Smarte Heizkörperthermostate Test

Unser Testsieger ist das Eberle Starter-Kit: Es überzeugt durch eine simple Einrichtung sowie Bedienung und einem eleganten Design. Unser Favorit mit der Testnote 1,6!

Wir haben 4 smarte Heizkörperthermostate getestet und dabei besonders auf die Handhabung und den Funktionsumfang geachtet.

Mit einem smarten Heizkörperthermostat kannst Du die Temperatur in deinen eigenen vier Wänden genau übers Smartphone regulieren. Die Geräte passen sich außerdem den Witterungsbedingungen an und regulieren sich selbst wenn z.B. gelüftet wird.

Getestete Produkte

Eberle Starter-Kit  - thumbnail Testsiegel: Eberle Starter-Kit , Testnote gut

Eberle

Starter-Kit

Das Wiser Starter Kit überzeugt durch seine simple Installation und Bedienung. Die App bietet nicht ganz so viele Optionen wie die seiner Konkurrenten, jedoch ist dies durch die mögliche Einbindung in die IFTTT Plattform kompensierbar. Eine sehr gute Option, falls man das Heizen und die eigenen vier Wände ein wenig smarter machen möchte.

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Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set - thumbnail Testsiegel: Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set, Testnote gut

Bosch Smart Home

Raumklima Starter-Set

Ein hochwertiges Produkt, das zuverlässig funktioniert und eine hohe Reichweite hat. Die App ist sehr umfangreich und das System ist durch viele weitere Bosch Smart Home Produkte erweiterbar. Jedoch gibt es keine umstandslose Möglichkeit IFTTT oder Bosch-fremde Produkte in das System einzubinden.

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Homematic IP Smart Home Starter Set Raumklima - thumbnail Testsiegel: Homematic IP Smart Home Starter Set Raumklima, Testnote gut

Homematic IP

Smart Home Starter Set Raumklima

Ein zuverlässiges System mit vielen praktischen Funktionen. Es ist durch viele weitere Homematic IP Produkte erweiterbar, sowie durch das Conrad Connect System und IFTTT. Der Fensterkontakt ist auch ein praktisches Zubehör, das fast wett macht, dass im Starter Set bloß ein Thermostat enthalten ist.

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Devolo Home Control Smart Heizen Paket  - thumbnail Testsiegel: Devolo Home Control Smart Heizen Paket , Testnote gut

Devolo

Home Control Smart Heizen Paket

Ein Starterset, das sehr vielseitig erweiterbar ist und eine Fülle an Funktionen enthält. Leider haben vor allem Geräte in größerer Entfernung zur Basis oft Verbindungsprobleme.

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Testsieger Preis-Leistungssieger
Unser Testsieger: Eberle Starter-Kit Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set Homematic IP Smart Home Starter Set Raumklima Devolo Home Control Smart Heizen Paket

Eberle

Starter-Kit

Bosch Smart Home

Raumklima Starter-Set

Homematic IP

Smart Home Starter Set Raumklima

Devolo

Home Control Smart Heizen Paket
Vorteile
  • Basis benötigt kein LAN Kabel Anschluss
  • IFTTT - Einbindung möglich
  • Einfache Bedienung und Einrichtung
  • Fenster-/ Türkontakt enthalten
  • Große Reichweite
  • Zuverlässig
  • Kalibrierung der Temperaturanzeige
  • Fenster-/ Türkontakt enthalten
  • Erweiterbar durch viele andere Homematic IP Produkte
  • Günstig
  • Umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten
  • Z-Wave Produkte einbindbar
Nachteile
  • Keine Kalibrierung der Temperatur möglich
  • Lüftungserkennung nur mit Fensterkontakt möglich
  • Kein "Geofencing" enthalten
  • Nur ein Thermostat im Set enthalten
  • App zu Beginn etwas unübersichtlich
  • Häufige Verbindungsprobleme
Zusammenfassung

Dieses System überzeugt mit seiner übersichtlichen Bedienung und seinem eleganten Design.

Zuverlässiges System mit großer Reichweite.

Ein zuverlässiges System, das viele Funktionen zum smarten Heizen enthält. Leider wird nur ein Thermostat mitgeliefert.

Das umfangreiche System ist gut zu bedienen. Schade ist, dass häufig Verbindungsprobleme auftreten.

