto: @ visivascn adobestock

1. Den Gefrierschrank regelmäßig enteisen

Gefrierschränke und Eisfächer gehören zu den heimlichen Großverbrauchern im Haushalt. Immerhin sind sie 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr im Betrieb. Gerade deshalb sollten die Geräte im Inneren möglichst eisfrei gehalten werden. Immerhin sorgt eine gut einen Zentimeter dicke Eisschicht bereits dafür, dass der Energieverbrauch der Geräte um 10 bis 15 Prozent steigt. Wer das Enteisen aus Bequemlichkeit vernachlässigt, verschenkt also eine Menge Geld.

2. Den Kühlschrank richtig aufstellen

Bleiben wir bei den Kühlgeräten. Auch der Kühlschrank gehört zu den Dauerläufern in der Küche. Um den Energieverbrauch zu reduzieren, reichen aber bereits einige einfache Tricks aus. Schon bei der Planung der Küche sollte auf zwei Dinge geachtet werden, die den Energieverbrauch des Kühlschranks unnötig nach oben treiben. Erstens: Der Kühlschrank gehört nicht direkt neben Wärme erzeugende Großgeräte wie den Backofen, das Ceranfeld oder die Spülmaschine. Zweitens: Nach Möglichkeit sollte der Kühlschrank so weit vom Fenster entfernt, wie möglich stehen. Denn auch bei stundenlanger Sonneneinstrahlung muss der Kühlschrank zusätzlich arbeiten.

3. Optimale Nutzung des Kühlschranks

Bevor wir zu den ganz heißen Themen kommen, noch ein paar Tipps für die effiziente Nutzung des Kühlschranks: Der beste Weg zur Energieersparnis ist ein ordentlicher Füllstand. Ideal sind 75 bis 80 Prozent. Auf diese Weise übernehmen die im Kühlschrank befindlichen Lebensmittel die Funktion von Kühlakkus, indem Sie Volumen einnehmen und Kälte speichern.

Wird nun die Kühlschranktür geöffnet, ist das Luftvolumen im Kühlschrank geringer, womit nur wenig kalte Luft entweichen kann. So muss nach dem Schließen der Tür weniger Luft erneut gekühlt werden. Ein notorisch leerer Kühlschrank lässt hingegen bei jedem Öffnen der Tür viel Kälte entweichen und kostet damit bares Geld. Darüber hinaus versteht es sich von selbst, dass warme Speisen nicht in den Kühlschrank gehören. Erst wenn sie auf Zimmertemperatur abgekühlt sind, dürfen sie hinein.

4. Jeder Topf hat seinen Deckel

Auch wenn das Chili und die Champignon-Creme-Suppe noch so lecker riechen, gehört auf jeden Topf ein Deckel. Ansonsten wird das Schnüffeln zum teuren Spaß. Immerhin gehen je nach Beschaffenheit des Topfes, bis zu 40 Prozent der Energie ungenutzt verloren. Und länger dauert das Kochen ohne Deckel obendrein - eine echte Qual für den Magen und den Geldbeutel.

5. Den Wasserkocher nutzen

Wasser zu erhitzen ist einer der energieintensivsten Prozesse überhaupt. Schlimmer noch: Mit jedem Grad, um das das Wasser zusätzlich erhitzt wird, steigt der Energieverbrauch an. Wer die Energiekosten hier im Zaum halten möchte, sollte sein Nudel-, Reis- oder Kartoffelwasser nicht direkt im Topf zum Kochen bringen, sondern diesen Schritt mit dem Wasserkocher erledigen. Das Erhitzen von rund 3 Litern Wasser, wie sie für einen großen Topf Nudeln benötigt werden, kostet so nur gut 6-8 Cent. Auf dem Herd ist es leicht das Doppelte.

6. Die Nachwärme nutzen

Wer nicht gerade einen Gasherd nutzt, kann die Wärmeabgabe seines Herdes nicht per Knopfdruck abschalten. Das ist ein großes Problem, denn so geht eine Menge Wärme und damit Energie ungenutzt verloren, sobald der Topf von der Platte genommen wird. Besser ist es, die Herdplatte bereits 4-5 Minuten vorher abzuschalten und das Essen mit der immer noch ausreichenden Resthitze fertig zu garen. Auch dieser kleine Lifehack spart auf Jahressicht 30 bis 40 Euro.

7. Mit der Umluftfunktion backen

Backen macht Spaß, ganz gleich, ob nun Schoko-Muffins, Cupcakes oder Käsekuchen in der Röhre sind. Umso besser schmecken die süßen Sünden aber mit der Gewissheit, dabei auch noch Energie zu sparen. Und das geht ganz einfach, indem anstatt der Ober-Unterhitze das Umluftprogramm genutzt wird. Auf diese Weise werden für das Backen gut 30 Grad Celsius weniger benötigt, was den Energieverbrauch um 30 bis 40 Prozent senkt.

8. Nicht mit der Hand abwaschen

Faulheit wird belohnt! Zumindest beim Abwasch ist das der Fall. Wer mit der Hand spült braucht dazu nicht nur eine halbe Ewigkeit, sondern auch eine ganze Menge Wasser und Energie. Natürlich macht es Sinn, besonders stark verschmutzte Teile mit der Hand zu schrubben. Das Gros sollte aber im Geschirrspüler landen und dort mit dem Energiesparprogramm gesäubert werden. Unter dem Strich steht hier eine Energieersparnis von bis zu 50 Prozent. Hinzu kommt ein um bis zu 75 Prozent geringerer Wasserverbrauch.

9. Auf LED-Beleuchtung setzen

Auch die Beleuchtung ist in der Küche ein wahrer Energiefresser. Immerhin sollte die Arbeitsfläche bei der Arbeit mit Messern, Küchengeräten und heißen Töpfen aus offensichtlichen Gründen ordentlich hell sein. LED-Lampen versprechen hier enormes Einsparpotential. Dank ihrer Vielseitigkeit eignen sich diese sowohl als Unterbauleuchten für den Herd und zur Beleuchtung der Arbeitsplatte als auch, um den Esstisch in einem angenehmen Licht erstrahlen zu lassen. Je nachdem, welche Leuchtmittel zuvor verwendet wurden, ist eine Ersparnis von 25 bis 90 Prozent möglich.