Handhabung
Funktionsumfang
Temperaturregelung
Reichweite
Installation und Montage
Qualitätseindruck Sehr gut Gut Gut Sehr gut
Unterstützte Plattformen Amazon Alexa, Google Assistant, IFTTT Amazon Alexa, Philips Hue Amazon Alexa, Google Assistant, Conrad Connect, Smartfrog Camera, IFTTT Amazon Alexa, Google Assistant, (IFTTT)
Reichweite Ca. 25 m (Leichtbauwände) oder 1 Stockwerk (Betonbau) Min. 25 m mit Leichtbauwänden, 1,5 Stockwerke durch Betondecken Ca. 25 m (Leichtbauwände) oder 1 Stockwerk (Betonbau) (im freien Feld 300m, laut Hersteller) Ca. 25 m (Leichtbauwände) mit Störungen oder 0 Stockwerk (Betonbau)
Lieferumfang 2 Heizkörperthermostate mit Adaptern, Basis, Netzwerkkabel, Anleitung, Batterien 2 Heizkörperthermostate, Fenster- / Türkontakte, Netzwerkkabel, Batterien Heizkörperthermostat, Adapter, Tür -/ Fensterkontakt, Batterien, Basis, Netzteil, Netzwerkkabel 2 Heizkörperthermostate mit Adaptern, Basis, Netzwerkkabel, Raumthermostat, Anleitung, Batterien
Anleitungsqualität Gut Sehr gut Gut Sehr gut, ausführlich und verständlich erklärt
Anleitungssprache DE DE DE, EN DE
Höhe Heizkörperthermostat: 5 cm, Basis: 10,2 cm Heizkörperthermostat: 5,5 cm, Tür- / Fensterkontakt: 10,5 & 5 cm, Basis: 12 cm Heizkörperthermostat: 11,5 cm, Tür- / Fensterkontakt: 10 cm, Basis: 12 cm Heizkörperthermostat: 4,7 cm, Raumthermostat: 7,5 cm, Basis: 13 cm
Breite Heizkörperthermostat: 5 cm, Basis: 10,2 cm Heizkörperthermostat: 4,7 cm, Tür- / Fensterkontakt: 1,2 & 0,8 cm, Basis: 13,5 cm Heizkörperthermostat: 11,5 cm, Tür- / Fensterkontakt: 2 cm, Basis: 12 cm Heizkörperthermostat: 4,7 cm, Raumthermostat: 7,5 cm, Basis: 7 cm
Tiefe Heizkörperthermostat: 8 cm, Basis: 2,3 cm Heizkörperthermostat: 11,5 cm, Tür- / Fensterkontakt: 2,4 & 1,2 cm, Basis: 3 cm Heizkörperthermostat: 11,5 cm, Tür- / Fensterkontakt: 1,5 cm, Basis: 2,5 cm Heizkörperthermostat: 7,2 cm, Raumthermostat: 2,5 cm, Basis: 8 cm
Gewicht Heizkörperthermostat: 110 g, Basis: 116 g Heizkörperthermostat: 148 g, Tür- / Fensterkontakt: 20 & 15 g, Basis: 185 g Heizkörperthermostat: 148 g, Tür- / Fensterkontakt: 18 g, Basis: 154 g Heizkörperthermostat: 115 g, Raumthermostat: 117 g, Basis: 203 g
Verpackung Schlicht, aus Pappe Gut Schlicht, Pappe Sehr gut
Lautstärke Sehr leise Sehr leise Sehr leise, im Flüstermodus kaum hörbar Kaum hörbar
Zusatzgarantie - - - 3 Jahre
Amazon Bewertung
☆☆☆☆☆
★★★★★
48 Bewertungen
☆☆☆☆☆
★★★★★
40 Bewertungen
☆☆☆☆☆
★★★★★
337 Bewertungen
☆☆☆☆☆
★★★★★
35 Bewertungen
Testsiegel: Eberle Starter-Kit , Testnote 1.64
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Testsiegel: Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set, Testnote 1.7
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Testsiegel: Homematic IP Smart Home Starter Set Raumklima, Testnote 1.82
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Testsiegel: Devolo Home Control Smart Heizen Paket , Testnote 2.14
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  • Beim Austausch der alten Heizkörperthermostate sollten diese sicherheitshalber behalten werden. Falls ein Defekt bei den Neuen auftritt, kann man so die Alten wieder anschrauben.
  • Benutze beim Anschrauben der neuen Thermostate keine Rohrzange, da sonst ihr Plastikgewinde kaputt gehen kann.
  • Ihre Funktionstüchtigkeit sollte nach wahrscheinlich längerer Nichtbenutzung während der Sommerzeit überprüft werden, damit für die kalten Monate rechtzeitig vorgesorgt ist.
 

Bevor du dir jedoch ein smartes Thermostat zulegst, solltest du vorab einige Punkte überprüfen. Abhängig davon, ob das Gerät für eine Wohnung oder ein Haus sein soll oder ob ein Zugriff auf die zentrale Heizungssteuerung notwendig ist, stehen verschiedene Modelle zur Auswahl.

Zudem gibt es unterschiedliche Funkprotokolle. Je nach Hersteller werden Bluetooth-Low-Energy-Protokolle genutzt, ein verschlüsseltes Homematic-Protokoll oder Dect-Standard-Protokolle.

Auch die Kompatibilität mit den digitalen Assistenten, wie Amazon Echo, Google Home und Apple Homekit, ist vorab zu klären. Derzeitig gibt es smarte Thermostate etwa von Bosch, AVM, Wiser, Homematic, Eve, Tado, Devolo, Ovis, und Netatmo.

Das smarte Thermostat Fritz Dect 300 und das Nachfolgermodell 301 benötigen keine zusätzliche Basisstation, da eine Verbindung zu einer schon vorhandenen Fritzbox möglich

ist. Der Datenaustausch erfolgt via DECT ULE. Es ist mit stetigen Updates nachrüstbar und die Temperatur lässt sich bequem von einem Display ablesen. Der Kaufpreis liegt bei 46€ und ist damit recht günstig. Wesentlich kostenintensiver ist da das Gerät von Wiser, welches 230€ kostet.

Enthalten sind neben zwei Thermostaten ein Heat Hub und die dazugehörige App. Im Gegensatz zum AVM benötigt Wiser ein Gateway als Schnittstelle zwischen dem WLAN-Router und den Thermostaten. Hub und Thermostate tauschen ihre Daten über Zigbee aus. Gesteuert werden kann das Thermostat über eine App, welche für iOS und Android verfügbar ist, und per Sprachsteuerung über Alexa und Google Home. Damit eine Verbindung zwischen der App und dem Hub hergestellt werden kann, musst du ein Kundenkonto für den Cloudservice anlegen.

Eine zusätzliche Funktion von Wiser ist das Geofencing. Hierbei wird die Heizleistung in Abhängigkeit vom Aufenthaltsort des Bewohners geregelt. Zudem beinhaltet es einen Ecomode, welcher die aktuellen Wetterdaten abruft und die Raumtemperatur dementsprechend reguliert. Über die App kannst du dir auch einen Heat Report abrufen, welcher dir dein Heizverhalten aufzeigt.

Das smarte Thermostat von Homematic wird über die Magenta SmartHome App der Deutschen Telekom gesteuert. Das Gateway in Form einer zentralen Steuereinheit des Herstellers ist hierfür vorausgesetzt. Die Einstellungen können direkt am Gerät vorgenommen werden.

Eine App ist hierzu nicht nötig. Es können verschiedene Heizprogramme gewählt werden, die bereits vorprogrammiert sind oder du erstellst dein eigenes individuelles Heizprofil. Eine praktische Funktion ist die Fenster-Auf-Erkennung, mithilfe derer Heizkosten eingespart werden können.

Das Gerät erkennt, wenn ein Fenster geöffnet ist und stoppt während dieser Zeit den Heizvorgang. Auch die Boostfunktion ist interessant für alle, die sich ein schnelles Aufheizen ihrer Räumlichkeiten wünschen. Homematic IP ist die IPv-6-basierte Variante von Homematic.

Die Daten und Einstellungen liegen hier auf einem Cloudserver. Ein Access Point stellt die Verbindung zwischen der Cloud, der App und den Geräten her. Eingerichtet werden können die Thermostate komplett über die für iOS und Android verfügbare App. Eve ist ein weiteres Thermostat, welches sich mittlerweile am Display mit einem Touch-Bedienfeld einstellen lässt. Mittels Fingertipp wird das Display aktiviert und es schaltet sich nach einer kurzen Zeit selbstständig wieder ab, um Strom einzusparen. Eine App ist hier also nicht zwingend notwendig, aber dennoch ist eine Einstellung darüber möglich.

Mit ihr kannst du zum Beispiel die Display-Ausrichtung anpassen oder eine Tastensperre aktivieren. Die Zieltemperatur kann in Schritten von einem halben Grad Celsius eingestellt werden. Um Eve nutzen zu können, sind sowohl ein iPhone als auch ein Apple Homekit nötige Voraussetzungen.

Smarte Thermostate von Delovo kommunizieren über die Delovo Home Control Zentrale via Z-Wave-Protokoll. Diese wird in der Wohnung aufgestellt, an einer Steckdose angeschlossen und benötigt Internetzugang über ein LAN-Kabel. Was das Einstellen des Gerätes betrifft, so kann dies entweder per App oder am Thermostat selbst erfolgen. Da eine Internetverbindung über den Router vorliegt, ist auch hier ein Fernzugriff auf die Heizung möglich.

Ovis erlaubt eine Kommunikation ohne Cloud und verfügt über ein lernfähiges Programm. Die Erfassung erfolgt sensorbasiert und das Gerät erkennt, wer zu welcher Zeit wo im Haus oder in der Wohnung ist. Dementsprechend passt sich die Heizregulation an.

Neben Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren hat Ovis, ebenso wie andere Modelle, Zugriff auf Wetterdaten und -prognosen, welche bei der Regulierung der Raumtemperatur berücksichtigt werden. Gesteuert werden können die Funktionen per App.

Die Steuerung der smarten Thermostate von Netatmo geschieht ebenfalls via App. Diese ist für iOS und Android verfügbar, aber auch als Web-App für Mac und PC. Über die App ist es möglich, individuelle Heizpläne für einzelne Räume zu erstellen. Zusätzlich ist via Internet der Fernzugriff auf die Thermostate gegeben und neben der Fenster-Auf-Erkennung, verfügt Netatmo noch über weitere Funktionen. Kompatibilität ist gegeben bei einem Apple Homekit und die Sprachsteuerung ist sowohl über Alexa als auch über Siri möglich.

Unabhängig von dem Modell des Thermostats solltest du die Fenster-Auf-Erkennung am besten direkt überprüfen. Schaltet sich das Thermostat bei geöffnetem Fenster nicht aus oder dreht im Gegenteil auch noch zusätzlich die Temperatur auf, muss die Empfindlichkeit der Einstellung definitiv höher eingestellt werden.

Auch wenn die Hersteller versprechen, dass mit diesen smarten Thermostaten rund ein Drittel der Heizkosten eingespart werden kann, so sei gesagt, dass diese Einsparung auch ohne smarte Heizung möglich ist. Die smarten Systeme sind in manchen Fällen nicht viel mehr als ein Gewinn an Komfort.

Zusammenfassend lässt sich dennoch sagen, dass sich die Vorteile von smarten Thermostaten deutlich erkennen lassen. Eine Energieeinsparung ist gegeben durch die zeitabhängige Programmierung von unterschiedlichen Temperaturprofilen und die intelligente Regulierung.

Die Montage ist zudem einfach und schnell und eine Nachrüstung ist in der Regel unkompliziert. Außerdem sind die Ventile für den hydraulischen Abgleich bereits voreinstellbar, was den Vorgang beschleunigt. Allerdings können die zum Teil hohen Anschaffungskosten abschreckend wirken und bei falscher Anordnung der Thermostate sind deren Funktionen nur eingeschränkt nutzbar. Da viele Geräte mit Batterien betrieben werden, ist hier auch ein regelmäßiger Austausch nötig.

Testablauf

Im Vorfeld des Tests haben wir praxisnahe Anforderungen definiert und folgende Testkriterien festgelegt:

  • Handhabung
  • Funktionsumfang
  • Installation und Montage
  • Temperaturregelung
  • Reichweite

Um diese Kriterien bewerten zu können, haben wir mehrere Tests für die Smarten Heizkörperthermostate definiert. Zunächst werden Liefer- sowie Funktionsumfang kontrolliert. Alle Thermostate werden nach Herstellerangaben an Heizkörper montiert. Dabei wird die Einrichtung der Thermostate selbst bewertet sowie die Verbindung mit dem Smartphone. Im weiteren Verlauf werden die Handhabung sowie Benutzerfreundlichkeit der Thermostate beurteilt.

Auch die Menüführung der zugehörigen Apps wird bewertet. Außerdem werden die Sensoren der Geräte überprüft, indem die tatsächliche Raumtemperatur mit der angezeigten verglichen wird. Die Smarten Heizkörperthermostate werden zusätzlich auf ihre Reichweite, Batterieverbrauch und weitere Funktionen überprüft. Darunter automatische Temperaturregulierung, Heizpläne und Erkennung von offenen Fenstern.

Um Fehler auszuschließen, und die Belastung durch den Alltagsgebrauch zu gewährleisten, findet jeder Test in mehreren Durchgängen statt.

Die Testkriterien erhalten je nach Wichtigkeit prozentuale Anteile. Die Endnote wird abschließend objektiv mittels eines Algorithmus aus den Testkriterien errechnet.

Produktauswahl

Unsere Produktauswahl erfolgt durch die Beobachtung des aktuellen Marktes. Neben beliebten Markenprodukten nehmen wir auch Geheimtipps in unsere Auswahl auf. Kriterien wie Preis und Funktionsumfang stellen einen wichtigen Faktor für uns da. Auch durch Analyse und Auswertung von Kundenrezensionen und externen Tests (z.B. Stiftung Warentest), wird das Testfeld bestimmt.

Die Geräte werden anonym eingekauft oder uns vom Hersteller geliehen. Händler und Hersteller üben keinen Einfluss auf die Tests und unsere Wertung aus.

Sobald neue relevante Produkte auf den Markt kommen, wird unser Testfeld um diese erweitert. Die neuen Produkte durchlaufen denselben Test wie die bereits geprüften Geräte.

Stiftung Warentest nahm sich ebenfalls ein Testfeld aus Smarten Heizkörperthermostaten vor. Von den 10 getesteten Geräten schnitten vier mit der Gesamtnote “Befriedigend” und die restlichen sechs mit “Gut” ab.

Den Testsieg teilen sich FritzDect 301 und Homematic IP mit der Wertung 1,9. Als Verlierer steht der Heat Controller von Fibaro mit einer 3,0 da. Die Ergebnisse setzen sich aus vier Kriterien zusammen: Wärmeregulierung (50%), Handhabung (40%), Batterieverbrauch (5%) und Geräusch (5%).

Die Montageanleitung wurde von einem Experten hinsichtlich Übersichtlichkeit und Vollständigkeit geprüft. Des Weiteren beurteilte er den Aufwand der Montage. Drei erfahrene Nutzer und der Experte beurteilten die verfügbaren Apps sowie die Inbetriebnahme der Geräte. Vor allem das Gerät von Eurotronic machte die Inbetriebnahme zu einer Geduldsprobe. Außerdem prüften sie die Bedienung und die vorhanden Einstellungsmöglichkeiten. Die Grundprogrammierung verlief bei Fritz, Homematic und Magenta gut, bei den übrigen Geräten eher befriedigend. Auch bei der Bedienung liegen Fritz, Homematic und Magent weit vorne. Temperaturen und Abwesenheitszeiten ändern, erwies sich bei Fibaro am schwierigsten. Auch der Aufwand der Pflege und Wartung wurden bewertet. Hier lieferte die eine Hälfte gute, die andere eher befriedigende Resultate.

Die Heizkörperthermostate wurden in einem Versuchsraum mit geringer Wärmespeicherkapazität geprüft. Dabei wurde ein Tag mit 3 Grad Außentemperatur simuliert. Außerdem wurde die Wärmeregulierung bei Temperaturabsenkung (z.B. Nacht) geprüft. Hierfür wurde die Temperatur 8 Stunden lang um 2 Grad gesenkt. Auch der Einfluss von Fremdwärme (z.B. Sonne) wurde über 4 Stunden kontrolliert. 3 davon mit einer zusätzlichen Wärmequelle von 250 Watt. Die Geräte von Bosch, Devolo und Fritz passten sich am besten den nächtlichen Temperaturen an. Home Control von Devolo drosselte zudem auch bei Sonnenschein am besten. Während einer dreistündigen Betriebsphase wurde das Konstanthalten der Wunschtemperatur geprüft. Damit hatte keines der Heizkörperthermostate Probleme, durchweg sehr gute bis gute Ergebnisse.

Um das Verhalten bei Fensterlüftung zu simulieren, wurden die Heizkörperthermostate 3 Grad kalter Luft ausgesetzt. Dabei wurde auch die benötigte Zeit zum Schließen bzw Öffnen der Ventile nach dem Lüften gemessen. Bestand bei den Modellen die Möglichkeit, einen Fensterkontakt zu verwenden, wurde auch diese Funktion geprüft. Homematic lieferte dabei das beste Ergebnis. Eurotronic, Eve und Innogy regeln nur mit Kontakt sehr gut. Bosch, Devolo, Fibaro und Magenta sind auf die Fensterkontakte angewiesen. Die Geräte von Fritz und Tado hingegen können nur ohne Kontakt drosseln, dies tun sie aber auch gut.

Anhand der im Testverlauf gemessenen Stromverbräuche, wurde berechnet, wie oft die Batterien der Geräte zu wechseln sind. Alle Geräte werden von zwei AA-Batterien betrieben, außer das von Fibaro. Es verfügt über einen Akku, der pro Heizsaison zweimal geladen werden muss. In der Simulation hielten die Batterien von Bosch Smart Home und dem Tado Starter Kit V3+ nur zwei Jahre.

Abschließend beurteilten zwei Experten das Geräusch des Ventilantriebs in einem ruhigen Raum. Dabei viel erneut das Heizkörperthermostat von Fibaro als einziges negativ auf.

In unserem Test finden sich drei Hersteller wieder, die auch von Stiftung Warentest geprüft wurden: Bosch, Devolo und Homematic IP. Jedoch handelt es sich bei den Heizkörperthermostaten von Devolo und Homematic IP um eine andere Seriennummer weshalb es kleinere Unterschiede gibt. Doch das Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set wurde ebenfalls von unseren Kollegen getestet. Uns vielen allerdings keine Probleme bei der Inbetriebnahme und Bedienung auf. Auch die Batterieleistung beurteilten wir nicht so kritisch. Aus unserem Test geht hervor, dass die Batterien bis zu vier Jahre halten sollten. Insgesamt fällt unsere Bewertung daher etwas besser aus als die der Stiftung Warentest.

Unabhängig von der Art des Heizkörperthermostats haben alle eines gemein: Sie sollen die Raumtemperatur in den eigenen vier Wänden optimal regulieren. Ob dies nun manuell oder elektronisch geschieht, scheint zunächst unerheblich. Doch in einigen Punkten ergibt es durchaus Sinn, sich Gedanken über smarte Heizkörperthermostate zu machen. Dies betrifft nicht nur den Komfort, bereits auf dem Heimweg die Heizung einschalten zu können, um in eine wohltemperierte Wohnung zu kommen. Auch das Einsparungspotenzial im Hinblick auf die Heizkostenrechnung ist ein Aspekt, der smarte Heizkörperthermostate interessant macht. Die unterschiedlichen Funktionsweisen sowie Vor- und Nachteile von herkömmlichen und smarten Thermostaten werden im Folgenden erläutert.

Heizungsthermostate sind standardmäßig an Warmwasser-Heizungen zu finden. Auf ihnen sind in der Regel verschiedene Zahlen beziehungsweise Stufen abgebildet, welche Auskunft über die verschiedenen Temperaturen geben. Zwischen den einzelnen Stufen liegen 3°C bis 4°C und jede Stufe orientiert sich an empfohlenen Raumtemperaturen für bestimmte Zimmer. Zwischen der 0 und der 1 befindet sich ein Schneeflockensymbol. Dieses steht für Frostschutz und ist für Kellerräume gedacht. Ist das Thermostat auf diese Stufe eingestellt, so werden etwa 6°C erreicht. Die Stufe 1 heizt den Raum auf bis zu 12°C auf und eignet sich für das Treppenhaus. Die Mondsichel zwischen der 1 und der 2 weist auf die Nachtabsenkung hin, welche sich auf 14°C beläuft. Für Hobbyräume oder das Schlafzimmer wird Stufe 2 empfohlen. Sobald diese eingestellt ist, erwärmt der Raum sich auf 16°C. Wenn das Thermostat zwischen 2 und 3 eingestellt ist, wird eine Temperatur von 18°C erreicht, welche für die Küche und Korridore empfohlen wird. Im Wohn- und Esszimmer sollte das Thermostat auf Stufe 3 eingestellt sein, damit eine Raumtemperatur von 20°C erreicht wird. Etwas wärmer sollte es im Kinder- oder Arbeitszimmer sein. Hier wird zu einer Temperatur von 22°C geraten, welche mit der Einstellung zwischen Stufe 3 und Stufe 4 erreicht wird. Stufe 4 sollte im Badezimmer genutzt werden, um eine Temperatur von 24°C zu erhalten. Mit Stufe 5 wird eine Raumtemperatur von 28°C erreicht, welche nur im Schwimmbad angestrebt werden sollte. Durch das Drehen am Thermostatkopf kann die gewünschte Raumtemperatur eingestellt werden. Um den Raum nur auf niedrigere Temperaturen aufzuheizen, wird das Thermostat näher zum Ventil gedreht, wodurch sich dieses weiter verschließt. Je weiter das Thermostat in Richtung der Stufe 5 gedreht wird, desto mehr vergrößert sich die Distanz zum Ventil, welches sich weiter öffnet und so mehr Heizwasser einströmen lässt. Je mehr Heizwasser durch den Heizkörper fließt, desto wärmer wird es im Zimmer. Im Drehkopf des Thermostats befindet sich ein Material, welches sich bei steigenden Temperaturen ausdehnt. Hierbei handelt es sich entweder um eine Flüssigkeit oder ein Gas. Die Ausdehnung hat zur Folge, dass Druck auf den Ventilstift ausgeübt wird. Gesteuert vom Thermostat schließt sich das Ventil im Heizkörper, sobald die angestrebte Temperatur

erreicht ist. Ist das Ventil geschlossen, fließt kein Heizwasser mehr hindurch, woraufhin die Temperatur wieder abfällt. In Folge dessen zieht sich das Material im Drehkopf wieder zusammen, das Ventil öffnet sich und das Heizwasser kann erneut zirkulieren. Bei Fußbodenheizungen wird die Raumtemperatur von Fühlern erfasst, welche daraufhin ein elektronisches Steuersignal an die motorischen Ventile senden. Diese befinden sich in Wandverteilern. Die exakte Einstellung der gewünschten Raumtemperatur ist auf diese Weise möglich.

Programmierbare Thermostate funktionieren ähnlich wie herkömmliche, besitzen allerdings elektronische Fühler statt mechanische. Es gibt also keine Flüssigkeit, die sich aufgrund der Temperaturschwankungen zusammenzieht oder ausdehnt und so das Ventil steuert. Die Steuerung erfolgt hier über einen Elektromotor. Die Raumtemperatur kann über die Uhrzeit geregelt werden, wodurch eine Heizkostenersparnis von etwa 10% gegeben ist. Die Modelle programmierbarer Thermostate werden stetig weiterentwickelt, weshalb es mittlerweile Modelle gibt, die direkt am Thermostatkopf einstellbar sind. Andere wiederum sind über Funk oder Bluetooth per PC und App steuerbar. Auch ist bei manchen eine Einstellung aus der Ferne möglich. Ein Befehl in der App auf dem Heimweg sorgt dann dafür, dass das Wohnzimmer schon warm ist, sobald man nach Hause kommt. Eine Internetverbindung wird hier natürlich vorausgesetzt.

Diese Frage ergibt insofern Sinn, als dass das Heizen den größten Energieverbrauch im Bereich des Wohnens darstellt. So entfallen etwa 70% des heimischen Energieverbrauchs auf das Heizen und auch die Menge des abgegebenen Kohlendioxids ist dementsprechend hoch. Diesen Umständen kannst du allerdings entgegenwirken, beispielsweise durch bauliche Maßnahmen sowie durch bewusstes Heizen und Lüften. Um den Wärmeverlust um bis zu 20% zu senken, solltest du nachts die Rollläden schließen. So bleibt die Wärme im Haus und sofern auch noch die Vorhänge zugezogen werden, verstärkt sich dieser Effekt. Vorhänge isolieren so nämlich zusätzlich die Fenster von innen. Bei einem Einfamilienhaus können dadurch im Jahr circa 50 kg CO2 und 15€ eingespart werden. Dabei ist allerdings darauf zu achten, dass die Heizkörper nicht von Vorhängen abgedeckt werden. Dasselbe gilt natürlich auch für Möbel. Steht das Sofa direkt vor einem Heizkörper, kann sich die Wärme nicht im Raum verteilen.

Um Heizkosten einzusparen, ist auch eine angemessene Temperierung der einzelnen Wohnräume sinnvoll. Das Umweltbundesamt empfiehlt für das Bad 22°C und für den Wohnbereich eine Temperatur von 20°C bis 22°C. In der Küche sollten 18°C herrschen und im Schlafzimmer 17°C bis 18°C. Viel kälter sollte es in den Räumen nicht werden, da mit fallenden Temperaturen die Schimmelgefahr steigt. Herrschen beispielsweise nur 15°C in

einem Zimmer, dann liegt die Temperaturen in den Außenecken nur noch bei 12°C. Da sich hier deshalb auch schnell Feuchtigkeit sammelt, wächst das Schimmelrisiko. Generell sollten dennoch die Heizkörper nachts heruntergedreht werden, um Energie einzusparen. Damit genug Energie eingespart wird und auch gleichzeitig nicht so viel Energie beim Wiederaufheizen am Folgetag verwendet werden muss, sollte die Temperatur im Wohn- und Arbeitsbereich lediglich um 4°C oder 5°C gesenkt werden. Die Nachtabsenkung wird am besten direkt an der zentralen Bedieneinheit des Heizkessels eingestellt. Auch die Genauigkeit des Thermostatventils spielt bei der Energieeinsparung eine Rolle. Je genauer dieses die Raumtemperatur hält, desto weniger Energie wird verbraucht. Moderne Thermostatventile sparen hier bereits zwischen 4% und 8% Heizkosten ein, programmierbare Thermostate wie eingangs erwähnt sogar bis zu 10%. Auch bei längerer Abwesenheit ist das Absenken der Temperatur sinnvoll. Sie sollte sich dann zwischen etwa 17°C oder 18°C bewegen.

Ein Grad kälter kann schon Energie sparen.
Ein Grad kälter kann schon Energie sparen.

Den Heiztipps des Umweltbundesamtes stehen jedoch Aussagen entgegen, dass diese Angaben zu pauschal seien. Ob das Abdrehen der Heizung bei längerer Abwesenheit der Bewohner sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Fakt ist, wenn die Temperatur in der Wohnung so stark abfällt, dass auch die Wände auskühlen, wird im Nachhinein mehr Energie benötigt, um diese wieder aufzuheizen. Außerdem müssen weitere Aspekte berücksichtigt werden, wie das Klima der Wohngegend, die Art des Hauses oder dessen Dämmung und Fassade. Das Umweltbundesamt rät zu einer Raumtemperatur von 15°C bei einer zweitägigen Abwesenheit. Doch bei Temperaturen unter 18 °C kann der Energieaufwand des Wiederaufheizens die Energieersparnis schon wieder tilgen. Zudem ist der Wärmeverlust der Wohnung abhängig von der Dicke und Beschaffenheit der Fassade sowie dem Temperaturunterschied zwischen dem Inneren der Wohnung und draußen. Sofern die Wohnung gut isoliert ist, gleichen sich die entwichene und die neue Wärmeenergie aus. Eine weitere Maßnahme, um unnötige Energieverschwendung zu vermeiden, ist das Entlüften des Heizkörpers. Wenn dieser gluckernde Geräusche von sich gibt und nicht richtig aufheizt, sind das Anzeichen für eine größere Luftblase im Heizkörper. Entlüftete Heizungen können Bewohnern eines Einfamilienhauses unnötige Heizkosten von bis zu 75€ ersparen und Mietern immerhin noch 35€. Geld kann auch eingespart werden, indem die Raumtemperatur generell ein wenig niedriger gehalten wird. Schon ein Grad weniger kann bis zu 275 kg CO2 im Jahr vermeiden und Kosten von circa 80€ einsparen. Je länger die Einstellung auf einer niedrigeren Temperaturstufe steht, desto größer ist die Ersparnis. Ein interessanter Hinweis am Rande: Die meisten Leute wissen nicht, dass der Raum nicht schneller warm wird, nur weil sie die Heizung voll aufdrehen. Das Wasser, das durch den Heizkörper strömt, hat immer dieselbe Temperatur. Wird der Regler auf die höchste Stufe eingestellt, wird lediglich länger geheizt, aber nicht mit einer höheren Temperatur.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das regelmäßige und vor allem richtige Lüften, um die Feuchtigkeit in den Räumen zu verringern. Diese wird durch diverse Dinge verursacht. So nimmt die Luft nicht nur den Wasserdampf auf, der beim Kochen oder Duschen entsteht. Auch die Atemluft steigert die Luftfeuchtigkeit, ebenso wie Zimmerpflanzen. Ein ausreichender Luftaustausch ist am besten durch mehrmaliges Stoßlüften zu erreichen. Bei dauerhaft gekippten Fenstern zirkuliert die Luft kaum und im gleichen Zuge entweicht die Wärme nach draußen. Vor allem nach dem Duschen oder Baden sollte unbedingt stoßgelüftet werden. Je nach Jahreszeit können die Fenster unterschiedlich lang geöffnet bleiben. Von Dezember bis Februar reichen bereits 5 Minuten. Im November und im März können die Fenster schon 10 Minuten lang offenstehen. Die Dauer kann im April und Oktober auf eine Viertelstunde ausgedehnt werden und im Mai und September sind 20 Minuten ratsam. In den Sommermonaten von Juni bis August ist eine halbstündige Stoßlüftung kein Problem.

Wichtig für die Energiebilanz ist auch ein Blick auf Fenster und Türen. Letztere sollten geschlossen bleiben, damit beheizte Räume keine Wärme verlieren. Undichte Fenster sollten nachträglich abgedichtet werden, da durch die auch eine Menge Heizungswärme entschwindet. Dichtungsbänder für Fenster sind relativ günstig in Baumärkten zu finden und können zu einer Einsparung von 900kWh und 70 € im Jahr führen. Damit alle Heizkörper in der Wohnung gleichermaßen effektiv Wärme abgeben, ist ein hydraulischer Abgleich sinnvoll. Durch diesen ist gewährleistet, dass jeder Heizkörper eine ausreichende Wassermenge erhält. Das hat den Vorteil, dass der Heizkessel weniger Brennstoff verbraucht. Außerdem sinken die Stromkosten und die Heizung gibt keine Fließ- oder Pfeifgeräusche von sich. Ob ein hydraulischer Abgleich nötig ist, zeigt sich anhand mehrerer Anzeichen. Es kommt vor, dass einzelne Heizkörper nicht heizen, aber andere überversorgt sind und sich der Brenner vom Heizkessel sehr oft ab- und dann wieder einschaltet. Auch wenn die Pumpenleistung sowie die Vorlauftemperatur höher ausfallen als rechnerisch ermittelt und auch die Rücklauftemperaturen die Norm überschreiten, ist ein hydraulischer Abgleich durchaus überlegenswert. Durchgeführt wird der hydraulische Ausgleich von einem Fachmann. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus fallen bei der Durchführung Kosten von 690€ an, sofern die Bewohner die staatliche Bezuschussung von 30% in Anspruch nehmen. Ansonsten belaufen die Kosten sich auf 925€. Wenn die Heizungspumpe zusätzlich getauscht werden muss, betragen die Kosten 990€ mit und 1.325€ ohne Förderung. Durch den hydraulischen Abgleich können sich bestimmte Volumenströme in hydraulischen Systemen einstellen. Liegt ein geringer Volumenstrom an einer Stelle vor, führt dies zu einer gezielten Drosselung an anderer Stelle, damit ein Ausgleich erzielt wird. Bei Warmwasser-Heizungsanlagen liegt eine Einzelraumregelung vor. Das heißt, dass der Durchfluss so reguliert wird, bis eine gewünschte Temperatur erreicht ist. Moderne Umwälzpumpen erleichtern diesen Vorgang durch ihren angepassten Pumpendruck. Ohne einen hydraulischen Abgleich kommt es vor allem beim morgendlichen Aufheizen oft zur Unterversorgung der Heizkörper, die weiter vom Heizkessel entfernt liegen. Dieser Effekt kann durch ein ungünstiges Regelverhalten der Thermostatventile zusätzlich verschlimmert werden. Zudem kann es zu einer dauerhaften Unterversorgung dieser Heizkörper kommen, wenn die Heiz- und Pumpleistung nicht ausreicht oder wenn die Heizkörper falsch dimensioniert sind.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt konnte mit ihrem Programm OPTIMUS das Einsparungspotenzial von 92 Ein- und Mehrfamilienhäusern im Norden Deutschlands ermitteln. Der Wärmeverlust konnte im Rahmen des Programms durch drei Maßnahmen minimiert werden. Diese bestanden aus den Voreinstellungen der Durchflussbegrenzung der Thermostatventile, den Einstellungen der Umwälzpumpe sowie deren Differenzdruckregler und den Einstellungen der Heizungsregelungen. Hochgerechnet auf das komplette Bundesgebiet könnten durch diese Maßnahmen 20.000 bis 28.000 GWh jährlich eingespart werden. Weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung sind die Installation einer neuen Heizungspumpe und das Isolieren der Heizungsrohre. Entsprechendes Isoliermaterial findest du im Baumarkt. Zu guter Letzt sind auch beheizte Nachbarwohnungen eine Möglichkeit seine Heizkosten zu verringern. Die Wände kühlen nicht so schnell aus, selbst wenn man aufgrund einer eigenen längerfristigen Abwesenheit die Heizung herunterdreht. Allerdings hat man auf die Heizgewohnheiten der Nachbarn in der Regel selten direkten Einfluss.

Smarte Thermostate haben den großen Vorteil, dass die Heizung nicht permanent in Betrieb ist, sondern nur zu den programmierten Zeiten. Der Energieausstoß kann damit um 455 kg CO2 im Jahr reduziert werden. Das bedeutet, dass die Bewohner eines Einfamilienhauses mit einer Fläche von 110 m² und zwölf Heizkörpern jährlich etwa 135€ einsparen können. Die Installation der smarten Thermostate ist unkompliziert und falls doch ein Adapter nötig sein sollte, so liegt dieser meistens der Verpackung des neuen Thermostats bei. Durch die Verbindung mit dem Internet kann das smarte Gerät nicht nur mit anderen Geräten kommunizieren. Es kann auch die aktuellen Wetterdaten abrufen und die Raumtemperatur dementsprechend regeln. Außerdem lassen sich bei vielen Modellen über eine App die Einstellungen steuern. So ermöglicht die Einstellung aus der Ferne, dass die Heizung schon zu heizen beginnt, während der Bewohner noch auf dem Heimweg ist.

Smarte Thermostate kann man per Smartphone bedienen.
Smarte Thermostate kann man per Smartphone bedienen.

Wenn du nun überlegst, dir ein smartes Heizthermostat anzuschaffen, hast du die Wahl zwischen Thermostatarten mit Basis und Fernzugriff und Geräten, die über Bluetooth laufen.

Mit Basis und Fernzugriff

Die einfache und schnelle Montage erfolgt direkt am Heizkörper. Thermostate mit Basisstationen ermöglichen die Steuerung der Heizung per App oder per Sprachbefehl. Ein direkter Zugriff auf den Heizkessel ist nicht nötig. Ein weiterer Vorteil dieser Art von Thermostaten ist, dass sie mit anderen Geräten vernetzt werden und in der Regel auch aufgerüstet werden können. Allerdings wird nur ein Heizkörper pro Gerät gesteuert und eine Internetverbindung sowie WLAN sind zwingend notwendig. Außerdem ist auch zusätzliche Hardware eine Voraussetzung.

Bluetooth

Auch hier ist die Montage direkt am Heizkörper möglich. Diese gestaltet sich ebenfalls unkompliziert und schnell und auch Geräte, die über Bluetoohth laufen, sind per App steuerbar. Ein Internetzugang ist daher nicht nötig und ein Zugreifen auf den Heizkessel ebenfalls nicht. Auch zusätzliche Hardware wird nicht benötigt. Doch auch hier ist pro Thermostat nur die Steuerung eines Heizkörpers nötig und eine Vernetzung mit anderen Geräten ist aufgrund der fehlenden Internetverbindung nur sehr eingeschränkt möglich.

Diese beiden vorgestellten Lösungen sind vor allem attraktiv für Wohnungen. Für Hausbesitzer hingegen sind Smart-Home-Raumthermostate eine interessantere Option. Diese werden an der Wand montiert und sind ebenfalls per App und Sprachbefehl steuerbar. Hierzu wird wieder WLAN benötigt. Diese smarten Wandthermostate können vorhandene, mit der zentralen Heizungssteuerung verbundene Thermostate, ersetzen. Auch dienen sie als Zentralthermostat für vernetzte Heizkörperthermostate und können mit diesen über Funk durch eine Erweiterung am Heizkessel verbunden werden. Die Montage gestaltet sich durch den benötigten Zugriff auf den Heizkessel dementsprechend schwieriger.

Nachdem du dir ein neues Thermostat angeschafft hast, benötigst du noch eine Rohrzange und gegebenenfalls Batterien. Bevor du nun das alte Thermostat mit der Rohrzange abmontierst, muss es auf die höchste Stufe gedreht werden. Um das neue Thermostat anzuschließen, ist eventuell ein Adapter nötig. Dieser liegt der Verpackung des neuen Thermostats allerdings in der Regel bei. Vergiss nicht, vor der Montage die Batterien in das neue Gerät einzusetzen. Sobald das neue Thermostat angebracht ist, kannst du es auch schon programmieren. Je nach Hersteller und Produkt erfolgen die Einstellungen entweder am Gerät selbst oder per App. Nachdem du dein neues Thermostat montiert hast, solltest du das alte mechanische dennoch behalten. Stark schwankende Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit können den Geräten zusetzen, so dass sie etwa im Badezimmer schnell ausfallen können. Wenn das passiert, kann das smarte Thermostat immer noch schnell abmontiert und durch das alte ausgetauscht werden, damit die Heizung wieder abgedreht werden kann.

Das alte Thermostat wird mithilfe einer Rohrzange entfernt
Das alte Thermostat wird mithilfe einer Rohrzange entfernt

Mit den neuen Möglichkeiten, die das Internet der Dinge (Internet of Things oder kurz IoT) mit sich bringt, entstehen auf der anderen Seite leider auch neue Gefahren. Sobald Bewohner aus der Ferne Einstellungen an ihrer Heizung oder anderen Haushaltsgeräten vornehmen können, besteht gleichzeitig das Risiko, dass auch Hacker dies tun können. Allerdings nur sofern die potenzielle Sicherheitslücken ausfindig machen können. Um dem entgegenzuwirken, solltest du als Bewohner eines Smart Homes einige Dinge beachten. Zunächst einmal solltest du schon vor dem Kauf bestimmte Punkte abklären: Kann eine verschlüsselte Kommunikation aktiviert werden? Bietet der Hersteller regelmäßige Sicherheits-Updates an? Welche Daten werden an den Hersteller gesendet und wie werden diese verarbeitet und genutzt? Des Weiteren solltest du dir, nachdem du dich für ein Modell entschieden hast, ein neues und vor allem starkes Passwort überlegen. Voreingestellte Standard-Passwörter, die bei der Lieferung der IoT-Geräte gegeben sind, werden als erstes von Hackern ausgetestet. Auch eine verschlüsselte Datenübertragung zwischen den einzelnen Geräten ist wichtig. Denn sobald die Daten drahtlos übertragen werden, können diese auch von außen aufgefangen werden. Um zu verhindern, dass intelligente Haushaltsgeräte mit sensiblen Daten verbunden sind, sollte eine Segmentierung vorgenommen werden. Das heißt, du solltest über den Router ein separates Netzwerk einrichten, welches nur für die IoT-Geräte gedacht ist. Noch ein weiteres Netzwerk einzurichten ist sinnvoll, wenn Gäste ein WLAN-Passwort bekommen. Es ist auch ratsam zu überprüfen, welche Geräte überhaupt eine Internetverbindung brauchen, um uneingeschränkt zu funktionieren. Meist ist die UPnP-Funktion bereits aktiviert, welche sich per Portweiterleitung mit dem Internet verbindet. Diese kannst du in manchen Fällen deaktivieren, da sie oft unnötig ist. Außerdem ist das Einrichten eines VPN-Zugangs sinnvoll. Dieser verhindert nämlich, dass Manipulationen oder das Ausspähen der Daten möglich sind, wenn du deine Geräte aus der Ferne steuern möchtest.

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Fragen

  • am 06.07.2019 um 09:56 Uhr

    Was ist das beste smarte Heizkörperthermostat?

    AskGeorge.com

    Unser Testsieger ist das Eberle Starter-Kit: Es überzeugt durch eine simple Einrichtung sowie Bedienung und einem eleganten Design. Unser Favorit mit der Testnote 1,6!

    Wir haben 4 smarte Heizkörperthermostate getestet und dabei besonders auf die Handhabung und den Funktionsumfang geachtet.

    Mit einem smarten Heizkörperthermostat kannst Du die Temperatur in deinen eigenen vier Wänden genau übers Smartphone regulieren. Die Geräte passen sich außerdem den Witterungsbedingungen an und regulieren sich selbst wenn z.B. gelüftet wird.

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